Asbestentsorgung: Diese Kosten fallen an

Asbestentsorgung: Diese Kosten fallen an

Mit dem Wissen ändert sich die Gewohnheit – das ist auch beim Bauen so, und zwar insbesondere, was unsere Materialien und Baustoffe angeht. Denn mancher Baustoff, der früher in praktisch jedem Haus verbaut wurde, wird mittlerweile, durch unser vergrößertes Wissen um seine Eigenschaften, als grenzwertig oder gefährlich eingestuft und deshalb muss über eine rechtzeitige Entsorgung nachgedacht werden.

Ein Paradebeispiel dafür ist Asbest, ein problematischer Baustoff, der früher praktisch allgegenwärtig war beim Hausbau und beim Innenausbau wegen seiner feuerfesten und isolierenden Eigenschaften, der aber hochgradig gesundheitsschädigend ist, wie man heute weiß. Asbest ist chemisch gesehen ein mineralisches Silikat mit zellschädigender Wirkung, denn er hat Langzeitfolgen, indem er die Lunge schädigen und auf Dauer Krebs auslösen kann, insbesondere, wenn man den feinen Staub einatmet.

Leider ist Asbest in vielen heute bewohnten Häusern und Dächern verbaut, zum Beispiel in Form von Platten beim Ausbau vom Dach, von asbesthaltigen Fasern und Eternitplatten, und daher fragen sich gegenwärtig viele Eigenheimbesitzer und Erben von älteren Immobilien besorgt, wie sie den zellschädigenden Stoff wieder entsorgen können, um ihr Wohlbefinden und das ihrer Familie zu schützen.

Asbest entsorgen

Manch einer denkt dann, er müsse nur die Ärmel hochkrempeln, vielleicht etwas Schutzkleidung und Handschuhe tragen und auf eigene Faust den gefährlichen Baustoff aus Haus und Dach räumen, doch diese rasche Überlegung ist voreilig, denn eine Asbestentsorgung ist keine Laienarbeit und die Entsorgung vom Profi ist in fast allen Fällen die bessere Wahl. Obwohl die Kosten hierfür natürlich etwas zu Buche schlagen, wenn eine fachlich hochwertige Firma den Auftrag zur Asbestentsorgung übernimmt, ist übertriebene Sparsamkeit hier nicht angemessen, denn der chemische Stoff ist bei Hautkontakt zellschädigend und sollte daher am besten nur vom Fachmann beseitigt werden.

Die professionelle Asbestentsorgung ist nicht nur im Bedarfsfall notwendig, um Risiken abzufangen, sondern auch generell eine gute Investition in die Gesundheit, denn sie verspricht, auch in Zukunft in einer schönen, gesunden Wohn-Atmosphäre leben und zukünftige Generationen schützen zu können. Nicht zuletzt erhöht die Gewähr, dass Ihr Haus nun asbestfrei ist, auch den Preis der Immobilie auf dem Verkaufsmarkt, denn ein Haus mit asbesthaltigen Stoffen im Innen- und Außenbereich lässt sich nur schwer wieder verkaufen.

Wir zeigen Ihnen im Folgenden anhand praktischer Analysen und einer Hochrechnung vom Preis, wie Sie den unerwünschten Baustoff fachmännisch aus dem Haus entfernen lassen können und welche Kosten dabei auf Sie zukommen – und weshalb diese Rechnung trotz allem eine gute Investition in Ihre Gesundheit und Ihre Sicherheit darstellt.

Asbest ist ein hochgradig gesundheitsgefährdender Baustoff und sollte daher möglichst schnell entsorgt werden. Das Mineral-Silikat und insbesondere sein feiner Staub gelten als karzinogen. Da der Stoff bei Hautkontakt zellschädigende Wirkungen entfaltet, sollte die Entsorgung von Asbest sicherheitshalber nur den Fachleuten überlassen werden.

