Betonsteinpflaster

Betonsteinpflaster

Betonsteinpflaster eigenen sich sehr gut für die Ausgestaltung einer Terrasse oder auch einer Auffahrt. Sie sehen nicht nur schick und gepflegt aus, sondern haben auch zahlreiche andere Vorteile.

Vorteile

Eine mit Betonsteinpflastern gestaltete Terrasse ist praktisch, weil sie:

  • pflegeleicht und leicht zu säubern ist
  • einen stabilen Grund für Gartenmöbel bietet
  • im Vergleich zu Naturstein preiswert ist
  • einen Teil aufwändiger Rasenpflege erspart
  • frostbeständig ist

Welche Steine sind die richtigen?

Es gibt ein sehr breites Angebot an Betonsteinpflastern. Welche Steine für Sie in Frage kommen, hängt davon ab, welche Oberfläche, welches Muster und welches Fugenpflaster Ihre Terrasse haben soll. Eine gute Möglichkeit, sich über die verschiedenen Varianten zu informieren, ist natürlich das Internet.

Besuchen Sie auf jeden Fall aber auch einen Baumarkt oder mehrere, um sich ein genaues Bild über die verschiedenen Steine zu machen.

Ein wichtiges Auswahlkriterium ist auf jeden Fall die zukünftige Belastung der Terrasse. Normalerweise werden im privaten Bereich Pflastersteine in einer Stärke von 6 bis 8 cm eingebaut. Wenn Sie also keine außergewöhnlich schweren Gartenmöbel Ihr Eigen nennen, dürften diese Steine die richtigen sein.
Stärkere Steine benötigen Sie bei einer Auffahrt zum Grundstück oder Einfahrt zur Garage, die regelmäßig von Autos befahren wird. Hier wären 8 bis 10 cm eine gute Empfehlung.

Verlegung der Betonsteinpflaster

Unterbau und Pflasterbettung

Um ein gut tragendes Pflaster auf Ihrer Terrasse verlegen zu können, müssen Sie zu Beginn einige Erdarbeiten verrichten, um einen stabilen Unterbau zu fertigen. Je nach Beschaffenheit des Bodens und Belastung müssen Sie als Unterbau eine 10 – 30 cm starke Schicht aus Schotter bzw. Splitt und Kies einbringen. Diese Tragschicht verdichten Sie lagenweise bis zur Standfestigkeit.

Die Tragschicht muss planeben sein!

Eventuelle Unebenheiten dürfen später nicht durch die Pflasterbettung ausgeglichen werden, da sonst nach dem Abrütteln Mulden entstehen können. Planen Sie ein Gefälle von mindestens 2,5 % ein. Dieses dient unter anderem dazu, Regenwasser am Zulaufen an die Hauswand zu hindern. Bei wasserdurchlässigem Pflaster genügt 1 % Gefälle. Der Unterbau muss gut mit einer Rüttelplatte verdichtet werden, damit die Pflasterbettung nicht in den Unterbau wandern kann.
Als nächsten Schritt bringen Sie das Pflasterbett auf den Unterbau auf. Dazu beschichten Sie diesen mit einer Schicht aus Splitt von ca 4-5 cm oder einer Körnung aus Brechsand von 0/4 – 2/5 mm und ziehen diese sauber ab.

Diese abgezogene Schicht darf nicht betreten oder befahren werden!

Es ist wichtig zu wissen, dass die Pflastersteine trotz industrieller Fertigung niemals komplett identisch sind. Und dies ist der Sinn des Pflasterbetts – es schafft den Ausgleich für leichte Höhendifferenzen der Steine. Um die geforderte Höhe des fertigen Belages zu erreichen, muss das Pflasterbett mit einer Über¬¬höhung von ca. 1 – 2 cm angefertigt werden Um diese reduziert sich später nach dem Abrütteln die Endhöhe.

