Buschrosen

Buschrosen

Buschrosen erfreuen das Herz eines jeden Gärtners aufgrund ihrer voluminösen Pracht, ihrer Pflegeleichtigkeit. Darüber hinaus können viele Buschrosen mehrmals im Jahr blühen, sodass man lange und umfangreich, bei überschaubarem Aufwand, Freude an ihnen hat. Allerdings handelt es sich bei dem umgangssprachlich geläufigen Begriff “Buschrose“ nicht um eine korrekte botanische Bezeichnung bzw. Gattung. Korrekterweise spricht man eigentlich von Strauchrosen, die zwischen 80 cm und 150 cm hoch wachsen, von buschigem Wuchs sind und sich für separate Kultivierung eignen. Im weiteren Sinne zählen also auch Beetrosen zu dieser Art der Rosen. Im Folgenden werden wir der Einfachheit halber weiterhin den Begriff der Buschrosen verwenden.

Buschrosen „Sorteny“

Buschrosen bzw. Strauchrosen gibt es in den mannigfaltigsten Erscheinungen. Was Form und Beschaffenheit der Blüten sowie deren Färbung anbelangt, kann man wirklich aus dem Vollen schöpfen. Es folgt eine kleine Auswahl, um diesen Reichtum an Gartenfreuden zu illustrieren.

Beetrose „Cherry Gold“

Die Beetrose Cherry Gold ist eine jener Buschrosen, die mehrmals im Jahr blüht, wobei sich die Blütezeit typischerweise von Juni bis Oktober erstreckt. Die kirschroten, gefüllten Blüten verleihen dieser Gattung ein gleichermaßen klassisches wie edles Erscheinungsbild. Wuchshöhe (70 cm) und Wuchsbreite (60 cm) sind vergleichsweise Dezent, was die Gattung besonders zur Ergänzung umfangreicherer Arrangements prädestiniert.

Buschrose „Eifelzauber“

Etwas wuchtiger kommt da schon die Buschrose Eifelzauber daher, die es auf eine Wuchshöhe von 120 cm und eine Wuchsbreite von 70 cm bringt. Ihre gefüllten, pastellfarbenen, rosa Blüten sind ebenfalls von recht klassischem Erscheinungsbild. Erwähnenswert ist dabei die überdurchschnittliche Größe der Blüten. Ferner ist die Sorte sehr robust, was sie insbesondere für Anfänger oder Gärtner mit eher straffem Zeit-Budget interessant macht.

Buschrose „Grandhotel“

Die Buschrose Grandhotel wird eingedenk ihrer Ausmaße (Wuchshöhe 180 cm; Wuchsbreite 80 cm) ihrem Namen voll gerecht. Ihre weichen, tiefroten Blüten sind ein Augenschmaus, an dem man sich gleich mehrfach im Jahr erfreuen kann, da auch sie mehrmals blüht. Eingedenk ihrer Dimensionen (insbesondere der Höhe) ist sie etwas aufwändiger in der Pflege.

Buschrose „Schneewittchen“

Ein preisgekrönter Klassiker ist die Buschrose Schneewittchen. Wie der Name erahnen lässt wird sie durch strahlend weiße, halb gefüllte Blüten geziert. Diese blühen das gesamte Jahr. Wo andere Buschrosen also mit mehrfacher Blüte im Jahr bezaubern, setzt Schneewittchen noch einen oben drauf und behält ihr Blütenkleid für die gesamte Saison. Mit einer Wuchshöhe bis 120 cm und einer Wuchsbreite von rund 60 cm ist sie von den Dimensionen her im Mittelfeld.

Strauchrose „Caramella“

Die Strauchrose Caramella, mit einer Wuchshöhe von 120 cm und einer Wuchsbreite von 70 cm, blüht wiederum mehrfach im Jahr. Die Blüten sind dabei stets von beachtlichem Umfang, gefüllt und von bernsteingelber Farbe.

Dies ist nur eine kleine, beispielhafte Auswahl an Buschrosen, die bereits erahnen lässt, was Buschrosen an dekorativen Qualitäten alles mit sich bringen können.

Pflege von Buschrosen

Generell sind Buschrosen recht pflegeleicht. Ganz ohne Pflege geht es aber freilich auch bei ihnen nicht. Daher ein paar Tipps bzgl. Standort und Pflegemaßnahmen:

Buschrosen bevorzugen eine exponierte, sonnige Lage. Wie für die meisten Rosen üblich, sollte das Erdreich locker und nährstoffreich sein, damit die Pflanzen angemessen wurzeln können. Die Bodenqualität kann man mit vorzugsweise organischen Düngemitteln sowie mit spezieller Rosenerde auf einem hohen Niveau erhalten. Wie die meisten Zierpflanzen bedürfen auch Buschrosen regelmäßiger Bewässerung und Unkräutern sollte der Weg zum Komposthaufen bzw. in die grüne Tonne gewiesen werden. Verblühte Bestandteile sollte man regelmäßig entfernen, auf dass die Pflanze ihre Energie in die noch frischen bzw. aufblühenden Blüten investieren kann.

