Alte Heizung erneuern: Im Winter von der Investition im Sommer profitieren

Alte Heizung erneuern: Im Winter von der Investition im Sommer profitieren

Immer mehr Verbraucher tüfteln und planen die Modernisierung ihrer Heizung. Noch immer befinden sich viele alte Heizungen in Deutschlands Haushalten und kosten die Immobilienbesitzer viel Geld. Nicht nur Geld wird verschwendet, sondern auch Rohstoffe. Im selben Zeitraum leidet Mutter Natur unter dem unnötig hohen Energieverbrauch. Es wird also Zeit, auf eine neue Heizung umzusteigen. Und welche Jahreszeit bietet sich dafür besser an als der Sommer?

Verbraucher sollten bereits am Anfang des Jahres prüfen, ob ihre Heizung noch auf dem neusten Stand der Technik ist und sich ihr weiterer Betrieb lohnt. Der Umstieg mitten im Winter ist natürlich nicht möglich. Dennoch sollte man ab Januar beginnen, eine Modernisierung zu planen, die man im Sommer schließlich in die Tat umsetzt.

Ab dem Frühjahr wird die Heizung deutschlandweit in den Sommerschlaf geschickt. Nun beginnt die Zeit, Wartungsarbeiten vorzunehmen oder die alte Heizung zu modernisieren. Natürlich sind diese Arbeiten mit einem gewissen (finanziellen) Aufwand verbunden. Dieser wird sich aber bereits innerhalb weniger Jahre lohnen.

Entscheidung treffen: Heizung modernisieren oder austauschen

Investieren, modernisieren, profitieren. So sieht der Ablauf einer Heizungserneuerung aus – zumindest ganz grob zusammengefasst. Bis man jedoch beim letzten Schritt ankommt, muss viel geplant werden. Die Modernisierung der Heizung bedeutet schließlich nicht alleine, diese durch ein zeitgemäßes Modell auszutauschen. Stattdessen müssen Interessierte zunächst überlegen, ob sie sich unter Umständen von dem bisher genutzten Rohstoff komplett verabschieden möchten.

Wer seine Heizung lediglich optimieren möchte, der hat folgende Optionen:

  • Heizungspumpe: Viele alte Heizungen besitzen eine schlechte Heizungspumpe, die keine ausreichende Wärmeverteilung zwischen dem Kessel und den Heizkörpern im Haus gewährleisten kann. Ihr Austausch ist aus dem Grund wichtig, weil sie bis zu zehn Prozent der Stromkosten im Haus verursacht.
  • Hydraulischer Abgleich: Diese Maßnahme sorgt für eine angenehme, gleichmäßige Wärme im Haus und senkt nebenbei die Heizkosten.
  • Reglungstechnik: Ther­mo­stat­ven­tile lassen sich nur selten genau einstellen. Inzwischen gibt es moderne Reglungstechniken, die in jedem Raum die gewünschte Temperatur erzeugen und dabei die Energiekosten senken.
  • Isolierte Rohrleitungen: Wenn es im Heizungskeller zu warm ist, liegt es an den schlecht isolierten Rohrleitungen. Über das Jahr verteilt geht bis zu zehn Prozent Wärme verloren.

Immobilienbesitzer, die eine größere Summe investieren und langfristig mehr Geld sparen möchten, können ihr bestehendes Heizsystem durch ein Neues ersetzen. In diesem Fall kommen folgende Möglichkeiten infrage:

  • Brennwerttechnik: Der Austausch der alten Heizung gegen einen effizienten Gas- oder Öl-Brennwertkessel kann Einsparungen von bis zu 30 Prozent einbringen.
  • Mikro-BHKW: Block­heiz­kraft­werke sind effizient, da sie neben Wärme auch Strom erzeugen. Überschüsse können ins allgemeine Netz eingespeist und vergütet werden.
  • Holzpellets: Die kleinen Presslinge bestehen aus naturbelassenen Holzspänen. Als nachwachsender Rohstoff sind sie nicht nur nahezu CO2-neutral, sondern auch günstig und preisstabil.
  • Wärmepumpe: Sie wandeln kostenlos erhältliche Umgebungswärme in Heizwärme. Nur wenig Strom wird zur Erzeugung von Heizwärme benötigt.
  • Sonnenenergie: Eine weitere kostenlos erhältliche Energie, die beispielsweise mithilfe einer Solaranlage in Wärme (für Heizung und Wasser) umgewandelt werden kann.
  • Hybridheizung: Eine Kombination mehrerer der oben genannten Varianten.

Förderungen für umweltfreundliche Heizungen nutzen

Der entscheidende Faktor für die Modernisierung oder den Austausch der bestehenden Heizung ist die Tatsache, dass diese Maßnahmen gefördert werden. Interessierte müssen die Kosten somit nicht alleine tragen.

Die Art und Weise sowie der Umfang der Förderung hängt im Grunde von drei Faktoren ab:

  1. Standort und Alter der Immobilie
  2. Art und Umfang der Maßnahme
  3. Beantragung der Fördermittel

Grundsätzlich gilt: Je effizienter die gewünschte Heizung und je umweltfreundlicher sie arbeitet, desto höher fällt die geldliche Unterstützung aus.

Die Förderprogramme selbst unterscheiden sich in ihrer Verfügbarkeit. Einige sind bundesweit erhältlich, andere nur regional. Auf bundesweiter Ebene gibt es im Grunde zwei nennenswerte Fördermittel:

  1. För­der­pro­gramme der KfW Bankengruppe
  2. Markt­an­reiz­pro­gramm für den Ein­satz Erneu­er­ba­rer Ener­gien (MAP) durch BAFA

Abseits der genannten Quellen für Fördermittel gibt es weitere Angebote, die aber nur regional in einzelnen Kommunen, Städten oder Bundesländern verfügbar sind.

Artikelbild: © Alexander Raths / Shutterstock

1 Kommentar

  1. Michael Meyer 13.11.2017 18:57 Uhr

    Hallo ! Ich wohne in einem Hochhaus mit 43 Parteien und Nachtspeicher.Jetzt hat der neue Verwalter angefangen die in den leeren Wohnungen diese zu entfernen und hat dadurch auch den Rest abgeschaltet da ein System. Es ist Gasheizung geplant und mittlerweile läuft Sie auch wieder.Was steckt hinter solchen Köpfen die im Winter damit anfangen? ! Es ist aber davon die Rede, das er gerne alle alten Mieter loswerden will. Ich wohne schon über 20 Jahre in dem Haus und denke nicht dran.

    Mit freundlichen grüßen
    Michael Meyer

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