Ahorn düngen

Ahorn düngen

Weltweit gibt es aus botanischer Sicht gesehen mehr als 100 verschiedene Arten des Ahorn (Acer), zu denen vor allem Bäume und Sträucher gehören, die zu den sommergrünen Pflanzen zählen. Der Ahorn gehört zur Unterfamilie der Rosskastaniengewächse. Die meisten Pflanzen dieser Gattung sind sowohl in den gemäßigten als auch in den tropischen Zonen beheimatet, wobei sie vornehmlich auf der Nordhalbkugel zu finden sind. In Mitteleuropa beispielsweise finden sich vor allem die folgendenden Arten:

Eine der kleinsten Ahorn Arten ist der Fächer-Ahorn (Acer palmatum), der in Ostasien vorzufinden ist. Die Blätter des Ahorn sind überwiegend gelappt, wobei es aber auch einzelne Arten gibt, die gefiederte oder auch ganzrandige Blätter aufweisen. Im Herbst fallen die Blätter der meisten Ahorn Arten vor allem aufgrund ihrer gelben oder roten Färbung auf. Bei den meisten Arten des Ahorn sind die Blüten generell recht unscheinbar. Sie öffnen sich meist im Frühling vor dem Austrieb, woraufhin sich im Sommer, sobald die Blüten befruchtet wurden, geflügelte Früchte bilden, mit denen in der Regel die meisten Kinder gerne spielen, da sie durch die Luft wirbeln wie kleine Propeller.

Doch nicht nur die schöne Färbung im Herbst ist es, die den Ahorn zu etwas ganz Besonderem macht, auch die Wuchsform der Blätter und die malerische Zeichnung der Rinde, die manche Arten aufweisen, sind sehr beliebte Eigenschaften. Alleine in deutschen Gärten finden sich rund 30 verschiedene Ahorn-Arten sowie verschiedenste Zuchtformen. Vor allem der Fächer-Ahorn ist auch hierzulande in den unterschiedlichsten Formen sehr oft anzutreffen. Während beispielsweise der Berg-Ahorn sehr gut für die Herstellung von Möbeln verwendet werden kann, zeichnet sich der nordamerikanische Zucker-Ahorn (Acer saccharum) vor allem durch die Gewinnung des insbesondere in Amerika sehr beliebten Ahornsirup aus.

Krankheiten, Schädlinge und Pflegetipps

Nicht wenige Arten des Ahorn sind besonders anfällig für Blattkrankheiten wie zum Beispiel den Mehltau oder die Teerfleckenkrankheit. Auch vor Schädlingen wie Blattläusen, Zikaden und Milben ist der Ahorn nicht wirklich sicher.

Was vor allem für den Fächer-Ahorn äußerst bedrohlich ist, ist die sogenannte Verticillium-Welke, eine Pilzerkrankung, für die es keine Möglichkeit der Bekämpfung gibt. Von diesem Pilz befallene Bäume sind in der Regel nicht mehr zu retten und sterben unweigerlich ab.

Da der Ahorn generell nur recht flach wurzelt, sollten Sie unbedingt darauf achten, den Boden unter einem Ahornbaum unter keinen Umständen mit zum Beispiel einer Hacke zu bearbeiten, da dadurch schnell die empfindlichen Feinwurzeln geschädigt werden können. Um die Wurzel des Ahorn vor dem Austrocknen zu bewahren, ist es empfehlenswert, den Boden mit Rindenmulch abzudecken sowie diesen zudem mit einer Schicht Humus zu versehen. Vor allem bei noch jungen Pflanzen sollten Sie darauf achten, dass Sie diese im Frühling düngen. Hierfür können Sie zu nährstoffreichen Hornspänen greifen oder aber zu reifem Kompost.

Fächer-Ahorn – eine der weltweit beliebtesten Ahorn-Arten

Eine der beliebtesten Ahorn-Arten überhaupt ist der Japanische Fächerahorn, was wohl auch nicht wirklich verwundert, verwandelt er doch im Herbst jeden Garten in ein romantisches Farbenmeer. Die Pflege des Fächerahorn ist im Grunde recht einfach. So müssen Sie diesen beispielsweise nur recht selten schneiden und auch nicht übermäßig düngen. Sollte doch einmal eine Düngung erforderlich sein, so darf diese unter keinen Umständen im Herbst erfolgen, da ansonsten der gesamte Baum nachhaltig geschädigt werden kann.

