Bohren oder Kleben? So halten Handtuchhalter und Zahnputzbecher bombenfest

Bohren oder Kleben? So halten Handtuchhalter und Zahnputzbecher bombenfest

Sind alle Bestandteile fertig eingebaut, alle Ritzen verfugt und die Fliesen verlegt, fehlt dem Bad nur noch eins: Die richtige Dekoration mit passenden Badaccessoires. In dieser Produktkategorie hat sich in den letzten Jahren viel getan. Die Artikel sind mehr als nur ein Accessoire. Sie integrieren sich in dem Badezimmer und werten die Optik auf. Die Badaccessoires von badwell.de beweisen, dass moderne Badaccessoires kaum als solche wahrgenommen werden. Mit ihrem modernen Design bringen sie ein Wohnzimmerfeeling ins Bad. Zur Auswahl von Handtuchhalter, Zahnputzbecher, WC-Wandarmatur und Co. gehört auch die Frage: Soll ich sie nur festkleben oder braucht es unbedingt die Bohrmaschine? Hier gibt es unterschiedliche Varianten – je nach den Modellen. Beide Verfahren haben sowohl Vor- als auch Nachteile.

Die richtige Bohrung: Achtung Wasserleitungen

So mancher Handwerker bevorzugt die „echte Männervariante“ und greift zur Bohrmaschine. Kein Eigenheim? Dann sollte vorher unbedingt ein Blick in den Mietvertrag geworfen werden, ob Bohrlöcher erlaubt sind. Auch ist eine erste Unternehmung die Suche nach den Leitungen hinter der Wand. Gerade im Bad sollte die Gefahr nicht unterschätzt werden, mit dem Bohrer auf eine Wasser- oder Stromleitung zu treffen. Eine generelle Orientierung kann sein, sich mindestens 20 Zentimeter von den Stellen fernzuhalten, an denen Leitungen aus der Wand kommen. Auf Nummer sicher geht der Heimwerker jedoch mit einem Leitungsfinder, den er im Baumarkt erstehen kann. Ist die Stelle ausgesucht, braucht es den richtigen Bohrer. Das hängt vom Material ab, in das gebohrt werden soll. Bei besonders hartem Material sollte zum Diamantbohrer gegriffen werden.

Bei der Fliese reicht der normale Bohrer. Hier gibt es zahlreiche Tipps, wie die Fliese nicht reißt. Aber auch die Fliesenfuge kann genutzt werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass das Bohrloch nicht größer wird, als die Fuge breit ist. Sonst kann auch hier die Seite der Fliese beschädigt werden. Wer Angst hat, mit dem Bohrer abzurutschen, kann einen Kreppbandtrick anwenden. Einfach auf die betreffende Stelle kleben und darauf den Bohrer ansetzen.

Wer mit Bohrlöchern arbeitet, sollte jedoch auch den Dübel nicht unterschätzen. Er ist ebenso ausschlaggebend für die spätere Tragkraft. Kleine und leichte Accessoires können mit einem Universaldübel halten, für schwerere Objekte empfiehlt sich jedoch der Langschaftdübel. Besonders schwere Gegenstände halten spezielle Hohlraumdübel. Die Verpackung verrät, bis zu welcher Last der Dübel gedacht ist.

Bombenfest geklebt: Saugkraft oder Kleber nutzen?

Wer sich unsicher ist, die Bohrmaschine nicht mag oder gar einen Streit mit dem Vermieter wegen zu vieler Bohrlöcher vermeiden will, der sollte zur Klebevariante greifen. Dem Heimwerker stehen zur Auswahl:

  • Spezialkleber
  • Klebestrips
  • Montage-Klebeband
  • Saugnäpfe

Die erste Möglichkeit ist ein spezieller, auf Dauer elastischer Kleber, der auf die Platte des Accessoires gegeben wird und dann an die Fliese aufgedrückt wird. Wichtig ist hier: Die Fliese vorher reinigen und eine Trockenzeit von 24 Stunden einhalten. Erst danach sollte das Accessoire in die Halterung gegeben werden. Zahlreiche im Handel angebotene Kleber halten nicht nur auf der Fliese, sondern auch auf anderen Untergründen wie Stahl, Glas oder Naturstein. Hier gibt es verschiedene Angebote: von Tuben bis hin zu Kartuschen. Beim Anbringen hat der Handwerker auch die Möglichkeit, noch kleine Korrekturen vorzunehmen. In einem kleinen Zeitfenster ist der Kleber noch flexibel, bevor er antrocknet. Achten Sie auf die Maximalbelastung. Ist das Accessoire irgendwann fehl am Platz, kann es einfach entfernt werden. Die Kleberrückstände lassen sich mit Spachtel, Silikonentferner oder Aceton beseitigen.

Die zweite Möglichkeit, die dem Handwerker zur Verfügung steht, sind Klebestrips. Diese werden direkt auf den Untergrund für einige Sekunden angedrückt, halten auf Glas und Fliesen und lassen sich nach Gebrauch rückstandslos beseitigen. Die Klebestrips haben jedoch den Nachteil, dass sie meist nur geringe Lasten tragen können. Nicht immer sind sie für die Badaccessoires geeignet. Achtung Handtuch: Das ist im nassen Zustand deutlich schwerer als im trockenen!

Bei schwereren Fällen sollte der Heimwerker daher besser zum Montage-Klebeband greifen. Damit hält auch ein Spiegel an der Tür. Wichtig im Bad ist, dass das Klebeband temperatur- und wasserbeständig ist. Diese Angaben sind meist auf der Verpackung zu finden. Der Nachteil des Klebebands: Nicht immer lässt es sich einfach rückstandslos entfernen. Hier muss nach Ablösung mit Spachtel und Co deutlich nachgeholfen werden. Die starke Haftwirkung kann auch den Untergrund dabei beschädigen. Ebenso lässt sich Montage-Klebeband nicht mehr korrigieren – hier ist ein zweiter Mann wertvoll, der das waagerechte Anbringen kontrolliert. Der clevere Handwerker bleibt auch hier etwas unter der maximalen Traglast.

Die letzte Variante ist zum Saugen. So mancher Anbieter hat diese Accessoires im Sortiment, die mit einem Saugnapf ausgestattet sind. Jedoch fallen sie gerade im Bad häufig wegen der hohen Luftfeuchtigkeit ab. Doch hier kann der Heimwerker von zahlreichen Hausfrauentipps profitieren. Haarspray kann beispielsweise helfen: Dieses wird dünn auf die Fliese gesprüht, bevor der Saugnapf befestigt wird. So kann auch dieser bombenfest die Accessoires im Bad halten.

Fazit: Beides ist möglich und kann halten

Um das Bad mit den passenden Accessoires auszustatten, kann sowohl bohren als auch kleben die richtige Variante sein. Die Wahl hängt von äußeren Bedingungen (Bohrverbot im Mietvertrag), Traglasten und auch den Vorlieben des Handwerkers ab. Wer sich richtig informiert, kann kaum etwas falsch machen. Und in so manchen Fällen lohnt sich auch mal der Blick ins Hausfrauenforum – für die wertvollen Tipps rund um die Badezimmeraccessoires!

Artikelbild: © Guschenkova / Shutterstock

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