10 Tipps um beim Umzug zu sparen

10 Tipps um beim Umzug zu sparen

Durch die Wohnungsrenovierung, die Speditionskosten und die Anschaffung neuer Möbel belaufen sich die Umzugskosten im Durchschnitt auf mehr als 5.000 Euro. Mit den folgenden 10 Tipps können Sie bei Ihrem nächsten Umzug aber viel Geld sparen.

Tipp 1: Renovierung und Umzug in Eigenregie durchführen

Es ist sicher der bequemste Weg, den Umzug von einer Spedition durchführen zu lassen. Allerdings können Sie erhebliche Kosten sparen, wenn Sie den Umzug möglichst in Eigenregie erledigen. Bitten Sie Ihre Familie, Freunde und Bekannte bei Ihrem Umzug um Hilfe. Sicher stehen sie Ihnen gerne beim Verpacken und beim Transport zur Seite. Falls Sie Ihre alte Wohnung renovieren müssen, sollten Sie dies ebenfalls selbst erledigen, um die Kosten möglichst gering zu halten. Auch dabei können handwerklich begabte Unterstützer aus dem Bekannten- und Verwandtenkreis eine nützliche Hilfe sein. Vergessen Sie aber nach dem Umzug nicht, sich durch eine Einweihungsfeier in der neuen Wohnung bei Ihren fleißigen Helfern zu bedanken.

Tipp 2: Kostenvoranschläge einholen und vergleichen

Sofern Sie den Umzug nicht in Eigenregie durchführen können oder wollen und demnach eine Spedition beauftragen müssen, ist es immer sinnvoll, mehrere Unternehmen miteinander zu vergleichen. Holen Sie sich Kostenvoranschläge von verschiedenen Speditionen ein und wählen Sie dann den Anbieter, der Ihnen das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Dasselbe gilt auch, wenn Sie Handwerker engagieren möchten, um in der alten Wohnung zu renovieren: Kostenvoranschläge verhindern, dass Sie später eine böse Überraschung erleben.

Tipp 3: Den Umzug frühzeitig planen

Unabhängig davon, ob Sie Ihren Umzug selbst organisieren oder von einer Spedition erledigen lassen, sollten Sie rechtzeitig mit der Planung beginnen.

Sie können viel Geld sparen, wenn Sie Ihren Umzugstag auf ein cleveres Datum legen. Am Wochenende und zum Monatswechsel kommen zum Teil deutlich höhere Kosten für die Spedition oder den Mietwagen auf Sie zu.

Der Grund: An diesen Tagen werden besonders viele Umzüge durchgeführt. Nehmen Sie sich daher lieber ein paar Tage Urlaub und bringen Sie Ihren Umzug in der Woche über die Bühne, um die Umzugskosten zu senken. Mit einer frühzeitigen Planung sorgen Sie auch dafür, dass Sie Ihre Kabelanschluss-, Telefon- und Internetverträge so kündigen können, dass sie pünktlich zum Umzugstermin auslaufen. So lassen sich zusätzliche Kosten vermeiden, die durch Doppelverträge entstehen würden.

Tipp 4: Doppelmieten vermeiden

Dasselbe gilt natürlich auch für die eigentlichen Mietkosten. Im Idealfall sollten Sie Ihre alte Wohnung so kündigen, dass sich der neue Mietvertrag nahtlos anschließt. Wenn Sie Ihre Traumwohnung jedoch nur erhalten können, wenn Sie eine Zeit lang zwei Mieten zahlen, kann sich der Kostenaufwand durchaus lohnen. Zum Teil sind Überschneidungen auch unvermeidbar, zum Beispiel wenn noch Renovierungsarbeiten zu erledigen sind. Versuchen Sie dennoch, die Anzahl der Monate, in denen Sie Doppelmieten zahlen, durch eine clevere Vorausplanung so gering wie möglich zu halten.

Tipp 5: Umzugskartons ausleihen statt kaufen

Damit Sie Ihren Hausrat von einer Wohnung zur nächsten transportieren können, benötigen Sie viele Umzugskartons. Wir empfehlen Ihnen, Kartons aus Kunststoff auszuleihen, denn es ist deutlich preiswerter, derartige wiederverwendbare Boxen zu leihen als die Varianten aus Karton zu kaufen.

