Badezimmer nach dem Duschen richtig lüften – Bei geöffneter Tür droht Schimmel

Badezimmer nach dem Duschen richtig lüften – Bei geöffneter Tür droht Schimmel

Wenn Sie nach einer langen, heißen Dusche aus der Duschkabine treten, schlägt Ihnen eine feuchtwarme Luft entgegen. Die Bedingungen im Badezimmer sind dann beinahe tropisch. Durch den warmen Dampf sind nicht nur die Fliesen beschlagen, sondern auch der Spiegel, sodass es Ihnen schwerfällt, Ihr eigenes Spiegelbild zu erkennen. Gehören Sie auch zu den Menschen, die in solchen Situationen am liebsten die Badezimmertüre öffnen, damit der feuchtwarme Dunst schnell abzieht? Davon können wir nur abraten, denn diese Vorgehensweise begünstigt Schimmel in Ihrer Wohnung. An kalten Flächen schlägt sich die Feuchtigkeit nämlich nieder, wodurch ein optimaler Nährboden für Schimmel entsteht. Wir verraten Ihnen, wie Sie den Dampf am besten loswerden und worauf Sie noch achten sollten, wenn Sie nach dem Duschen das Badezimmer lüften möchten.

Badezimmer richtig lüften: Fenster öffnen, Türe schließen

Sie können verhindern, dass sich der heiße Wasserdampf in der Wohnung verteilt und somit Schimmel in Ihrer Wohnung entsteht, indem Sie beim Lüften des Badezimmers die folgenden Tipps berücksichtigen:

  • Halten Sie die Badezimmertür geschlossen
  • Öffnen Sie stattdessen das Badezimmerfenster, damit der Dunst nach draußen abzieht
  • Kippen Sie das Fenster nicht nur an, sondern öffnen Sie es komplett, um einen bestmöglichen Luftaustausch zu gewährleisten

Durch das sogenannte Stoßlüften werden warme und kalte Luftmassen schnell ausgetauscht, sodass die heiße und feuchte Luft in kurzer Zeit nach draußen gelangen kann. Auf diese Art und Weise beugen Sie der Bildung von Schimmel optimal vor.

Auch an Regentagen ist Stoßlüften eine sinnvolle Maßnahme, da die heiße Luft mehr Luftfeuchtigkeit aufnimmt als die kältere Luft von draußen.

In der Regel reicht es aus, nach dem Duschen fünf Minuten lang das Badezimmer bei weit geöffnetem Fenster zu lüften.

Richtig lüften in fensterlosen Badezimmern

Sie haben ein Badezimmer ohne Fenster? Auch in diesem Fall ist es nicht ratsam, einfach nur die Badezimmertüre zu öffnen und den Wasserdampf in die Wohnung gelangen zu lassen. Sofern Ihr Bad über ein spezielles Entlüftungssystem verfügt, sollte es schon vor dem Duschen aktiviert werden. Lassen Sie es auch nach dem Duschen noch einige Zeit lang weiterlaufen. Wenn Ihr Entlüftungssystem nicht ausreicht, um den Wasserdampf zu bekämpfen, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als den heißen Dampf in Ihre Wohnung umzuleiten, indem Sie die Badezimmertür für eine Weile offen stehen lassen.

Lüften Sie in diesem Fall direkt nach dem Duschen den Rest der Wohnung gründlich. Öffnen Sie dafür jeweils zwei gegenüberliegende Fenster für fünf Minuten komplett.

Durch diese Vorgehensweise stellen Sie sicher, dass die Feuchtigkeit, die sich durch die offene Badezimmertür nach dem Duschen in der ganzen Wohnung verteilt, schnell nach draußen entweichen kann.

Zusammenfassung

Nach dem Duschen einfach die Badezimmertür zu öffnen, ist zwar die bequemste Variante zum Lüften des Badezimmers, allerdings auch die ungünstigste. Dadurch verteilt sich der heiße und feuchte Wasserdampf in der gesamten Wohnung und sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit sich an den kälteren Wänden niederschlägt. Auf Dauer wächst das Risiko für Schimmel in der Wohnung dadurch extrem. Daher sollte man die Badezimmertür schließen und das Fenster weit öffnen, denn so kann die Feuchtigkeit ins Freie entweichen. Bei Badezimmern ohne Fenster und Lüftung ist es notwendig, nach dem Duschen in der kompletten Wohnung stoßzulüften, um die Gefahr für Schimmelbildung zu minimieren.

Artikelbild: © Worraket / Shutterstock

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