Dachdämmung: Wie man Dampfbremsfolie anbringt

Dachdämmung: Wie man Dampfbremsfolie anbringt

Bei der Sanierung des Eigenheims stoßen Heimwerker früher oder später auf schwer lösbare Feuchteschutzprobleme. Ziel ist es, die vorhandene Bausubstanz mithilfe einer zusätzlichen Dämmung möglichst kostengünstig aufzuwerten, um die Immobilie auf ein modernes Anforderungsniveau zu heben.

Das Problem alter Gebäude

Altbauten haben alle eines gemeinsam: Ihr Wärmeschutz ist nicht auf dem neusten Stand der Technik. Somit führt kein Weg an der energetischen Verbesserung des Gebäudes vorbei. Besitzer von Altbauten befolgen viele Tipps zur Dachdämmung. Die größte Energieeinsparung ist häufig durch eine verbesserte Wärmedämmung zu erreichen. Das Problem dabei sind zum einen das eigene Budget, zum anderen aber auch die bauphysikalischen Grenzen. Wird im Nachhinein eine Innendämmung angebracht, können Probleme mit dem Feuchteschutz entstehen. Mit einer variablen Dampfbremse können Hobby-Handwerker die Situation verbessern. Sowohl variable als auch feuchteadaptive Dampfbremsfolie passt sich dem Dampfdiffusionswiderstand an.

Unterschied: Dampfsperre und Dampfbremse

Die Aufgabe einer Dampfsperre ist es, das Eindringen von Wasserdampf im ausgebauten Dach zu verhindern. Diese Aufgabe lässt sich nur dann realisieren, wenn der Werkstoff absolut lückenlos zwischen Dämmstoff und Innenputz verlegt wird. Die Feuchtigkeit der Raumluft kann durch die Verlegung der Folie nicht mehr das Dämmmaterial erreichen. Als Material kommt in der Regel Polyethylen oder Aluminium zum Einsatz.

Der Rohstoff der Dampfbremsfolien bestehen häufig aus Kraft- oder Wachspapier beziehungsweise Polyäthylenfolien. Dagegen sind nicht absolut luft- und wasserdampfdiffusionsdicht. Die Poren der Folie sind groß genug, dass Dampfmoleküle durchdringen können, Wassertropfen dagegen nicht. Das Material wird auf raumseitig auf die Dämmung verlegt. Auch hier ist darauf zu achten, dass die Verlegung absolut lückenlos erfolgt.

In 5 Schritten die Dampfbremsfolie anbringen

Egal wie Sie ihren Innenausbau vornehmen, sie sollten immer sicherstellen, dass die Dampfbremsfolien zu keiner Zeit beschädigt werden. Das gilt sowohl während der Montage der Folie als auch später. Bilder oder Möbel sollte man dementsprechend nicht an die Wände hängen.

  1. Je nach Alter der Dachkonstruktion ist es möglicherweise notwendig, alte Sparren mit imprägnierten Latten zu verstärken.
  2. Anschließend wird die Dampfbremsfolie ausgerollt, über die Sparren gezogen, und mit etwas Durchhang an die Sparreninnenseite getackert. Der Überstand der Folie sollte etwa zehn Zentimeter betragen.
  3. Müssen Bahnen angesetzt werden, sollten diese ebenfalls zehn Zentimeter überlappen. Die Bahnen können Heimwerker mit speziellen Systemklebebändern windluftdicht verschließen.
  4. Wer die Bahnen zuvor festgenagelt hat, sollte an dieser Stelle Anpressplatten an die Stellen schrauben, wo die Dampfbremsfolie angenagelt worden ist. So können Sie die Nagellöcher versiegeln.
  5. Sollten Entlüftungsrohe oder Schornsteine durch das Dach verlaufen, müssen Hobby-Handwerker die Dampfbremsfolie sauber einschneiden. Auf die Übergänge sollte man am besten eine weitere Schicht aufkleben, die ruhig über das Rohr oder den Schornstein liegen kann.

Wichtig: Theoretisch kann jeder Heimwerker Dampfbremsfolien selbst verlegen. Die sorgfältige Ausführung der Arbeit ist allerdings sehr wichtig. Bei unsachgemäßer Sanierung kann sich Tauwasser in der Dachkonstruktion bilden. Spätestens im Winter kondensiert das Wasser und tröpfelt im Extremfall in den Innenbereich.

Artikelbild: © Kzenon / Shutterstock

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