Bambus düngen – Wann, womit und wie?

Bambus düngen – Wann, womit und wie?

Der Bambus (Fargesia) ist eine sehr faszinierende Pflanze, die bei vielen Hobbygärtnern im Garten zu finden ist und sich in mitteleuropäischen Regionen sehr wohlfühlt, obwohl sie ursprünglich eine exotische Herkunft hat. Die immergrünen Pflanzen haben den Vorteil, dass sie sich im Laufe der Jahreszeiten kaum verändern und auch im Winter grüne Farbtupfer in die Landschaft bringen. Der Bambus gehört zur Gattung der Gräser und ist in vielen verschiedenen Arten und Sorten erhältlich, die sich unter anderem durch ihre Höhe unterscheiden. Dadurch ist er vielseitig verwendbar, wie zum Beispiel als Hecke, als Baumersatz oder als Bodendecker. Zur Hauptgruppe dieser Pflanzen gehören die Phyllostachys-Arten. Alle Bambusarten haben jedoch eine Sache gemeinsam: Sie benötigen eine gute Pflege und vor allem eine regelmäßige Gabe eines geeigneten Düngers, damit sie üppig und gesund wachsen können. Doch wann sollte der Bambus gedüngt werden – eher im Frühjahr oder doch erst im Herbst? Welche Nährstoffe benötigt die Pflanze? Und wie wird der Dünger am besten ausgebracht? Antworten auf diese Fragen finden Sie im nachfolgenden Ratgeber.

Warum die Düngung der Bambuspflanzen so wichtig ist

Die Düngung des Bambus wird oft unterschätzt, weil die Pflanze ohnehin für einen üppigen Wuchs und eine starke Ausbreitung bekannt ist. Nichtsdestotrotz ist eine regelmäßige Düngergabe zu empfehlen, um ein gesundes Wachstum ohne gelbe oder vertrocknete Blätter zu unterstützen. Da sich die Wurzeln des Bambus weit verzweigen, ist es wichtig, die Nährstoffe direkt im Boden zur Verfügung zu stellen.

Der Bambus ist ein „Stickstoffzehrer“. Dementsprechend benötigt er für sein Wachstum viel Stickstoff.

Welcher Dünger gewählt wird, hängt von Ihren Vorlieben ab. Sie können beispielsweise speziellen Bambusdünger aus dem Handel verwenden. Alternativ kommt organischer Dünger in Frage. Aber auch mit Pferdemist, Kaffeesatz oder Kompost können Sie den Bambuspflanzen wichtige Nährstoffe zuführen. Biodünger ist besonders empfehlenswert, da er eine schädliche Überdüngung vermeidet.

Die beste Zeit zum Düngen für den Bambus

Bambus gehört zu den Riesengräsern, die normalerweise sehr gut wachsen, sofern Sie ihre Anforderungen an den Standort erfüllen. Aber auch an einem perfekten Standort bleibt es Ihnen nicht erspart, dem Bambus regelmäßig Nährstoffe zuzuführen. Da Bambuspflanzen ein ausgeprägtes, schnelles Wachstum zeigen, benötigen sie sehr viel Stickstoff. Dementsprechend empfiehlt sich eine Düngung mindestens zwei bis drei Mal im Jahr. Die Dünge-Saison beginnt am besten im Frühjahr, genauer gesagt Mitte April. Dann stehen die neuen Halme kurz vor ihrem Austrieb. Danach geben Sie den Dünger in regelmäßigen Abständen bis spätestens Ende August. Ab diesem Zeitpunkt ist die Düngung einzustellen, damit die Halme bis zum Winter noch genug Zeit haben, um vollständig auszureifen.

Schon bei der Pflanzung den Bambus mit Dünger versorgen

Grundsätzlich ist eine Bambuspflanze nicht sehr anspruchsvoll. Mit einem sonnigen bis halbschattigen Standort ist die Pflanze in der Regel sehr zufrieden. Allerdings hat der Bambus einen hohen Wasserbedarf, weshalb Sie regelmäßig gießen müssen – auch im Winter. Die meisten Bambusarten treiben stark aus und bilden mit den Jahren unkontrollierte Triebe im gesamten Garten. Gartenexperten empfehlen, bereits bei der Pflanzung eine Rhizomsperre im Pflanzloch auszulegen. Um einem neu gepflanzten Bambus einen guten Start zu ermöglichen, sollten Sie zudem schon beim Pflanzen mit Kompost düngen. Arbeiten Sie ihn direkt in das Pflanzloch mit ein. So erhält der Bambus die Nährstoffe, die er zum Anwachsen benötigt.

Welcher Dünger ist für den Bambus am besten geeignet?