Wo findet sich Asbest im Haus und im Dach? Eine Analyse

Oh Schreck, Asbest! Da hat man ein Haus geerbt und stellt fest, dass die Erblasser sich seinerzeit richtig ausgetobt haben: Asbestplatten und Eternit „schmücken“ den Hausbau und müssen aus heutiger Sicht schnell entfernt werden, da sowohl sie selbst, als auch ihr Staub und ihre Dämpfe keineswegs in den menschlichen Organismus gelangen dürfen. Auch, wer ein älteres Haus günstig erworben hat und sich über das Eigenheim-Gefühl freut, nimmt mit dem niedrigen Preis oft auch eine massive Gefahr der Gesundheit mit in Kauf, denn in statistisch gesehen über 80 Prozent der Immobilien, die vor den 1990ern gebaut wurden, findet sich Asbest.

Asbest galt früher als ein Wunderbaustoff, feuerfest und baustabil, und wurde deshalb in rauen Mengen und ohne Bedenken verbaut, was heute eine große Zahl von Häusern bedingt, in denen der krebserregende Stoff noch integriert ist und schnellstens entfernt werden muss. Bevor es an die professionelle Entsorgung an sich geht, muss man erst analysieren, wo sich Asbest überhaupt im Haus befindet.

Meist handelt es sich um Asbestplatten unterm Dach, welches durch den feuerfesten Stoff gegen Brandgefahr geschützt und isoliert werden sollte. Doch es gibt auch asbesthaltige Fasern in Form von bestimmten Bodenbelägen und den bekannten Eternitplatten, die ebenfalls früher sehr beliebt waren und meist außen, manchmal auch innen im Haus verbaut wurden. Mit all diesen Stoffen gilt es baldmöglichst Schluss zu machen, um Belastungen durch Staub und Dämpfe zu vermeiden und so das Wohnklima im Eigenheim wieder gesundheitsfördernd zu machen.

Nicht zu vergessen ist bei der Asbestentsorgung, dass es mit den Kosten für den Ausbau allein nicht getan ist – man muss das entfernte Material natürlich durch neues, gesundheitlich neutrales ersetzen. Insofern sind die folgenden Rechenbeispiele für die professionelle Entsorgung von Asbest Kosten für den ersten Schritt der Sanierung, zu dem natürlich noch die Wiederbestückung des Hauses mit neuen Materialien hinzukommt.

Aktuelle Preistabelle: So viel kostet die Asbestentsorgung

Wenn ein Profi anrückt, um Ihrem Asbest den Garaus zu machen, wird es etwas teurer, doch es ist die effektivste Methode, um wirklich alle karzinogenen Stoffe aus Ihrem Haus und Dach zu entfernen, und Ihr Wohlbefinden wird sich merklich steigern – sowie auch der Wiederverkaufswert Ihrer Immobilie. Deshalb beschäftigen wir uns jetzt mit den reellen Preisen, die auf Sie zukommen werden, und die durchaus angemessen sind.

Meist ist Asbest in Form von Platten im Dach verbaut, deshalb berechnen wir jetzt die professionelle Entsorgung von Asbest-Platten aus einem Dach mit rund 120 Quadratmetern Fläche, was eine statistische Durchschnittsgröße darstellt. Hierbei entstehen durchschnittlich Kosten von rund sieben Euro pro Quadratmeter Fläche, die abgebaut wird, und somit kann leicht mit der Zahl der tatsächlichen Quadratmeter hochgerechnet werden, um einen ersten Überblick über die Kosten zu erhalten.

Zusätzlich gibt es, wenn Asbestplatten hoch am Dach abgebaut werden, natürlich Kosten für ein Gerüst, das von der Firma aufgebaut werden muss, und die entsprechende Gerüstmiete schlägt durchschnittlich mit 600-800 Euro zu Buche, je nach Aufwand und entsprechender Zeit, die benötigt wird.

Zusätzliche Kosten für Sondermüll

Weitere Kosten, die den Preis am Ende mitbestimmen, sind natürlich die Preise für Sondermüllentsorgung, die von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein können, da Asbest in Deutschland nicht einfach in der nächsten Deponie gelagert werden darf – im Fall der Entsorgung im Hausmüll drohen empfindliche Strafen in Form von Geldbußen. Ebenfalls mitberücksichtigen muss man zusätzliche Kosten für feste Folien oder Bags, um die zellschädigenden Stoffe einzupacken, bevor sie entsorgt werden können, und die über 10-15 Euro pro Stück kosten, was aber vom Hersteller und vom beauftragten Unternehmen abhängt.