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Buschrosen schneiden

Wie oft und mit welcher Vorgehensweise man seine Buschrosen schneidet, hängt von dem Erscheinungsbild ab, das man für den Busch bzw. Strauch anstrebt. Generell gilt: Je weniger man zurückschneidet, desto buschiger bzw. dichter und breiter verzweigt sich die Pflanze. Wer also eine besonders ausladende Form anstrebt, wird nur sehr gezielt und filigran zu Werke gehen. Will man hingegen auf einen weniger dichten Wuchs zu Gunsten einiger weniger aber umso auffälligerer Blüten setzen, dann muss man ungleich radikaler vorgehen. Man schneidet dann auf zwei bis drei Augen zurück, um sämtliche Triebe zu starkem Wuchs zu animieren und später die Rosinen herauszupicken (bzw. um diese EBEN NICHT herauszupicken).

Mindestens einmal im Jahr wird man seine Buschrose schneiden müssen. Dies tut man naheliegenderweise im beginnenden Frühjahr. Unabhängig davon, welchen Wuchs man für seine Buschrosen anstrebt, sind folgende Maßnahmen immer zu beachten.

  • Der Schnitt im Frühjahr sollte immer dann erfolgen, wenn die ersten Rosen blühen und nicht mehr mit Frost zu rechnen ist
  • Folgende Zweige bzw. Triebe sollten immer entfernt werden
    • Alle erfrorenen, abgestorbenen Zweige
    • Nach innen wachsende Triebe kappen
    • Gar zu zart geratene Triebe komplett entfernen
    • dabei keine Zweige Quetschen
  • Bei der Schnittführung ist Folgendes zu beachten:
    • stets quere, diagonale Schnitte, damit sich an den Schnittstellen keine Staunässe bilden kann
    • Schnitte sollten immer knapp oberhalb eines nach außen gerichteten Auges angesetzt werden
  • Die Rosenschere sollte folgende Merkmale erfüllen
    • sauber und desinfiziert
    • ab und zu schärfen

Generell sollten niedrig wachsende Buschrosen bis auf 15 cm bis 20 cm Trieblänge gestutzt werden. Bei tendenziell höher wachsende Strauchrosen wird eine Schnitthöhe von 40 cm bis 60 cm Trieblänge angestrebt. Sind die Busch- bzw. Strauchrosen von eher schwächlicher Erscheinung, sollte man sie stärker zurückschneiden.

Im Normalfall wird man abseits des Frühjahrs nur zu Korrekturzwecken zur Rosenschere greifen (verblühte Triebe im Sommer). Einen Ausnahmefall kann natürlich parasitärer Befall durch Pilze darstellen. Dann sollten betroffene Stellen umgehend abgeschnitten werden und im Hausmüll (!) entsorgt werden.

Vermehrung von Buschrosen

Buschrosen lassen sich auf drei Arten vermehren: mittels Stecklingen, mittels Absenkern sowie durch Veredelung. Eine Vermehrung durch Stecklinge ist dabei die einfachste und für die meisten Buschrosen auch praktikabelste Methode. Dabei geht man vor wie folgt:

  • Kopfsteckling mit fünf Augen und einer verwelkten Blüte abschneiden.
  • Schnitt knapp unterhalb einer nach außen gerichteten Knospe
  • Alle Blüten entfernen
  • Bis auf ein Blatt zwei Drittel des unteren Teils entlauben
  • Das Blatt halbieren
  • Steckling in Weidenwasser/Meeresalgen-Extrakt baden
  • Die Erde am gewählten Standort auflockern
  • Den Steckling bis auf das gerade noch sichtbare Blatt einpflanzen
  • Ein transparentes Behältnis (Glas) darüber setzen
  • Auf Wasserversorgung achten
  • Ab und an lüften
  • Im Winter mit Stroh oder Reisig abdecken

Nach Ablauf von rund drei drei Jahren kann man die neue, ausgereifte Buschrose umpflanzen. Dabei handelt es sich um die wie gesagt einfachste Art der Vermehrung. Die ideale Zeit um ein solches Unterfangen einzuleiten sind die Sommermonate bis August. Beachten sollte man, dass manche Sorten nicht vermehrt werden dürfen (solche mit einem ® auf dem Etikett).

