Brombeeren düngen – Zeitpunkt und Düngerauswahl

Brombeeren düngen – Zeitpunkt und Düngerauswahl

Brombeeren wachsen üblicherweise wild in Wäldern, wo sie von vielen Menschen im Spätsommer und Herbst gerne gesammelt werden. Die leicht säuerlichen Früchte können Sie pur genießen, zu Marmelade verarbeiten oder für Desserts verwenden. Auch im eigenen Garten ist es einfach, die Pflanzen zu kultivieren. Sie benötigen verhältnismäßig wenig Pflege, solange ein geeigneter Standort gewählt wird. Wichtig ist lediglich, die Beerensträucher regelmäßig zu schneiden, damit sie nicht zu wuchern beginnen und sich schon bald im gesamten Garten ausbreiten. Für einen reichen Ertrag ist es zudem erforderlich, die Brombeeren mit einem geeigneten Dünger zu versorgen. Mit den nachfolgenden Tipps kann beim Düngen der Brombeeren nichts schiefgehen.

Regelmäßige Düngergaben sind für alle Beeren wichtig

Ganz egal, ob Sie Brombeeren oder eine andere Beerensorte wie Himbeeren, Stachelbeeren oder Heidelbeeren im Garten anbauen möchten, auf eine regelmäßige Düngergabe und eine ausreichende Wasserzufuhr kann bei den Beerensträuchern grundsätzlich nicht verzichtet werden. Nur dann bringen die Pflanzen eine reiche Ernte. Der Dünger ist zudem wichtig, damit das Obst den richtigen Reifezustand erreichen kann.

Wenn die Früchte an den Ranken der Brombeeren nicht richtig ausreifen, kann das entweder an einer unzureichenden Mineralien- und Nährstoffzufuhr liegen oder auf eine Krankheit hinweisen.

Der pH-Wert des Bodens spielt eine wichtige Rolle, wenn Sie Brombeeren düngen möchten. Er ist ideal, wenn er ungefähr beim Wert 5 liegt, denn die Beeren bevorzugen ein leicht saures Milieu.

Welche Ansprüche hat die Brombeere an den Boden?

Prinzipiell haben Brombeeren einen sehr hohen Nährstoffbedarf. Das liegt daran, dass die Sträucher jedes Jahr eine beträchtliche Wuchsleistung an den Tag legen. Bei allen Sorten bilden sich die Früchte am zweijährigen Holz. Deshalb sollten die abgeernteten Ranken im Herbst kurz über dem Boden abgeschnitten werden, damit die Pflanze den Winter gut übersteht. Nach diesem Schnitt bilden sich im darauffolgenden Jahr neue Triebe.

Um den besten Dünger für die Pflanze auszuwählen, ist es wichtig, ihre Ansprüche an den Boden zu kennen. Für einen reichen Fruchtbesatz benötigen Brombeeren eine Erde mit genügend Kalium. Falls Sie die Brombeeren mit einem handelsüblichen Dünger versorgen möchten, ist es daher am besten, einen speziellen Beerendünger zu wählen. Er enthält einen hohen Anteil an Kalium.

Welcher Dünger eignet sich für die Brombeere am besten?

Speziell Blaukorn ist als chemischer Dünger für Brombeeren sehr beliebt. Er sollte bescheiden dosiert werden, um eine Überdüngung zu vermeiden. Düngen Sie die Brombeeren damit am besten im Frühjahr sowie bei Bedarf noch ein weiteres Mal kurz vor der Reifezeit der Beeren. Die Handhabung eines solchen Düngers ist besonders leicht: Streuen Sie die Körner einfach auf den Boden rund um die Sträucher. In den nächsten zwei Wochen lösen sie sich durch die Regenfälle auf und geben die Nährstoffe Stück für Stück an die Erde ab, wo sie von den Wurzeln der Sträucher aufgenommen werden.

Welcher biologischer Dünger kommt alternativ in Frage?

Die Anzahl der Gärtner, die in ihrem eigenen Garten nach biologischen Anbaukriterien arbeiten, wächst zunehmend. In einem solchen Fall kommen chemische Düngermischungen aus dem Handel natürlich nicht in Frage. Eine gute, biologische Alternative stellt der klassische Kompost dar. Darüber hinaus gibt es noch ein paar weitere ökologische Alternativen zum chemischen Blaukorn, wie zum Beispiel:

  • Hühnermist
  • Pferdemist
  • Kuhmist (als Pellets im Baumarkt erhältlich)
  • Aus Rasenschnitt entstandener Mulch

Wenn Sie mit Stallmist düngen möchten, sollten Sie diesen vor der Düngung ein paar Wochen lagern.

Beim Pflanzen junger Brombeeren empfiehlt es sich, in das ausgehobene Loch am gewünschten Standort direkt ein wenig Mist oder Kompost einzuarbeiten.

