Der perfekte Schlafsack für Campingtouren

Der perfekte Schlafsack für Campingtouren

Bei der Auswahl des richtigen Schlafsacks kommt es vor allem darauf an, für welche Art von Tour Sie sich entscheiden. Jede Umgebung und insbesondere Jahreszeit stellt unterschiedliche Ansprüche an die Eigenschaften, sodass es nicht immer leicht ist, sich ideal auszustatten. Grundsätzlich aber gilt, dass man dabei auch seine eigenen Schlafbedürfnisse sowie die Tatsache, wie sehr die Kälteempfindlichkeit ausgeprägt ist, nicht vergessen sollte.

Wir geben Ihnen in Form dieses Artikels eine präzise Übersicht, worauf es dabei ankommt.

Grundsätzliche Ausstattungsmerkmale

Nicht jeder Schlafsack ist gleichermaßen funktionell und zweckmäßig, viele vor allem für leichte Zeltausflüge genutzte Modelle erfüllen nicht die Anforderungen.

  • Konstruktion Die Konstruktion, also der Aufbau des Schlafsacks, ist anhand der Tour zu wählen. Wenn Sie eine Trekkingtour machen, empfiehlt sich ein Mumienschlafsack mit besonders festen Reißverschlüssen. Hierbei ist eine Kapuze zum kompletten Verschließen dabei, die Form so gewählt, dass der Schlafsack zum Fußende hin immer schmaler wird. Das hat den Vorteil, dass alle Körpermaße entsprechend nah am Material sind und der Schlafsack so ideal verpackt werden kann, da auf umständlichen Schnickschnack verzichtet wird.
  • Kapuzen Kapuzen haben die positive Eigenschaft, dass sie einerseits den wichtigen Bereich des Oberkörpers und Kopfes schützen, andererseits aber auch viel Wärme speichern. Achten Sie hierbei besonders auf Ihrer Größe angemessene Maße, sodass diese enganliegend sitzt aber gleichsam bequem zu verschließen ist.
  • Wärmekragen Der Wärmekragen dient dazu, den Abschluss am Kopf sanft zu gestalten und Wärme zu speichern. Richtig positioniert ist dieser in etwa auf Höhe des Halses, nicht etwa der Brust, da sonst zu viel Wärme verloren geht. Eine sinnvolle Ergänzung vor alle für jene, die etwas Freiraum im Schlaf benötigen und die Kapuze deshalb einen Spalt weit offen lassen.
  • Abdeckleiste Ein Reißverschluss hat den Nachteil, dass von ihm kaum Isolierung ausgeht. Wählen Sie bei längeren Reisen deshalb solche Modelle, die über ein Abdeckleiste in Form eines gefüllten Schlauchs verfügen, der im Innenleben besonders betroffene Stellen wärmt. Das Material sollte so gewählt werden, dass mindestens vier Zentimeter Breite vorhanden sind.

Daunen- oder Kunstfaser?

Bei der Wahl des Obermaterials ist es entscheidend, für welchen Einsatz Sie den Schlafsack gebrauchen. Daunen haben den großen Vorteil, dass sie überaus komfortabel sind und zudem Feuchtigkeit speichern. Gegenüber der Variante aus Kunstfaser bedeutet das einen wesentlich entspannten Schlafkomfort, zudem nehmen Daunenschlafsäcke weniger Platz und Volumen weg und sind vielfältiger zu verstauen. Auch der im Vergleich höhere Preis ist häufig gerechtfertigt, denn nach umfangreichen Tests unabhängiger Stiftungen halten diese Modelle bis zu viermal länger als andere. Sind Sie aber in Küstenregionen unterwegs oder verbringen eine Zeit lang auf dem Schiff, dann sind Modelle aus synthetischen Materialien die bessere Wahl.

Für den Einstieg kann es wiederum sinnvoll sein, auf Kunstfaser als Verarbeitungsmaterial zu setzen. Gerade bei einer hohen Luftfeuchtigkeit spielt die Kunstfaser ihre Karten aus, denn sie ist schneller getrocknet und verringert so den Zeitaufwand am nächsten Morgen. Außerdem können Sie, mit einigen der zuvor genannten wichtigen Eigenschaften, die Schlafsituation erst genauer beobachten und dann später auf das teurere Modell aus Daune zurückgreifen, um Fehlkäufe zu vermeiden.

Allgemeine Tipps

Hersteller garnieren ihre Produkte immer mit Temperaturangaben, die gesondert zu beachten sind. Dabei wird einerseits zwischen dem Extrem- sowie dem Komfortwert unterschieden, was andererseits zu Irritationen führt. Die Extremwertangabe nämlich gibt nur theoretisch an, bis zu welchen Temperaturen ein Schlafsack zu gebrauchen ist – viel wichtiger ist der angegebene Komfortwert, denn dieser basiert auf umfangreichen Messungen und gibt reale Situationen wider, wie Sie sie auf Ihren Campingtouren auch erleben werden.

Nicht jeder Schlafsack ist im selben Umfang zu pflegen, manche bedürfen sogar einer besonderen Behandlung. Hier begangene Fehler können die Fasern von Grund auf schädigen und damit die Schutzwirkung praktisch nutzlos werden lassen, weshalb Sie vor dem Kauf grundsätzlich darüber in Kenntnis gesetzt werden sollten. So bewirken Schweiß und andere vom Körper ausgestoßene Fette, dass sowohl bei Daunen- als auch Kunstfaserschlafsäcken verkleben, womit effektiv an Wärmeleistung eingebüßt wird. Aus diesem Grunde sind nur Spezialwachsmittel zu verwenden, die keine Duftstoffe oder Weichspüler enthalten, um die Atmungsaktivität aufrecht zu halten.

Artikelbild: © Tyler Olson / Shutterstock

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