Azaleen richtig düngen: So gelingt es!

Azaleen richtig düngen: So gelingt es!

Ihre Blütenpracht erfreut im Garten und im Zimmer. Zudem gelten Azaleen als pflegeleicht. Dennoch braucht es auch hier ein bisschen Hilfe bei den Nährstoffen, damit die Pflanze viel Freude versprüht. Mit dem richtigen Düngen blüht sie drinnen und draußen besonders schön.

Nicht verwechseln: Azaleen versus Rhododendren

So mancher Laie mag sie miteinander verwechseln, doch der Experte weiß: Azaleen gehören zwar der Gattung Rhododendren an, sind dennoch eine eigenständige Sorte. Der größte Unterschied ist in der kalten Jahreszeit zu sehen. Während Rhododendren ihr Laub im Winter behalten, verlieren die Azaleen die Blätter.

Zudem unterscheidet der Gärtner hier zwischen Azaleen, die im Freien stehen und diese, die im Zimmer gehalten werden können. Sie blühen in unterschiedlichen Monaten und haben auch ihre eigenen Anforderungen.

Den Anfang machen die sogenannten Freilandazaleen. Sie blühen von Anfang Mai bis Anfang Juni. Auch bezaubert so manche Pflanze im Garten mit einer wundervollen Herbstfärbung der Blätter. Zimmerazaleen werden oft im Sommer kultiviert, doch ihre Pracht zeigen sie erst danach in kühlen Räumen. Sie blühen von September bis April in Weiß, Rosa und Rot.

Zimmerazaleen blühen länger, je kühler sie stehen. Wichtig ist dabei, dass sie nicht austrocknen und regelmäßig gegossen werden.

Der Dünger für ihre Bedürfnisse: pH-Wert und Nährstoffmischung für Azaleen

Egal ob drinnen oder draußen – die richtige Erde ist für die Blütenpracht der Azaleen wichtig. Die Pflanze braucht einen leicht sauren Boden, der pH-Wert sollte zwischen vier und sechs liegen. Wichtig ist zudem, dass auch genügend Sauerstoff im Boden ist. Daher muss dieser locker sein.

Beim richtigen Dünger für Azaleen kommt es auf die NPK-Mischung an. Hinter dieser Abkürzung verbergen sich die Hauptbestandteile Stickstoff, Phosphor und Kalium. Stickstoff ist für das Pflanzenwachstum notwendig, Phosphor fördert die Blütenpracht. Kalium braucht so manches Gewächs für die Widerstandsfähigkeit.

Azaleen benötigen ein besonderes Mischungsverhältnis. Dieses ist in den meisten Düngern für Moorbeetpflanzen zu finden – hier beträgt die NPK-Mischung sechs zu drei zu sechs. Zahlreiche Produkte werden auch als spezieller Rhododendren- und Azaleendünger bezeichnet und weisen dem Gärtner den Weg.

Der Düngezeitpunkt unterscheidet sich zwischen Zimmerazaleen und Freilandpflanzen. Auch sind diese Pflanzen sehr kalkempfindlich. Der richtige Dünger ist daher kalkfrei und wird mit Regenwasser gegeben.

Der richtige Düngezeitpunkt für Zimmerazaleen

Die blütenreiche Pflanze sollte immer außerhalb ihrer Blütezeit gedüngt werden. Zimmerazaleen bestechen mit tollen Farben in den Wintermonaten. Daher liegt der Düngezeitpunkt zwischen Frühjahr und Herbst.

Nach der Blütezeit braucht die Pflanze eine mehrwöchige Ruhepause. In dieser Zeit sollten Zimmerazaleen weder gedüngt, noch gegossen werden. Beginnen Sie daher mit der Nährstoffgabe erst danach. Am besten eignet sich ein spezieller Flüssigdünger für Azaleen. Dieser sollte alle vier Wochen ins Gießwasser gegeben werden. Aber auch über einen Beutel Kaffeesatz oder einen Spritzer Essig freut sich so manche Zimmerazalee.

Bei der Düngung braucht es unbedingt eine feuchte Erde, damit sich die Nährstoffe optimal verteilen können. Ist der Boden zu trocken, kann eine Konzentration des Düngers an einer Stelle die Wurzeln angreifen. Ein verfilzter Wurzelballen ist oft die Folge

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Düngezeitpunkt und der richtige Dünger für Gartenazaleen

Die Freilandazaleen haben einen anderen Blütezeitraum und brauchen den Dünger im Frühjahr vor ihrer Blüte. Daher sollte die erste Gabe im März oder April erfolgen. Das wappnet die Pflanze für die intensive Blütenzeit, während derer sie jedoch keine weiteren Nährstoffe erhalten sollte. Erst nachdem die prachtvollen Farben verblüht sind, braucht es eine zweite Düngung. Diese erfolgt am besten von Ende Juni bis Anfang Juli.

Bei den Freilandazaleen gibt es jedoch weitere Unterschiede. So vertragen hohe Arten einen Kunstdünger, der mit der entsprechenden Mischung im Handel erhältlich ist. Niedrige und zwergartige Pflanzen brauchen jedoch besser einen organischen Dünger. Doch den organischen Dünger muss nicht jeder Gärtner mühsam selbst auf dem Kompost herstellen. Auch hier hat der Handel eine ausreichende Auswahl. Aber auch eine Humusschicht kann im Frühjahr auf die Erde aufgetragen werden. Hornspäne sind ein natürlicher Stickstoffdünger.

Bei starkem Regen kann das Düngemittel schnell aus der Erde heraus gewaschen werden. In manchen Fällen ist eine zusätzliche Gabe notwendig. Eine Mulchschicht kann hier zusätzlich schützen und versorgen.

Überdüngung von Azaleen – das sollten Sie tun!

In den meisten Fällen ist es gar nicht so einfach, Azaleen zu überdüngen. Doch unmöglich ist es dennoch nicht. Wenn der Gärtner feststellt, dass die Blüten ausbleiben, Blätter angegriffen werden oder das Wachstum stockt, kann dies eine Ursache sein. Bei Überdüngung sollten Sie daher handeln.

Die Zimmerpflanze kann umgetopft werden. Dabei sollte der Gärtner den Wurzelballen der Azalee auswaschen. Im Garten hilft oft eine erhöhte Wasserzugabe. Hier sollte richtig durchgewässert werden, damit die Nährstoffe aus dem Boden gespült werden.

Zusammenfassung

Wer sich lange an der Blütenpracht von Azaleen erfreuen will, sollte zum richtigen Zeitpunkt mit Dünger arbeiten. Dieser unterscheidet sich zwischen den Zimmer- und Gartenpflanzen. Die richtige NPK-Mischung ist ebenso ausschlaggebend wie die Kalkfreiheit. So manche Freilandazalee darf zudem nicht mit einem künstlichen Dünger in Berührung kommen. Hier sind organische Alternativen gefragt.

Artikelbild: Valteru / Bigstock.com

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