10 Versäumnisse, die dem Garten im Winter schaden können

10 Versäumnisse, die dem Garten im Winter schaden können

Noch immer meinen zahlreiche Hobbygärtner, in der kalten Jahreszeit eine Pause von der Gartenarbeit einlegen zu können. Dies ist jedoch ein weitverbreiteter Trugschluss! Es gibt einige Dinge, die im Winter auf keinen Fall versäumt werden dürfen. Welche das sind, erklärt dieser Artikel.

Versäumnis 1: Zu wenig Licht für Kübelpflanzen

Zahlreiche tropische und subtropische Kübelpflanzen vertragen keinen Frost und werden daher über den Winter ins Haus geholt. Diese Pflanzen, zu denen u.a. Orangenbäume, Palmen oder Oleander zählen, tragen ihre Blätter jedoch auch im Winter und benötigen dafür Licht. Es sollte daher darauf geachtet werden, dass sie nicht zu dunkel stehen.

Versäumnis 2: Zu wenig Flüssigkeit für immergrüne Pflanzen

Oft wird der Fehler gemacht, immergrüne Pflanzen über den Winter zu „vergessen“ oder zu glauben, sie müssten nicht gewässert werden. Diese Pflanzen brauchen jedoch auch im Winter regelmäßig Wasser. Denn sie geben das ganze Jahr Feuchtigkeit über die Blätter ab. Ist nun der Boden gefroren, können die Wurzeln kein Wasser entnehmen. Immergrüne Pflanzen sollten gegossen werden, wenn der Boden leicht getaut ist.

Versäumnis 3: Verschneiten Rasen betreten

Die Versuchung ist groß – bei frisch gefallenem Schnee möchte man gern darüber laufen und das weiche Pulver unter den Füßen spüren. Bei Rasen sollte dies jedoch unbedingt unterlassen werden. Denn durch Betreten verdichtet sich der Schnee, und der Rasen darunter bekommt nicht mehr ausreichend Sauerstoff. Wenn dies öfter vorkommt, kann dies zur Entwicklung der sogenannten Typhulafäule und damit im nächsten Frühjahr zu unschönen rotbraunen Flecken im Rasen führen.

Versäumnis 4: Schnee nicht entfernen

Auch wenn es schön aussieht – aber allzu viel Schnee sollte nicht auf Hecken und Bäumen verbleiben. Denn bei einer zu großen Schneelast können Äste oder Zweige leicht abbrechen.

Der Schnee muss entfernt werden, wenn mehr als zehn Zentimeter auf Zweigen und Ästen lasten oder wenn diese sich bereits biegen.

Versäumnis 5: Falscher Umgang mit Streusalz

Was auf Fußwegen notwendig und in vielen Gegenden sogar vorgeschrieben ist, ist Gift für Pflanzen. Gelangt das Streusalz mit der Schneeschmelze in den Boden, kann es Pflanzen, Bäumen und Hecken großen Schaden zufügen. Achten Sie daher darauf, dass Pflanzen, die durch ihre Nähe zum Gehweg oder zur Straße mit dem Salz in Berührung kommen, besondere Pflege bekommen.

Versäumnis 6: Mangelnder Schutz von Bäumen

Die Kombination von frostigen Temperaturen und Sonnenschein kann gefährlich für Bäume sein. Die der Sonne abgewandete Seite des Stammes bleibt gefroren, während die der Sonne zugewandte sich erwärmt, was ein einseitiges Ausdehnen der Rinde und im schlimmsten Fall deren Reißen zur Folge hat. Durch die Risse können Bakterien und Ungeziefer eindringen und dem Baum großen Schaden zufügen.

Abhilfe schafft hier ein Weißanstrich des Baumes. Entsprechende Spezialfarbe ist in Gartencentern zu finden.

Versäumnis 7: Pflanzenschutzmittel zu kalt lagern

Was viele nicht wissen – bei kalter Witterung leiden Pflanzenschutzmittel und können sogar unbrauchbar werden. Lagern Sie diese Mittel also über den Winter auf keinen Fall in einem Gartenschuppen oder in der Garage.

Wenn die Substanz ihre Struktur verändert – also beispielsweise klumpt oder ausflockt – kann sie nicht mehr verwendet werden.

Versäumnis 8: Rasenmäher nicht entleeren

Verbleibt über den Winter Kraftstoff im Rasenmäher, kann dieser leicht verharzen. Daher sollten Rasenmäher – wie auch eventuelle andere benzinbetriebene Gartengeräte – vor dem Winter vollständig entleert werden.

Versäumnis 9: Wasserleitungen nicht schützen

Wasserleitungen, die sich im Garten befinden oder vom Haus nach draußen führen, müssen über den Winter abgedreht werden, da sie sonst bei sehr niedrigen Temperaturen platzen können. Aus dem gleichen Grund sollte das Wasser aus Springbrunnen oder Regentonnen vor dem Winter abgelassen werden.

Versäumnis 10: Teich zufrieren lassen

Auf dem Grund eines Gartenteiches entstehen durch die Zersetzung abgestorbener Pflanzen Faulgase, die über die Wasseroberfläche entweichen. Ein Gartenteich darf deshalb nicht komplett zufrieren. Das gilt inbesondere, wenn darin Fische leben, die sich dadurch vergiften könnten.

Ein auf dem Wasser schwimmendes großes Holzstück eignet sich gut, um den Teich teilweise eisfrei zu halten.

Zusammenfassung

Es ist ein Irrtum zu glauben, dass die Gartenarbeit im Winter vollständig ruhen kann. Um Rasen, Pflanzen und Gewässer optimal zu schützen, sind einige Dinge zu beachten.

Artikelbild: © sanddebeautheil / Bigstock.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.