Dachrinne abdichten und reparieren: So geht’s

Dachrinne abdichten und reparieren: So geht’s

Eine undichte Dachrinne sollte schnellstmöglich abgedichtet und repariert werden. Der Grund: Sie hinterlässt nicht nur unschöne, fleckige Rückstände an der Hauswand, das herunter tropfende Regenwasser kann auch größere Beschädigungen an der Fassade nach sich ziehen. In diesem Heimhelden.de-Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie die Dachrinne bei kleinen und größeren Schäden abdichten und reparieren können und worauf Sie in diesem Zusammenhang achten sollten.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Reparatur?

Prinzipiell ist es am besten, eine schadhafte Dachrinne so schnell wie möglich zu reparieren. Auf diese Weise können Sie die Fassade vor weiteren Schäden bewahren.

Je länger Sie mit der Reparatur warten, desto größer wird der Materialschaden werden und desto komplizierter wird es später, die Dachrinne abzudichten.

Überprüfen Sie die Dachrinne daher zweimal jährlich auf Risse und Löcher, um diese umgehend reparieren zu können. Auch bei jeder Reinigung sollten Sie genau schauen, ob es eventuell Beschädigungen gibt, die Sie beheben müssen.

Wie lässt sich die Dachrinne abdichten?

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, um eine Dachrinne abzudichten:

  1. Abdichtung mit Silikon
  2. Abdichtung mit faserverstärkter Dichtmasse

Welche Variante sich besser eignet, hängt unter anderem davon ab, wie groß der Schaden ist.

Kleine Risse können Sie mit Heißkleber oder Silikon beheben. Größere Schadstellen werden hingegen mit Dichtmasse oder mit Flicken – die es beispielsweise für Fahrradreifen gibt – repariert.

Beide Methoden sind jedoch nur für die temporäre Reparatur geeignet. Bei größeren Beschädigungen hilft es laut Experten nur, das defekte Element der Dachrinne vollständig durch ein neues zu ersetzen.

So reparieren Sie kleine Löcher und Risse in der Dachrinne

Lösungsmittelfreies Silikon ist gut geeignet, um kleine Löcher oder Risse in der Dachrinne wieder abzudichten. Silikon haftet auch auf feuchten Untergründen und Metall sehr gut. Deshalb eignet es sich insbesondere dafür, leckende Dachrinnenübergänge und -anschlüsse zu reparieren. Säubern Sie den Bereich, den Sie abdichten möchten, zunächst gründlich. Tragen Sie dann eine ausreichende Menge Silikon auf die schadhafte Stelle auf und verteilen Sie sie weiträumig um das Leck. Das Silikon sollte gut glatt gestrichen werden, denn an kleinen Unebenheiten könnten Schmutzpartikel hängen bleiben, was zu Verstopfungen führen würde.

Wie Sie größere Schäden abdichten können

Für größere Beschädigungen bei einer Dachrinne aus Zink, Aluminium oder PVC empfiehlt es sich, Flicken oder Dichtstoffe für die Reparatur zu verwenden. Sie decken das Loch oder den Riss komplett ab und stabilisieren die Dachrinne wieder neu.

Als Faustregel gilt: Wenn die Schäden größer sind als zehn Millimeter, ist es besser, das defekte Rinnenstück durch ein neues auszutauschen.

Bevor Sie die Dachrinne mit einem Gewebestück reparieren, wird die defekte Stelle gründlich gesäubert. Außerdem hat es sich bewährt, die Oberfläche um den beschädigten Bereich mit einem Schmirgelpapier ein wenig anzurauen, damit der Dichtstoff besser haftet. Anschließend bringen Sie den Flicken den Herstellerangaben entsprechend an. Erhöhen Sie die Widerstandskraft der abgedichteten Stelle, indem Sie sie mit elastischer Dispersionsfarbe und Bitumen überstreichen. Dieser Schritt empfiehlt sich insbesondere bei Regenrinnen aus Metall. Nachdem Sie die Dachrinne repariert haben, können Sie mit Wasser überprüfen, ob die Stelle jetzt dicht und der Schaden somit behoben ist.

Zusammenfassung

Hausbesitzer sollten den Zustand der Regenrinne zweimal jährlich überprüfen, um Risse schnell reparieren zu können, bevor die Fassade Schäden davonträgt. Für die Reparatur eignet sich Silikon oder eine faserverstärkte Dichtmasse – je nachdem, wie groß das Loch oder der Riss in der Rinne ist.

Artikelbild: soupstock / Bigstock.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.