Um bestmöglich wachsen zu können, ist es wichtig, dass der Fächerahorn nicht zu feucht steht. Der Boden sollte nach Möglichkeit sehr steinig sein, sodass das Regenwasser gut und schnell im Boden versickern kann. Dies gilt sowohl für eine Pflanzung im Garten als auch bei der Kultivierung im Pflanzkübel. Am besten ist ein leichter Sandboden mit Lehmanteil geeignet, der einen pH-Wert zwischen 4,5 und 7 aufweist.

Den Japanischen Ahorn richtig düngen

Beim Japanischen Ahorn handelt es sich zwar um einen sogenannten Starkzehrer. Dennoch sollte er, sobald er erst mal gepflanzt wurde, nur spärlich gedüngt werden, da bei einer Düngung die Triebe nur verzögert reifen können, wodurch es schließlich zu einer reduzierten Widerstandskraft kommt. Das wiederum hat zur Folge, dass der Ahorn stark gefährdet ist, im Winter durch eine Pilzerkrankung geschädigt zu werden. Gerade deshalb sollten Sie einen Ahorn idealerweise nicht düngen, sondern ihm doch besser einen geeigneten Boden einrichten. Dieser sollte ein lockerer und sandiger Lehmboden sein, der einen hohen Nährstoffgehalt aufweist.

Um den Boden vor dem Einpflanzen eines Ahorn mit Nährstoffen anzureichern empfiehlt es sich, die Erde mit gut verrottetem Laub zu vermischen.

Sollten sich nur sehr wenige Nährstoffe im Boden befinden und aufgrund dessen eine Düngung erforderlich werden, empfiehlt es sich, auf organische Düngemittel zurückzugreifen. Damit können Sie den Ahorn einmal zu Beginn der Vegetationsphase düngen. Ist der Boden generell sehr mager und stark ausgelaugt, greifen Sie hingegen zu einem organisch-mineralischen Dünger, da dieser seine Nährstoffe wesentlich langsamer abgibt. Auch dieser sollte ausschließlich im Frühjahr von April bis Mai ausgebracht werden.

Ahorn im Pflanzkübel richtig düngen

Während der im Garten gepflanzte Ahorn eigentlich nicht wirklich gedüngt werden muss, sieht es bei einem im Pflanzkübel kultivierten Ahorn hingegen ganz anders aus. Ganz anders als der im Garten gepflanzte Ahorn hat der kultivierte Ahorn im Kübel keine Möglichkeit, seine Wurzeln in alle Richtungen auszustrecken, um so Nährstoffe aus dem Boden zu ziehen. Darüber hinaus werden die Nährstoffe in der Erde, welcher der Ahorn nicht bereits aufgenommen hat, durch regelmäßiges Gießen mit der Zeit ausgewaschen. Deshalb ist es bei Kübelpflanzen auch wichtig, dass Sie künstlich nachhelfen. Doch auch in diesem Fall sollten Sie sehr genau überlegen, wie viel Dünger Sie dem Ahorn zuführen, damit auch dieser nicht dem Winter zum Opfer fällt. Greifen Sie am besten zu einem mineralischen statt zu einem organischen Dünger, wie etwa zu Gesteinsmehl, der seine Nährstoffe nur langsam an den Boden abgibt. Die letzte Düngung im Jahr sollte spätestens Anfang August vorgenommen werden.

Anfang August können Sie den Ahorn mit etwas Patentkali düngen. Dieser macht den Ahorn fit für den Winter, indem frische Triebe bei der Reifung unterstützt und so robuster gegen die winterliche Kälte werden.

Zusammenfassung

Der Ahorn ist nicht nur ein sehr beliebter, sonder auch ein sehr schöner Baum. Vor allem der Japanische Fächer-Ahorn ist in den meisten Gärten anzutreffen. Obwohl es sich hierbei eigentlich um einen Starkzehrer handelt, darf der Ahorn dennoch nur mäßig gedüngt werden.

Artikelbild: Laborec425 / Bigstock.com

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