Auf diese Weise geben Sie den Brombeeren gleich eine gute Starthilfe und sorgen für ein schnelles und gesundes Wachstum.

Wie wird der Dünger ausgebracht?

Wie der Dünger für die Brombeeren ausgebracht wird, richtet sich unter anderem nach dem ausgewählten Düngemittel sowie nach den aktuellen Witterungseinflüssen. Beachten Sie immer auch die Anweisungen des Herstellers auf der Verpackung, wenn Sie einen Dünger aus dem Handel verwenden. Blaukorn und viele Beerendünger werden beispielsweise in Form von Granulat angeboten. Diese Körner werden auf dem Boden um die Sträucher herum lose verteilt. Das hat den Vorteil, dass die Nährstoffe und Mineralien des Düngers erst nach und nach an die Pflanzen abgegeben werden. Dementsprechend hält die Wirkung länger an. Allerdings bedarf es bei derartigen Düngemitteln nachfolgenden Regenfällen, damit sich die Körner überhaupt auflösen. Wenn es nicht regnet, sollten Sie mit einer regelmäßigen leichten Bewässerung nachhelfen.

Bei starken Regenfällen sollte jedoch nicht gedüngt werden, da die Wirkung des Düngers dadurch erheblich herabgesetzt werden könnte. Außerdem darf es beim Düngen nicht zu heiß sein. Vermeiden Sie es, bei starker Sonneneinstrahlung zu düngen, denn dadurch könnten die Beeren regelrecht verbrennen.

Teilweise wird im Handel auch Flüssigdünger für Brombeeren angeboten. Er hat eine schnellere Wirkung, weil er direkt in das Erdreich einzieht. Allerdings ist seine Wirkung nicht so langanhaltend. Falls Sie organischen, natürlichen Dünger in seiner ursprünglichen Form verabreichen – also beispielsweise Kompost, Pferdemist oder Humus – so muss dieser von Hand in das Erdreich rund um die Brombeeren eingearbeitet werden. Auch dieser Dünger entfaltet seine Wirkung erst nach und nach, weil er sich nach dem Einarbeiten noch zersetzt. Er hat daher ebenso wie Blaukorn oder anderer Beerendünger in Granulat-Form eine langanhaltende Wirkung.

Was tun, wenn die Früchte trotz Dünger nicht richtig ausreifen?

Mitunter müssen Hobbygärtner die Erfahrung machen, dass die Früchte der Brombeersträucher trotz regelmäßiger Düngergaben nicht mehr richtig ausreifen. Sie bleiben dann unangenehm sauer. Dafür gibt es mehrere Gründe. Viele Brombeerpflanzen neigen zu einer massiven Fruchtbildung, womit der Strauch schlichtweg überfordert ist. In solchen Fällen ist es empfehlenswert, die Brombeeren kräftig auszulichten. Dabei büßen Sie zwar eine Vielzahl an Früchten ein, allerdings erhalten die übrigen Beeren so deutlich mehr Licht, wodurch sie insgesamt besser ausreifen können. Im Idealfall reduzieren Sie bereits im Sommer die Blütenanzahl. Dafür entfernen Sie ungefähr ein Drittel aller Blüten. Auch dadurch können Sie zwar im Spätsommer weniger Früchte ernten, diese reifen dafür aber vollständig aus und schmecken besser.

Wenn Sie diese Hinweise bereits berücksichtigen, die Früchte aber dennoch nicht richtig ausreifen, kann es auch sein, dass Sie die Brombeeren überdüngt oder mit einem falschen Dünger versorgt haben. Stickstoffdünger etwa ist für Brombeeren nicht geeignet. Zu einer Überdüngung kommt es speziell dann, wenn Sie mit einem chemischen Dünger aus dem Handel düngen. Halten Sie sich daher unbedingt an die Empfehlungen des Herstellers und düngen Sie lieber etwas sparsamer als angegeben. Um reife Früchte zu erhalten, gießen Sie die Pflanzen regelmäßig mit Brennnesseljauche oder -sud. Außerdem sollten Sie den Boden mit Mulch versehen, um das Problem mit den unreifen Früchten zu beheben.

Zusammenfassung

Normalerweise wachsen Brombeeren wild im Wald und bilden in ihrer natürlichen Umgebung eine Vielzahl an Früchten aus, allerdings benötigen im Garten kultivierte Brombeersträucher regelmäßige Düngergaben für eine reiche Ernte. Beim Düngen ist wegen des starken Wachstums auf eine ausreichende Kaliumzufuhr zu achten, die beispielsweise mit einem speziellen Beerendünger erreicht werden kann. Wer in seinem Garten Wert auf biologische Düngemittel legt, kann auf handelsübliche chemische Dünger verzichten und die Beeren stattdessen mit Pferdemist, Kuhmist, Kompost oder Mulch aus Rasenschnitt düngen.

Artikelbild: © kostik2photo / Bigstock.com

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