Eine Vermehrung durch Veredelung ist ungleich aufwändiger, da man hierbei versucht Wildrosen zu kultivieren. Und eine Vermehrung mittels Absenker ist nur mit solchen Buschrosen praktikabel umsetzbar, die besonders weiche und biegsame Triebe aufweisen. Wir empfehlen daher die Vermehrung mittels Steckling als probates Mittel. Auch wenn sie am längsten dauert.

FAQ zu Buschrosen – Die häufigsten Fragen

Wie und wann werden Buschrosen eingepflanzt?
Buschrosen werden am besten im Herbst gepflanzt, da sie dann besonders gut anwachsen und früher ihre Blüten ausbilden. Vor dem Pflanzen werden wurzelnackte Rosen gewässert. Außerdem sollten die Triebe von wurzelnackten Exemplaren auf 20 Zentimeter zurückgeschnitten werden. Das Pflanzloch muss einen Durchmesser von mindestens 40 Zentimetern und eine ausreichende Tiefe aufweisen. Außerdem sollte die Veredelungsstelle circa fünf Zentimeter unterhalb der Erdoberfläche liegen.

Wann werden Buschrosen geschnitten?
Wie für alle Rosensorten so gilt auch für Buschrosen, dass der optimale Zeitpunkt für den Schnitt gekommen ist, wenn die Forsythien-Sträucher in voller Blüte stehen.

Wie schneidet man Buschrosen?
Man schneidet alle abgestorbenen Zweige ebenso ab wie die Triebe, die nach innen wachsen. Buschrosen, die eher niedrig wachsen, werden auf eine Trieblänge von bis zu 15 Zentimetern gekürzt. Strauchrosen, die ein höheres Wachstum aufweisen, stutzt man auf eine Trieblänge von etwa 60 Zentimetern. Jeder Schnitt sollte über einem Auge erfolgen, das nach außen gerichtet ist. Beim Rosenschnitt kommt es ganz besonders auf sauberes, scharfes Schneidewerkzeug an.

Wie muss man Buschrosen pflegen?
Buschrosen gedeihen gut, wenn sie einen luftigen und sonnigen Standort sowie eine durchlässige, lockere und nährstoffreiche Erde erhalten. Der Boden sollte mit Rosenerde oder Kompost angereichert werden. Außerdem ist eine regelmäßige Wasserzufuhr notwendig. Darüber hinaus müssen verwelkte Blüten täglich entfernt werden.

Wie kann man Buschrosen stützen?
Um ausladende Äste der Buschrosen zu stützen, findet man im Handel spezielle Rosenstützen. Dort lassen sich die Zweige der Rosen anbinden, ohne dass die Gesamtoptik vermindert wird.

Wie erfolgt die Überwinterung von Buschrosen?
Buschrosen sind winterhart und müssen im Winter nicht durch besondere Maßnahmen geschützt werden.

Wann und wie werden Buschrosen umgepflanzt?
Prinzipiell können Buschrosen das ganze Jahr über umgepflanzt werden. Der beste Zeitpunkt ist jedoch im Herbst. Beim Ausgraben ist Vorsicht geboten, damit der Rosenstock nicht beschädigt wird. Am neuen Pflanzort sollte ein ausreichend breites und großes Pflanzloch vorbereitet werden. Vor dem Pflanzen müssen die Buschrosen schräg auf drei bis sieben Augen zurückgeschnitten werden.

Wie vermehrt man Buschrosen?
Buschrosen können mithilfe von Stecklingen oder durch Veredelung vermehrt werden. Beide Verfahren sind nicht einfach und gehören in die Hände von erfahrenen Pflanzenfreunden.

Wann blühen Buschrosen?
Die meisten Buschrosen beginnen im Juni zu blühen. Die Blütezeit dauert je nach Sorte bis in den Oktober oder November hinein.

Was sind Buschrosen?
Als Buschrosen bezeichnet man alle Rosensorten, die in Strauchform wachsen. Dazu gehören sämtliche Strauchrosen, die man besonders gerne in Einzelstellung pflanzt, aber auch einige Zwergrosen und Beetrosen mit kompakter und buschiger Wuchsform.

Welche Pflanzen passen zu Buschrosen?
Buschrosen lassen sich hervorragend mit Zwiebelblumen und anderen Blütenstauden kombinieren. Sehr schön wirken sie zum Beispiel mit Lavendel, Morgentau oder Herbstzauber.

Wie hoch werden Buschrosen?
Buschrosen erreichen durchschnittlich eine Höhe von 150 Zentimetern.

Wie sehen Buschrosen aus?
Buschrosen heben sich durch ihren buschigen Wuchs von anderen Rosensorten ab.

Wie schnell wachsen Buschrosen?
Sie wachsen schnell und erreichen meist schon im ersten Jahr nach dem Pflanzen ihre volle Höhe und Breite.

Artikelbild: © Alekcey / Shutterstock

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