Backofen reinigen – 7 Tipps, die auf jeden Fall helfen!

Backofen reinigen – 7 Tipps, die auf jeden Fall helfen!

Eingebranntes Fett, angetrocknete Speisereste und üble Verkrustungen sorgen dafür, dass es nicht gerade einfach ist, den Backofen zu reinigen. Im Gegenteil, oft ist es mit einem regelrechten Kraftakt verbunden, wenn man den Ofen wieder blank putzen möchte. Zum Glück haben wir heute sieben Tipps für Sie, mit denen Sie sogar den hartnäckigsten Schmutz von Ihrer Kochstelle entfernen können – ganz ohne aus der Puste zu geraten oder am nächsten Tag Muskelkater zu haben.

Tipp 1: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Bei der Reinigung des Backofens trifft sogar das Gegenteil zu: Wenn Sie nach dem Kochen oder Backen den Herd nicht sofort gründlich säubern, haben Sie schon bald mit eingebrannten Rückständen zu kämpfen. Fett und Schmutz dringen tief in die Oberfläche ein. Dann ist es erst richtig schwer, den Herd wieder sauber zu bekommen. Außerdem ist diese Nachlässigkeit auch gefährlich, denn oft entwickelt sich bei der nächsten Inbetriebnahme ein Rauch, der Ihre Gesundheit schädigen kann. Wir können Ihnen daher nur wärmstens empfehlen, Ihren Ofen nach jeder Benutzung gründlich zu reinigen. Dafür reicht oft herkömmliches Spülmittel in Kombination mit Wasser. Gewöhnen Sie sich diese Routine am besten direkt an.

Tipp 2: Finden Sie die passende Methode für Ihren Ofen

„Was Mutti empfiehlt, kann so falsch nicht sein“ denken sich viele Menschen und wenden dieselbe Reinigungsmethode auch bei dem eigenen Herd an. Allerdings kann das fatale Folgen haben, denn nicht jede Putzmethode eignet sich gleichermaßen für alle Backöfen! Es kommt auf die Materialien der Oberflächen an.

Alte Öfen haben häufig Emaille-Oberflächen, die sehr leicht zerkratzen. Sie dürfen weder mit Scheuermilch noch mit Stahlwolle gereinigt werden. Das Ceranfeld ist ebenfalls sehr empfindlich und darf nie mit Reinigungspads aus Stahl gesäubert werden. Stattdessen empfiehlt es sich, hartnäckige Verschmutzungen erst mit einem feuchten Lappen einzuweichen und sie dann vorsichtig abzureiben.

Tipp 3: Entnehmen Sie die Einzelteile für die Reinigung

Einige Elemente des Ofens können problemlos ausgebaut und dadurch besser gereinigt werden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Schutzabdeckungen
  • Flammenkränze beim Gasherd
  • Bedienschalter
  • Seitliche Roste und Böden im Backofen
  • Backbleche

Die entnommenen Teile können Sie in warmen Wasser einweichen, damit sich der Schmutz löst.

Hartnäckigem Schmutz sagen Sie den Kampf an, indem Sie die einzelnen Teile mehrere Stunden lang in Wasser einweichen lassen, dem Sie ein paar Spritzer Essig hinzufügen.

Anschließend benötigen Sie nur noch ein feuchtes Tuch oder einen weichen Schwamm, um auch eingebrannte Verkrustungen zu entfernen.

Tipp 4: Selbstreinigungsmodus des Backofens nutzen

Viele Backöfen haben eine Selbstreinigungsfunktion. Das gilt speziell für moderne Geräte. Unterschieden wird dabei zwischen der katalytischen Selbstreinigung und der Pyrolyse.

So funktioniert die katalytische Selbstreinigung

Geräte, die mit der ersten Methode arbeiten, sind im Innenraum beschichtet. Schon während des Garens werden sämtliche Fett- und Schmutzspritzer in Wasser und Kohlendioxid umgewandelt.

Backofensprays, Scheuerschwämme oder Scheuermilch dürfen bei Backöfen mit katalytischer Selbstreinigung nicht verwendet werden. Sie würden die Beschichtung beschädigen!

Nach dem Kochen müssen Sie lediglich ein feuchtes Tuch verwenden, um den Backofen zu reinigen.

Die Pyrolyse setzt auf Hitze

Bei der Pyrolyse wird mit Hitze gereinigt. Dabei erhitzt sich der Backofen auf 500 Grad, um hartnäckigen Schmutz zu zersetzen. Kostenlos ist diese Reinigung aber nicht, denn dabei wird viel Strom verbraucht. Je nach Dauer zahlt man für eine Pyrolyse etwa zwei Euro. Man sollte dieses Verfahren daher nur bei starken Verschmutzungen verwenden. Der Backofen kann während des Reinigungsprogramms nicht geöffnet werden, da dies zu gefährlich wäre. Nach spätestens drei Stunden ist sämtlicher Schmutz nur noch Asche. Wichtig ist, hinterher gut zu lüften, da die Küche nach der Reinigung unangenehm riecht und jede Menge chemische Stoffe freigesetzt werden.

Tipp 5: Mit der Zahnbürste den Schmutz bekämpfen

Gegen eingetrockneten Schmutz auf den Herdplatten können Sie auch eine weiche Zahnbürste verwenden. Legen Sie einen nassen Lappen auf die Fettflecken und lassen Sie ihn dort einige Zeit einwirken. Anschließend bürsten Sie die Flecken vorsichtig mit der Zahnbürste ab. Mit einem Mikrofasertuch können Sie die gesamte Oberfläche des Ofens danach blank putzen.

Tipp 6: Backpulver ist nicht nur zum Backen geeignet

Wenn keiner dieser Putztipps Ihnen weiterhelfen konnte, haben Sie noch die Möglichkeit, verschiedene Hausmittel auszuprobieren. In jedem Haushalt findet man Backpulver. Dieses Wundermittel ist längst nicht nur zum Backen geeignet, sondern gilt auch als einer der hilfreichsten Tricks gegen Schmutz in der Küche. Mischen Sie ein Päckchen des Pulvers mit drei Esslöffeln Mineralwasser. Rühren Sie richtig gut durch, damit ein Brei entsteht. Diese Paste streichen Sie mit einem Backpinsel auf die verkrusteten Stellen. Lassen Sie die Mischung mindestens dreißig Minuten einwirken. Wischen Sie den Backofen danach mit einem weichen Tuch aus.

Tipp 7: Salz und Natron gegen Schmutz im Ofen

Auch Natron und Salz werden nicht nur in Rezepten zum Kochen und Backen genutzt. Beide Mittel sind perfekt, um den Ofen wieder auf Hochglanz zu bringen. Gehen Sie nach folgender Anleitung vor:

  1. Streuen Sie das Salz oder Natron auf die Verunreinigungen.
  2. Seien Sie ruhig großzügig und bedecken Sie die Flecken komplett.
  3. Erhitzen Sie den Ofen etwa eine Stunde lang auf 50 Grad.
  4. Danach lassen Sie Ihn abkühlen.
  5. Wischen Sie nun alles noch einmal gründlich sauber.

Sie werden sehen, dass sich der Schmutz jetzt sehr leicht lösen lässt.

Artikelbild: © Syda Productions / Shutterstock

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