Deckenventilator: Die perfekte Lösung für heiße Sommer

Deckenventilator: Die perfekte Lösung für heiße Sommer

In diesem Jahr macht die Hitzewelle auch vor Deutschland keinen Halt. Die erste erreichte Deutschland Mitte Juni, als das Thermometer auf 38 °C kletterte. Die Bundesbürger, die hohe Temperaturen weniger gut vertragen, suchen nach einer Lösung, um die heiße Luft zu kühlen. Der Einbau einer Klimaanlage in der Wohnung oder dem Haus ist nicht immer möglich und zum Teil recht teuer. Eine günstige und einfache Alternative ist der Deckenventilator.

Deckenventilatoren sind an warmen Tagen ein echter Segen. Bei hohen Temperaturen schwitzen nicht nur Hausbesitzer und Mieter, auch ihr Konzentrationsvermögen sinkt. Eine schlechte Leistung ist in erster Linie für Freelancer und Selbstständige problematisch, die in ihrem Homeoffice von zu Hause aus arbeiten. Der Kauf eines Deckenventilators ist eine Investition für die Zukunft. Er kühlt nicht nur die Luft im Sommer und sorgt für ein angenehmes Raumklima, auch im Winter wird die Warmluftrückführung verbessert.

Auf die Leistung kommt es an

Deckenventilatoren gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Größen. Damit sie ihr volles Leistungspotenzial entfachen können, müssen Interessierte auf die Form und Anzahl der Flügel achten, denn diese bestimmten letztendlich, wie viel Leistung der Deckenventilator besitzt. Je mehr Flügel angebracht sind, desto leistungsfähiger ist der Ventilator. Die Erklärung ist simpel: Mit mehreren Flügeln kann der Deckenventilator mehr Luft innerhalb von einer Umdrehung bewegen. Das bedeutet nicht, dass man in jedem Raum ein Gebläse mit vielen Flügeln installieren muss. In kleinen Räumen reichen leistungsschwächere Geräte mit drei bis vier Flügeln. In großen Räumen dagegen sollten es mindestens fünf Flügel sein.

Ein weiterer Kaufgrund ist das Profil, die Form und Anstellwinkel der Flüge. Für maximale Reichweite sorgt ein Ventilator mit einem guten Profil, hoch angestellten Winkel und langen Flügeln. Damit der Deckenventilator seine volle Reichweite erreichen kann, muss sein Durchmesser groß genug sein. Wie groß der Durchmesser des Deckenventilators sein sollte, erfahren Sie anhand der folgenden Tabelle:

Raumfläche in m² Durchmesser in cm
0 – 7,5 75
7,5 – 10,5 90
10,5 – 15 103
15 – 19 120
19 – 25 132
25 – 32 140
32 – 37,5 160

Für Raumflächen größer als 37,5 Quadratmeter empfiehlt sich die Verwendung mehrerer Deckenventilatoren.

Letztendlich müssen alle zuvor genannten Faktoren optimal aufeinander abgestimmt sein. Ein beliebig erhöhter Anstellwinkel der Flügel bringt keinen Vorteil, wenn die Profilierung der Flügel nicht stimmt. Eine schlechte Optimierung erkennen Sie daran, dass der Ventilator sehr starke Geräusche (Resonanzgeräusche) macht.

Warum eine Drehzahlsteuerung wichtig ist

Viele Deckenventilatoren besitzen keinen eingebauten Zugschalter. Während dies meist mit optischen Gründen zusammenhängt, lässt sich auf eine Stufenregelung nicht verzichten.

  • Im Winter ist es besonders wichtig, die Drehzahl des Deckenventilators steuern zu können. Zu hohe Luftgeschwindigkeiten auf der Oberfläche des menschlichen Körpers sorgen für eine Verdunstkühlung, die den Körper abkühlt. Damit wird die eigentliche Aufgabe des Ventilators, nämlich die warme Luft von der Decke nach unten zu drücken, eliminiert. Nur wenn die Drehzahl stimmt, funktioniert der Ventilator richtig und hilft, Heizkosten und Geld zu sparen.
  • Im Sommer wünscht man aufgrund hoher Temperaturen eine Erfrischung. Um diese zu erreichen, sind hohe Drehzahlen notwendig. Die dabei entstehende Luft lässt die Feuchtigkeit auf der Haut verdunsten und kühlt so den Körper ab.

Achtung: Auch im Sommer sollte man mit dem Ventilator nicht übertreiben. Der Abstand zwischen Erfrischung und Erkältung ist meist sehr gering.

Motor und Stromverbrauch: Auf die Umwelt und Geldbeutel achten

Der Motor ist das des Deckenventilators. Je leistungsstärker er ist, desto mehr Umdrehungen pro Minute (U/min) kann er leisten. Leistungsstarke Modelle erreichen bis zu 200 U/min, für den normalen Gebrauch reichen aber auch 100 U/min. Mit steigender Leistung erhöht sich auch der Energieverbrauch. Angesichts steigender Stromkosten ist dieser Punkt also sehr wichtig.

Deckenventilatoren besitzen in der Regel drei Betriebsstufen. Der Verbrauch in den einzelnen Stufen sieht wie folgt aus:

  1. 20 Watt
  2. 35 Watt
  3. 60 Watt

Angenommen der Strompreis liegt bei 20 Cent je kWh ergeben sich folgende Betriebskosten pro Stunde:

  • Stufe 1: 0,004 EUR
  • Stufe 2: 0,007 EUR
  • Stufe 3: 0,012 EUR

Bei einer Betriebszeit von 8 Stunden pro Tag bei Verwendung der höchsten Stufe (3) produzieren Deckenventilatoren Stromkosten in Höhe von 0,10 EUR pro Tag beziehungsweise 3 EUR pro Monat und 36 EUR im Jahr.

Zum Vergleich: Eine Klimaanlage verbraucht in einer Stunde etwa 2.500 Watt. Daraus entstehen Stromkosten von 120 EUR im Monat, 40-mal so viel wie der Betrieb eines Deckenventilators kostet.

Artikelbild: © kamui29 / Shutterstock

1 Kommentar

  1. Marko 11.02.2017 05:34 Uhr

    Vielen Dank für den interessanten Artikel. Wir haben ebenfalls einen Deckenventilator für heiße Sommertage im Einsatz und sind sehr zufrieden damit.

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