Das Carport als Alternative zur Garage

Das Carport als Alternative zur Garage

Der Spruch „Alles Gute kommt von oben“ trifft auf Automobile und Motorräder nicht wirklich zu. Denn für ihre Besitzer ist Schnee, Wind, Hagel, Vogelkot und Regen alles andere als eine gute Angelegenheit. Um ihre Prachtstücke vor diesen Gefahren zu schützen, bauen viele Hausbesitzer eine Garage oder neuerdings ein Carport. Es ist günstiger, lässt sich zum Teil selbst aufbauen und bietet viele weitere Vorteile.

Garagen sind im Grunde viel teurer als ein Carport. Das hat aber auch seinen Grund, die geschlossene Variante schützt den Pkw (und andere Dinge) in vielerlei Hinsicht, unter anderem auch vor Vandalismus, Diebstahl und Mardern. Außerdem dient die Garage in vielen Fällen auch als Mehrzweckraum, in denen Autoreifen, Autopflegemittel und Fahrräder aufbewahrt werden. Im Sommer kann man in der Garage sogar die eine oder andere Party veranstalten. Bei diesen Vorteilen sollte die Entscheidung doch klar sein, oder? Ganz so einfach ist es nicht, Garagen haben natürlich ihre Vorteile, das bedeutet aber nicht, dass sie dem Carport haushoch überlegen sind. Und das haben viele Verbraucher erkannt und entscheiden sich immer häufiger für einen Carport.

Die Funktion des Carports

Es klingt paradox, ist aber wahr: Der Carport kann in einem ganz bestimmten Fall das Automobil besser schützen als eine Garage. Wer sein Fahrzeug nach einer Fahrt durch Regen nass unter dem Carport abstellt, hat den Vorteil, dass die Feuchtigkeit ungehindert nach außen abgeführt wird. Das Auto trocknet somit schneller und ist bestens vor Rost geschützt. Natürlich schützt es das Fahrzeug auch in allen anderen Situationen vor Niederschlag aber auch Schnee, Eis, Hagel und Vogelkot. Und der Schutz vor genau diesen Schäden ist wichtig, um Rost vorzubeugen.

Ebenfalls lästig: Schnee schippen. Wer in Deutschland wohnt, hat wohl kaum einen Winter ohne Schnee erlebt. Morgens muss man besonders früh aufstehen und in eiserner Kälte das Auto freiräumen. Keine schöne Angelegenheit, die viel Zeit kostet. Auch das Eiskratzen ist Schnee von gestern, denn unter einem Carport kann die Scheibe nicht gefrieren. Der Logik dahinter wird als Strahlungsgleichgewicht bezeichnet. Wenn zwei Körper in direkter Sichtlinie zueinanderstehen, wird Temperatur über einen Strahlungsaustausch ausgewechselt. Die Seitenfenster eines Hauses weisen in Richtung der warmen Häuser und bleiben eisfrei. Die Frontscheibe zeigt dagegen in Richtung des kalten Himmels und vereist, wenn das Auto im Freien steht. Unter dem Carport versperrt das Dach allerdings die freie Sicht zum Nachthimmel, wodurch die Scheibe nicht gefrieren kann. Wenn es allerdings besonders kalt wird, dann hilft weder das Dach des Carports noch die warmen Häuser und alle Scheiben gefrieren.

Der Kostenfaktor

Wenn es um die Kosten geht, hat der Carport klar die Nase vorn. Es ist in der Anschaffung günstiger als eine klassische Garage. Fertigbausätze, die im Handel erhältlich sind, können Heimwerker sogar mit ein wenig Know-How und unserer Anleitung selbst aufbauen. Auch im Bereich der Garagen gibt es mittlerweile Modelle, die innerhalb von wenigen Stunden aufgebaut werden, viel Komfort bieten und auch preislich überzeugen.

Interessierte müssen also überlegen, wie ihr Budget aussieht, welche Ansprüche sie an den Carport oder die Garage stellen und welche der beiden Lösungen ihr Budget die Beste ist. Diese Fragen lassen sich mit einem Carport-Kalkulator ganz einfach lösen. In wenigen Sekunden haben Interessierte die Möglichkeit, herauszufinden, wie viel ihr Wunschcarport kosten wird.

Carport ist nicht gleich Carport

In den vergangenen Jahren entwickelten sich die Übergänge zwischen Carport und Garage immer fließender. Grundsätzlich wird Ersteres dadurch charakterisiert, dass die Einfahrt offen und nicht mit einem Tor verschlossen ist. Das ist auch ziemlich das einzige Kriterium, das es gibt. Die anderen drei Seiten können offen oder geschlossen sein. Und ein Carport mit drei Wänden kommt einer Garage doch recht nahe. Komplett offene Carports haben dagegen kaum etwas mit einer Garage zutun. Sie bestehen aus vier Pfosten (Trägern) und einem Dach. Auch beim Dach gibt es viele Unterschiede: Simple Modelle besitzen ein Flachdach. Dieses erfüllt seinen Zweck und kostet aufgrund seiner Einfachheit auch nicht viel Geld. In Regionen mit starkem Schneefall kann das Flachdach allerdings zum Problem werden, wenn es unter der enormen Last zusammenbricht.

Als Alternative zum Flachdach gibt es Tonnendächer und Satteldächer. Letztere sind vom Hausbau bekannt, denn fast jedes Haus besitzt ein spitz zulaufendes Satteldach. Tonnendächer kommen dagegen ohne Ecken und Kanten aus. Dieses Dach hat die Form eines Rundbogens. Beide Dachformen haben eines gemeinsam: Sie wirken ansprechender als das klassische Flachdach und reduzieren die zuvor genannten Probleme bei starkem Schneefall.

Die Vorteile zusammengefasst

Das sind die Vorteile eines Carports:

  • Es schützt das Automobil oder Motorrad vor Niederschlag, ohne dass es Feuchtigkeit beim Entweichen behindert.
  • Das Fahrzeug wird vor Rost und Korrosion geschützt.
  • Im Winter müssen Fahrzeughalter nicht länger ihr Fahrzeug freiräumen.
  • Sie sind in unterschiedlichen Bauweisen und aus verschiedenen Materialien erhältlich und werden so jedem Bedarf gerecht.
  • Preislich gibt es sie sowohl als Budget-Variante als auch Luxus-Modell mit ausgefallenen und hochwertigen Designs.

Artikelbild: © kornilov007 / Shutterstock

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.