Im Handel sind spezielle Bambusdünger erhältlich, die optimal auf die Bedürfnisse der Pflanze abgestimmt sind und dementsprechend viel Stickstoff enthalten. Angeboten werden kurzfristig wirkende Dünger ebenso wie Langzeitdünger. Zu Letzteren gehören zum Beispiel Osmocote. Sie haben den Vorteil, dass die Nährstoffe erst nach und nach an die Erde abgegeben und langsam vom Bambus aufgenommen werden. Dadurch sind sie umweltschonend und stellen eine optimale Nährstoffversorgung für den Bambus sicher. Wenn Sie sich für einen Langzeitdünger entscheiden, reicht eine einmalige Düngung im Frühjahr aus. Sie müssen dann später nicht noch einmal nachdüngen. Für einen im Kübel kultivierten Bambus empfiehlt sich ein Flüssigdünger. Sie können in diesem Fall einen normalen Blumendünger verwenden. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, Steinmehl um die Bambuspflanze auf den Boden zu streuen. Es enthält Silizium, welches die Bildung der Halme positiv beeinflussen soll.

Biodünger als umweltfreundliche Alternative

Immer mehr Hobbygärtner lehnen die Verwendung von chemischen Düngemitteln aus dem Handel ab und setzen auf biologische Düngeralternativen. Da ist beim Bambus kein Problem, denn: Bambus ist eine Graspflanze, für die dasselbe gilt wie für Ihren Rasen, nämlich dass der beste Dünger aus der Natur stammt. Als Biodünger kommen demnach zum Beispiel die folgenden Mittel in Frage:

  • Kaffeesatz
  • Pferdemist
  • Rindermist

Mit Kaffeesatz können Sie gern das ganze Jahr über düngen. Er enthält sowohl Stickstoff als auch Kalium und Phosphor. Alle drei Bestandteile aktivieren den Stoffwechsel und regen das Wachstum des Bambus an. Sie können den frischen Kaffeesatz wahlweise dem Wasser zum Gießen hinzufügen oder ihn direkt auf dem Boden um den Bambus herum verteilen.

Ein toller Dünger lässt sich aus Kaffeesatz und Hornspänen herstellen. Arbeiten Sie ihn in die obere Erdschicht ein und verteilen Sie dann Rasenschnitt auf der Oberfläche. Auf diese Weise sparen Sie Geld und reduzieren Abfall.

Alternativ können Sie Rinder- oder Pferdemist zum Düngen verwenden. In dem Mist ist der Stickstoff-Anteil besonders hoch. Allerdings sollten Sie für diesen Zweck ausschließlich kompostierten, bereits abgelagerten Mist vom Vorjahr einsetzen.

Der Bambus zeigt gelbe Blätter – Was jetzt?

Wenn der Bambus in Ihrem Garten plötzlich gelbe oder vertrocknete Blätter zeigt, ist das immer ein Alarmsignal. Entweder ist der Bambus von einer Krankheit betroffen oder es mangelt ihm an einem Nährstoff. Speziell ein Magnesium-, Silizium- oder Stickstoffmangel kann beim Bambus derartige Symptome hervorrufen. Damit bald wieder gesunde, grüne Halme nachwachsen, sollten Sie den Mangel beheben, indem Sie ihn großzügig mit Mist oder Bambusdünger versorgen. Verteilen Sie ihn im Wurzelbereich gleichmäßig und wässern Sie die Pflanze danach gut.

Abschließende Tipps für die richtige Nährstoffversorgung der Bambuspflanzen

Es besteht die Möglichkeit, die Erdschicht um den Bambus herum mit Rindenmulch zu bedecken. Dann speichert das Erdreich die Feuchtigkeit besser, sodass Sie seltener gießen müssen. Verteilen Sie aber nur so viel Mulch, dass noch ausreichend Luft an den Boden gelangen kann. Wenn der Bambus in Ihrem Garten einen sehr sauren Standort erhalten hat, ist es ratsam, einmal jährlich ein wenig Gartenkalk zu verteilen. So können Sie den pH-Wert etwas anheben, was dem Bambus gut bekommt.

Egal, welchen Dünger Sie für den Bambus wählen, bei allen Düngemitteln gilt: Düngen Sie immer nur in Maßen, um die Umwelt und auch Ihren Geldbeutel zu schonen. Zudem vermeiden Sie so eine Überdüngung, die dem Bambus schaden würde.

Im Idealfall entnehmen Sie vor der Düngung einmal im Jahr eine Bodenprobe vom Standort des Bambus und lassen diese in einem Institut analysieren. Dann wissen Sie ganz genau, welche Nährstoffe bereits im Erdreich enthalten sind und welcher Dünger am besten geeignet ist. Zudem können Sie auf diese Weise eine Überdüngung ebenso vermeiden wie einen Nährstoffmangel.

Zusammenfassung

Bambus sollte regelmäßig mit einem stickstoffreichen Dünger versorgt werden, da er ein schnelles Wachstum zeigt. Die Düngung erfolgt ab April bis Ende August ungefähr zwei bis dreimal. Gedüngt wird mit Bambusdünger oder mit Biodünger wie Kaffesatz oder Mist.

Artikelbild: © Sofiaworld / Bigstock.com

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