Carport oder Garage – wo ist das Auto nachts am besten aufgehoben?

Carport oder Garage – wo ist das Auto nachts am besten aufgehoben?

Die Deutschen pflegen ihr Auto mit viel Liebe. Dazu gehört auch, dass das Fahrzeug nachts einen sicheren Abstellplatz erhält. Allerdings gehen die Meinungen der Autofahrer auseinander, wenn es um die Parklösung für daheim geht. Ein Carport oder doch eine Garage – was ist die bessere Wahl? Dieser Frage widmen wir uns im heutigen Ratgeber von Heimhelden.de.

Ein Carport ist preiswerter

Wer ein knappes Budget hat, sollte sich für einen Carport entscheiden. Er stellt eindeutig die günstigere Variante dar. Vorgefertigte Holz-Bausätze sind schon für ungefähr 1000 Euro erhältlich. Eine Garage kann problemlos das Fünffache davon kosten.

Gerade, wenn die Garage individuell gebaut wird, klettern die Kosten in die Höhe.

Beide Varianten erfordern aber ein wenig Papierkram, denn es wird eine Bauanzeige und oft sogar eine Baugenehmigung benötigt.

Die Garage ist sicherer

Wem eine hohe Sicherheit für sein Auto am Herzen liegt, der ist mit einer abschließbaren Garage gut beraten. Das Fahrzeug ist in der Garage optimal vor Diebstahl und Vandalismus geschützt. Gerade seltene oder wertvolle Autos gehören daher in eine Garage. Dasselbe gilt für witterungsempfindliche Fahrzeuge wie Cabrios und Oldtimer. Darüber hinaus bietet die Garage noch einen weiteren Vorteil: Sie schützt optimal vor Marderbissen. Dazu kommt noch, dass sie Stauraum für weiteres Zubehör wie Reifen oder ähnliches bietet. Wenn sie direkt ans Haus angeschlossen wird, kommen Sie zudem bei schlechtem Wetter trocken und warm in ihre Wohnung.

In der Garage: Die Belüftung hilft gegen Rostbildung

Gegen die Garage wird oft als Argument angebracht, dass sich dort nach Regenfahrten oder bei Schnee gern die Feuchtigkeit sammelt. Ein Carport hingegen ist besser belüftet. Doch bedeutet das auch, dass das Auto in der Garage schneller rostet? Nicht unbedingt. Eine gute Belüftung verhindert die Rostbildung. Zudem schützt die Garage besser vor Schnee, Eis und Feuchtigkeit, was wiederum Rost vermeidet.

Die Garage schützt besser vor extremen Wetterbedingungen. Im Sommer ist das Auto länger kühl und im Winter bleiben die Scheiben frei.

Der Carport hingegen kann nur eingeschränkten Schutz gegen das Wetter bieten. Wenn der Wind ungünstig steht oder es sehr kalt ist, frieren die Scheiben auch im Carport zu.

Die Garage wirkt sich positiv auf die Versicherung aus

In Ihre Entscheidung einbeziehen sollten Sie auch, dass Sie bei der Kfz-Versicherung mit dem sogenannten „Garagenrabatt“ sparen können. Die Versicherungsbeiträge werden bei Autos, die in der Garage abgestellt werden, preiswerter. Schließlich ist es bei Autos, die auf der Straße oder in einem Carport stehen, auch wahrscheinlicher, dass es zu Schäden kommt. Die Garage verhindert von vornherein viele Beschädigungen, zum Beispiel durch:

  • Vandalismus
  • Unwetter
  • Diebstahl

Meist liegt der Nachlass für Garagenfahrzeuge bei drei bis fünf Prozent. Einen Rabatt für Fahrzeuge im Carport gibt es oft nicht und falls doch, fällt er deutlich geringer aus.

Trotzdem sollten Versicherungsnehmer natürlich immer bei der Wahrheit bleiben. Der Carport darf also nicht als Garage angegeben werden. Andernfalls könnte die Versicherung die Ersatzleistung kürzen und die Prämie erhöhen.

Aus diesem Grund macht es wenig Sinn, in der Hoffnung auf günstigere Beiträge den Carport als Garage anzugeben.

Zusammenfassung

Bei der Frage, ob es eine Garage oder ein Carport sein soll, um das Auto daheim sicher abzustellen, sind sich deutsche Autofahrer nicht einig. Fakt ist, dass ein Carport die günstigere Wahl darstellt. Allerdings ist eine Garage sicherer und wirkt sich positiv auf die Versicherungsbeiträge aus.

Artikelbild: Dariusz Jarzabek / Bigstock.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.