Betonsteine versiegeln – so geht’s

Betonsteine versiegeln – so geht’s

Betonpflastersteine bieten sich für Terrasse, Auffahrt, Garten und Mauern an. Damit gepflasterte Wege und Flächen von langer Lebensdauer sind, ist eine Versiegelung wichtig. Sie schützt die Oberfläche gegen Wind, Regen, Schnee und Grünbewuchs. Bevor Betonsteine oder -platten versiegelt werden können, muss die Oberfläche jedoch gründlich gereinigt werden.

Vorbereitung der zu versiegelnden Oberfläche

Es macht wenig Sinn, verschmutzte oder bewachsene Oberflächen zu versiegeln. Bei geschlossenen Fugen oder der fugenlosen Verlegung muss nur die Oberfläche gereinigt werden. Tritt Bewuchs durch millimeterdicke Ritzen, muss auch dieser entfernt werden. Bei offenen Fugen müssen zunächst die Fugen gereinigt werden. Unkraut, Moos und lose Kieselsteine sollten vor dem Versiegeln aus dem Weg geräumt werden. Zur Reinigung empfiehlt sich jedoch kein Hochdruckreiniger. Das leistungsstarke Reinigungsgerät greift die Poren der Betonsteine an. Selbst wenn nach der Anwendung die Oberfläche zunächst sauber wirkt, wird durch die erweiterten Poren in den Steinen die Neuverschmutzung und Korrosion gefördert. Die mechanische Reinigung ist zwar zeitaufwändiger und anstrengender, aber langfristig der bessere Weg für eine lange Lebensdauer.

Zunächst sind Ritzen und Fugen gründlich zu reinigen. Bei schwer zugänglichen Stellen kann ein Messer helfen, Unkraut mit den Wurzeln zu entfernen. Eventuelle Fugenschäden sind mit Fugenmasse auszubessern. Fettflecken sind mit Sodawasser oder mithilfe von mit Spülmittel vermischtem Wasser zu entfernen. Bei alten Betonsteinen kann eine Terpentinlösung zur Reinigung verwendet werden. Hartnäckige Verschmutzungen sind mit Sand wegzuschrubben. Wenn alle Verunreinigungen entfernt worden sind, kann die Fläche mit Wasser abgespritzt werden. Damit die Steine schneller trocknen, sollte die Oberfläche mithilfe des Abziehers von überschüssiger Flüssigkeit befreit werden.

Vorteile von versiegelten Betonsteinen

Die Versiegelung wird im Idealfall direkt nach dem Verlegen der Betonsteine aufgetragen. Während die Versiegelung von Betonsteinen bei Mauern vor allem der Vermeidung von Grünbewuchs dient, erfüllt sie bei flächig verlegten Betonsteinen und -platten mehrere Funktionen:

  • Pflegeleichtigkeit und bessere Reinigung
  • Schutz vor Moos, Flechten und Algen
  • Schutz vor Altersspanbildung
  • Frostschutz
  • Schutz vor Regen und Schnee
  • Schutz vor dem Eindringen von Fremdstoffen und Tausalz

H2. Spezialfall: Fugen

Werden Betonsteine imprägniert oder versiegelt, wird auf die Steine ein schützender Film aufgetragen, jedoch bleiben die Fugen häufig weiterhin ungeschützt, wenn nicht gründlich gearbeitet wird. Wer die Versiegelung lediglich aufspritzt, sollte darauf achten, diese auch in die Fugen zu verteilen.

Die richtige Versiegelung wählen

Im Handel sind für die unterschiedlichen Gesteinsarten jeweils passende Versiegelungen erhältlich. Obwohl vor allem in die Jahre gekommene, poröse Betonsteine zum Schutz versiegelt werden sollten, ist darauf zu achten, dass das Material diffusionsoffen bleibt. Hermetisch abriegelnde Mittel sind ungeeignet und können beispielsweise Frostschäden fördern.

Spezielle Versiegelungsmittel auf Epoxidharz- oder Dispersionsbasis sind für Betonsteine- und platten geeignet. Auf Wunsch sind diese Versiegelungen auch in unterschiedlichen Farben erhältlich, um für ansprechende Effekte oder einen neuen Look zu sorgen.

Testen Sie vor dem Auftragen das Versiegelungsmittel, indem Sie es zunächst nur auf einen kleinen Bereich auftragen. Nach dem Trocknen kann geprüft werden, ob das Wasser tatsächlich einfach abperlt.

Kosten und Pflege der Versiegelung

Die Kosten für Betonsteinversiegelung belaufen sich je nach Produktart im unteren bis mittleren zweistelligen Bereich pro Liter. Ein Liter ist ausreichend für etwa einen Quadratmeter zu versiegelnder Fläche. Eine einfache Versiegelung schützt die Oberfläche gegen normale Umwelteinflüsse. Für einen dauerhaften Oberflächenschutz ist die regelmäßige Reinigung und Nachimprägnierung notwendig. In der Regel genügt es, die Fläche einmal jährlich mit einer weichen Bürste und Wasser von Schmutz zu befreien. Premium-Produkte basieren auf UV-Licht-Aushärtung und bieten noch besseren Schutz vor Witterungsschäden und sind resistent gegen selbst hartnäckigen Schmutz wie Altöl. Eine Nachbehandlung ist hier meist nicht nötig. Daher empfehlen sich diese Produkte vor allem für den Außenbereich.

Zusammenfassung

Zur Vermeidung von Moos und anderem Bewuchs empfiehlt es sich, Betonsteine zu versiegeln. Die Versiegelung schützt außerdem vor Witterungsschäden und altersbedingter Korrosion und trägt so zu einer erhöhten Lebensdauer des Steins bei. Bevor die Lösung aufgetragen werden kann, muss die Oberfläche gründlich manuell gereinigt werden. Nach dem Auftragen und Trocknen der Versiegelung genügt es, die Fläche regelmäßig mithilfe des Gartenschlauchs abzuspülen oder mit einer weichen Bürste abzuputzen.

Artikelbild: © pcphotos / Bigstock.com

1 Kommentar

  1. Regina Malsch 09.08.2017 18:14 Uhr

    Ich möchte etwa 30 Quadratmeter gereinigt und imprägniert sowie die Fugen mit Kunstharz versehen haben. Was könnte das kosten und wo finde ich einen Fachbetrieb?

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