Randeinfassung der Pflasterfläche

Eine Randeinfassung ist nicht unbedingt notwendig, wird jedoch empfohlen, wenn die Pflasterflächen stärkeren Belastungen ausgesetzt sein werden. Für Randeinfassungen eignen sich Leistensteine, Palisaden oder Hoch- und Tiefbordsteine. Sollten Sie auf eine Einfassung verzichten, sollten Sie die äußere Betonsteinreihe mit einer Betonschulter zur angrenzenden Gartenfläche anlegen. Setzen Sie die Betonschulter so, dass sie später mit Rasen oder Erde überdeckt werden kann.

Steinverlegung

Wenn Sie das Pflasterbett vorbereitet haben, verlegen Sie die Pflastersteine winkel-, höhen-, und fluchtgerecht, wobei der Fugenabstand 3 – 5 mm betragen sollte. Wie bereits erwähnt, haben die Steine nie exakt die gleiche Größe, und mit den Fugen werden leichte Größenunterschiede kompensiert. Besonders bei kleineren Steinen sind Fugen sehr wichtig, da sie als elastische Stütze dienen, damit die Steine bei Belastung nicht kippen. Anschließend werden die Fugen mit Sand ausgekehrt.

Verwenden Sie Steine wechselweise aus mehreren Steinpaketen, um ein ausgewogenes Farbbild der verlegten Fläche zu erreichen.

Fugenverfüllung

Ist die Pflasterfläche fertig verlegt, bilden Steine, Fugen und Fugenmaterial eine optische und funktionelle Einheit. Dabei dient das Fugenmaterial als elastische Stütze zwischen den Steinen.

Nur bei einer ordnungsgemäßen Verfugung und Befüllung der Fugen ist die Betonsteinfläche voll funktionsfähig.

Das Fugenmaterial muss absolut sauber und trocken sein. Es darf z.B. keine färbenden Anteile enthalten, da diese eine Farbveränderung verursachen könnten. Benutzen sie auf keinen Fall Mörtel oder lehmhaltigen Sand. Es bieten sich hierfür Quarzsand, Gesteinsmehl oder Fugenmörtel auf Kunstharzbasis an. Achten Sie darauf, dass Sie nach jedem Einfüllen der Fugen den Pflasterbelag gründlich säubern.

Pflasterfläche abrütteln

Wenn die Fugen gefüllt sind und die Fläche getrocknet ist, muss sie abgerüttelt werden. Die Pflasterfläche muss vor dem Abrütteln absolut sauber sein. Benutzen Sie zum Abrütteln einen Flächenrüttler und bringen Sie dazu eine Gummimatte an. Erfolgt die Abrüttlung ohne Gummimatte, riskieren Sie dauerhafte Rüttelspuren auf der Oberfläche der Betonsteinpflaster. Führen Sie das Abrütteln in mehreren nebeneinanderliegenden Bahnen durch. Gehen Sie dabei von der äußeren zur inneren Bahn mit Überlappung vor. Nach dem Abrütteln müssen die Fugen erneut vollständig verfüllt werden, dies müssen Sie in Abständen bis zu einem Jahr nach der Verlegung in Abständen wiederholen. Unterbau, Pflasterbettung, Pflaster und Fugen mit Material bilden eine Einheit. Wenn Sie alle Empfehlungen beachten, bekommen Sie eine schöne und zuverlässige Betonsteinbefestigung Ihrer Terrasse oder Ihrer Einfahrt, an der Sie sicher lange Zeit Freude haben werden.

Zusammenfassung

Betonsteinpflaster sind sehr gut für die Auslegung von Terrassen oder Einfahrten geeignet. Eine mit solchen Steinen verlegte Terrasse sieht nicht nur hübsch aus, sondern bildet auch eine stabile Grundlage für Gartenmöbel. Für einen geschickten Heimwerker ist es nicht schwer, die Verlegung selbst durchzuführen.

Artikelbild: © simazoran / Bigstock.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.