Insgesamt lässt sich sagen, dass eine professionelle Asbestentsorgung zu den größeren Reparaturen oder Sanierungen am Haus gehört und entsprechend nicht sehr preiswert ist, doch der anhaltende Effekt für ein gutes Wohnklima sollte Ihnen die Investition wert sein. Wir rechnen im Folgenden eine Preis-Kalkulation für den klassischen Fall von Asbestentsorgung, die Entfernung von Asbestplatten aus dem Dach mit entsprechenden Vorarbeiten von einer Firma.

Kosten-Übersicht für die Entsorgung von Asbest

Position Kosten
Anfahrt 100,00 Euro
Abbau von Asbest 7,00 Euro pro Quadratmeter
evtl. Gerüstmiete 600,00 – 800,00 Euro
Gesamtkosten Bei 120 m² Dach-Fläche würden 100 Euro für die Anfahrt, 2800 Euro für die eigentliche Entsorgung der Asbestplatten und nochmals rund 800 Euro für die Gerüstmiete anfallen, also insgesamt 3700 Euro. Hinzukommen können noch Kosten für Sondermüllentsorgung und Folien, die von Unternehmen zu Unternehmen variieren.

Wenn sich Asbest in Ihrem Heim nicht im Dach befindet, sondern in Form von asbesthaltigen Fasern im Innenbereich, wie in Böden oder Wänden, oder Eternitplatten im Außenbereich, wird sich der Gesamtpreis der Asbestentsorgung natürlich um die Gerüstmiete senken, doch die Entsorgung gestaltet sich schwieriger und mitunter aufwändiger, da jeder einzelne asbesthaltige Baustoff ausfindig gemacht werden muss.

Mit großer Wahrscheinlichkeit werden Sie während der professionellen Asbestentsorgung nicht zuhause wohnen können – bedenken Sie daher, dass Sie mit Ihrer Familie für ein paar Tage umziehen oder sich in einer Pension einmieten müssen, um ein Sicherheitsrisiko zu vermeiden, und dass auch diese Kosten hinzukommen. Auch kommen, wie schon erwähnt, Kosten für die Neubestückung mit ungefährlichem Material zum Asbest-Ersatz hinzu, das zum Beispiel im Dach zur Dämmung verbaut werden muss.

Trotz der gestaffelten und relativ hohen Kosten für die gekonnte Asbestentsorgung, die sich aus vielen einzelnen Posten zusammensetzen, gibt es eine positive Nachricht: die Entsorgung des krebserzeugenden Baustoffs aus Ihrem Eigenheim könnte steuerlich absetzbar sein, denn sie gilt als außergewöhnliche und zugleich unabwendbare Belastung. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater, ob Sie den Staat am Preis für die fachmännische Entsorgung von Asbest beteiligen können, damit Ihnen zumindest ein Teil der Kosten wieder erstattet wird.

Auch wenn der Laie heute sehr viel im Haushalt und beim Heimwerken selbst machen kann, gehört eine professionelle Asbestentsorgung in die Hände des Fachmanns. Asbest ist bei Hautkontakt zellschädigend, weshalb jeder Kontakt mit dem gefährlichen Material bei der Entsorgung vermieden werden sollte. Nur ein Fachmann hat hierfür auch die geeignete Schutzausrüstung.

Zusammenfassung

Asbest wurde früher beim Hausbau als beliebtes feuerfestes Material verwendet. Um Asbest wieder aus dem Haus oder dem Verbau in Form von Platten im Dach zu entfernen, lohnt sich eine professionelle Entsorgung vom Fachmann, da dieser sich effektiver vor den zellschädigenden Eigenschaften des Stoffes schützen kann als der Laie. Der Preis für die fachmännische Entsorgung des karzinogenen Baustoffs beträgt aktuell rund 7 Euro pro Quadratmeter Fläche, sodass man einen ersten Anhaltspunkt für die Gesamtkosten erhält; diese Rechnung kann jedoch um Sonderkosten wie Gerüstmiete und die Verwendung von Folien oder Bags zum Abtransport erweitert werden.

Artikelbild: NikD51 / Bigstock.com

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