Anleitung: Badewanne einbauen

Anleitung: Badewanne einbauen

In diesem Artikel beschreiben wir in wenigen Schritten, wie Heimwerker eine Badewanne einbauen können. Vor dem Einbau muss das gute Stück natürlich gekauft werden. Welches Material für die Badewanne infrage kommt, hängt von den individuellen Bedürfnissen und natürlich dem Budget des Heimwerkers ab. Nach dem Kauf beginnt der Einbau entsprechend dieser Anleitung.

Für die Montage der Wanne kommen zwei Möglichkeiten infrage:

  1. Man verwendet einen fertigen Wannenträger, der aus Hartschaum besteht und mit 2K PU-Schaum an dem Boden fixiert wird. Wichtig ist, diesen Schaum zu nutzen, weil er nicht nachbläht und die Konstruktion behindern kann.
  2. Für etwas geschicktere Menschen bietet es sich an, eine Verkleidung aus Porenbetonsteinen bis zum Wannenrand zu mauern. Vor dem Verfliesen sollte das Poroton zwei- bis dreimal mit Tiefgrund gestrichen werden, damit der poröse Stein dem Fliesenkleber nicht das Wasser entzieht und den Halt unmöglich macht.

Einkaufsliste für den Einbau einer Badewanne

  • Badewanne
  • Wannenfüße
  • Abflussgarnitur
  • Trägergestell
  • HT-Rohre und passendes Zubehör
  • Wannenprofilband
  • Armatur inklusive Anschlüssen
  • Brausegarnitur
  • Gipskarton / Porenbetonsteine
  • Dünnbettmörtel
  • eine Tube 2K PU-Schaum
  • Sanitärsilikon
  • Gleitmittel
  • Fliesen und Fliesenkleber
  • Fugenmörtel

Zusätzlich benötigen Heimwerker folgendes Zubehör:

Badewanneneinbau in 14 Schritten

  1. Bevor mit jeglichen Arbeiten im Badezimmer begonnen wird, muss zunächst der Hauptwasserhahn abgeschlossen werden.
  2. Alle Höhen und Abstände von Badewanne, Armaturen und Co. genau ausmessen. Anschließend diese Werte mit den Richtmaßen der Badewanne vergleichen. Wenn etwas nicht passt, muss die Badewanne umgehend umgetauscht werden.
  3. Als Erstes montieren Heimwerker die Ablaufgarnitur, den Überlauf sowie das Ablaufsieb.
  4. Bevor nun das Trägergestell inklusive den Saugfüßen unter der Wanne befestigt wird, sollte man sichergehen, dass der Raum sauber ist. Anschließend alles befestigen und die Wanne im Raum aufstellen.
  5. Den äußeren Wannenrand, welcher zu den Wänden zeigt, mit Wannenprofilband bekleben, um ihn vor Schmutz und Schäden zu bewahren.
  6. Wer sich für eine Stahlwanne entschieden hat, muss diese an dieser Stelle von einem Elektriker erden lassen. Heimwerker, egal wie erfahren sie sind, dürfen die Erdung nicht selbst vornehmen!
  7. In diesem Schritt ist etwas Geduld gefragt, denn Heimwerker müssen die Wanne komplett mit Wasser füllen. Anschließend werden die Füße mithilfe der Wasserwaage ausgerichtet. Dann können sie die Wanne mit Wannenkleber an den Wänden befestigen.
  8. Den Abfluss mit einem HT-Rohr am nächstgelegenen Fallrohr anschließen. Das Gefälle muss mindestens zwei Zentimeter betragen. Anschließend das Wasser ablassen und das Rohr auf Dichtigkeit prüfen.
  9. Nun kann man den Fertigmörtel zubereiten und mit seiner Hilfe die Füße auf dem Badezimmerboden fixieren. Achten Sie hier auf eine waagerechte Ausrichtung der Wanne!
  10. Es folgt der Anschluss der Armatur, bei dem folgende Höhen und Abstände einzuhalten sind: Über dem Wannenrad sollten die Armaturen ab 150 bis 350 mm angebracht werden. Der Abstand der Armaturen von der Kopfseite sollte etwa 150 mm betragen. Zum Anbringen müssen Heimwerker die S-Anschlüsse in die Wandscheiben einschrauben. Anschließend direkt die Armatur mithilfe einer Armaturzange auf den Anschlüssen fixieren und den Brauseschlauch anschließen.
  11. Die Badewanne steht bereits, nun folgt ihre Umkleidung mit Porenbetonblöcken. Diese für diesen Schritt passend zurechtsägen.
  12. Die Blöcke aus Porenbeton dem Wannenrand untermauern und dabei bedenken, dass Öffnungen für den Zugang zum Ablauf benötigt werden.
  13. Die Verkleidung verfließen und für den zuvor offen gelassenen Zugang einen Revisionsrahmen nutzen.
  14. Abschließend die Wanne wieder mit Wasser füllen und alle Fugen mit Sanitär-Silikon verfugen. Zum Glattstreichen eignet sich Spülmittel.

Spartipps

  • Wer eine Badewanne auch zum Duschen nutzt, kann direkt bei der Montage oder auch nachträglich eine Duschabtrennung installieren.
  • Ebenfalls wichtig ist die Installation einer Duschstange inklusive einem höhenverstellbaren Duschschlauch.
  • Der Brausekopf sollte einen verstellbaren Strahl für maximale Entspannung besitzen.
  • Beim Duschen lässt sich der Verbrauch mit einem Dusch-Stopp reduzieren. Diese Funktion unterbricht den Wasserfluss, wobei die Wassertemperatur bis zum erneuten Aufdrehen erhalten bleibt.

Artikelbild: © AlexRoz / Shutterstock

4 Kommentare

  1. Lisa 21.01.2016 11:34 Uhr

    Sehr schöner Artikel, ein Video dazu wäre noch sehr aufschlussreich.

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  2. Bernd (Brötchen) Köhler 17.05.2018 12:36 Uhr

    Beim Badewanneneinbau des Nachbars vergaß jener, dass er den Wasserhahn abdrehen muss, bevor er die Glasdusche einbaute. Erst als es bei mir durch die Decke tropfte, fand er ihn. Er war so aufgeregt, weil er sein Bad selbst bauen konnte, dass er so manche wichtige Eigenschaft vergaß.

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  3. Bernd (Brötchen) Köhler 24.10.2018 13:08 Uhr

    Man kann sich auch von einem Installateur helfen lassen. Der weiß meist wo welcher Anschluss gesetzt werden muss. Im Schadensfall ist es dann auch nicht so, dass niemand eine Lösung für das Problem hat.

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  4. Luise 01.11.2018 11:07 Uhr

    Eine so schöne alte Wanne wie auf dem Foto wäre wirklich ein Traum. In unserem Fall ist es jedoch eine sehr viel modernere Variante geworden und sie wird in der kommenden Woche eingebaut. Die Einkaufs- und Zubehörlisten sind hier sehr hilfreich. Wir werden auch, wie in den Spartipps empfohlen, eine Duschabtrennung anbauen, da wir im Alltag lieber duschen.

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