Tipp 6: Große Möbel selbst zerlegen

Sicher möchten Sie auch Ihre Möbel in Ihr neues Zuhause mitnehmen. Leider können große Möbel wie Schränke und Betten nicht komplett transportiert werden. Zerlegen Sie derartige große Möbelstücke deshalb schon vor dem Umzug selbst. Dadurch sparen Sie Zeit und Verladekosten.

Heben Sie kleine Einzelteile wie Muttern, Schrauben und Schlüssel in einem Briefumschlag auf und kleben Sie diesen direkt an die Innenseite der zerlegten Möbelstücke. So vermeiden Sie, dass die Kleinteile verloren gehen.

Kleinere Möbel müssen nicht zerlegt werden, sondern werden komplett verladen.

Tipp 7: Das richtige Umzugsauto mieten

Sofern Sie keine Spedition beauftragen möchten, sondern den Umzug selbst organisieren, benötigen Sie ein geeignetes Umzugsfahrzeug. Wichtig ist, dass die Größe des Transporters passend zum Umzugsvolumen gewählt wird:

  • Ein zu kleines Fahrzeug muss mehrfach hin und her fahren, wodurch viel Zeit verloren geht und die Kosten steigen
  • Ist das Mietauto hingegen zu groß, so verschwenden Sie wertvollen Platz, den Sie eigentlich bezahlt haben

Außerdem können Sie sich durch eine frühzeitige Buchung des Umzugsautos die ein oder andere Rabattmöglichkeit sichern. Wenn Sie innerhalb einer Stadt umziehen und nicht viel Hausrat mitnehmen möchten, reicht Ihr eigenes Auto unter Umständen auch für den Umzug aus.

Tipp 8: Leerfahrten der Umzugsspedition clever nutzen

Sofern Sie nur wenig Umzugsgut transportieren müssen, können Sie die Speditionskosten durch einen Trick senken: Nutzen Sie dafür Speditions-Leerfahrten oder halten Sie Ausschau nach einer günstigen Beiladungsmöglichkeit. Bei einer solchen Beiladung nutzen Sie kostengünstig freien Platz im LKW, der bei einem anderen Umzug noch übrig ist.

Tipp 9: Umzug von der Steuer absetzen

Lassen Sie nicht die Möglichkeit außer Acht, Ihre Umzugskosten steuermindernd geltend zu machen. Sofern der Umzug berufsbedingt notwendig ist, können Sie sämtliche Aufwendungen, die mit dem Umzug einhergehen, als Werbungskosten in Ihrer Steuererklärung ansetzen. Falls Sie aus privaten Gründen umziehen, können Sie trotzdem zwanzig Prozent der dadurch entstehenden Arbeitskosten für haushaltsnahe Dienstleistungen von der Steuer absetzen. Mehr als 4.000 Euro pro Jahr können Sie in diesem Fall aber leider nicht geltend machen.

Tipp 10: Hausrat aussortieren und verkaufen

Wenn ein Umzug ansteht, ist das immer eine gute Gelegenheit, um Dinge auszusortieren, die Sie nicht mehr benötigen. Meist lagern gerade im Keller oder auf dem Dachboden allerhand Möbel oder andere Dinge, die Sie in Ihrem neuen Zuhause nicht mehr benötigen können. Das Aussortieren bietet gleich zwei Vorteile: Zum einen reduzieren Sie das Umzugsvolumen und damit die Kosten für das Verpacken, Verladen und Entladen. Zum anderen können Sie gebrauchte Möbel oder Haushaltsgegenstände noch auf dem Flohmarkt oder im Internet verkaufen und so Ihre Umzugskasse wieder auffüllen.

Zusammenfassung

Durchschnittlich entstehen bei einem Umzug Kosten von mehr als 5.000 Euro. Es gibt jedoch einige Tipps, um die Umzugskosten zu senken. Dabei kommt es vor allem auf eine clevere Planung und Eigenleistung an.

Artikelbild: © Syda Productions / Shutterstock

1 Kommentar

  1. Andreas Stecker 06.11.2017 17:28 Uhr

    Das macht Sinn, dass alles als Werbungskosten in der Steuererklärung angesetzt werden kann. Ich meine, wenn man wegen der Arbeit umzieht. Das ist etwas, was ich nicht vergessen werde. Danke für den Artikel.

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