Drucker-Test

Welcher Drucker ist der Beste und worauf sollten Verbraucher beim Kauf achten?

Ganz egal, ob Sie Texte oder Fotos drucken möchten, die Qualität sollte immer stimmen. Damit ein guter Druck möglich ist, wird ein hochwertiger Drucker benötigt. Die Kaufentscheidung fällt den meisten Verbrauchern aber alles andere als leicht, denn es gibt unzählige Geräte mit verschiedenen Funktionen, sodass es schwer fällt zu entscheiden, welchen Drucker Sie am besten wählen sollten. Die erste wichtige Entscheidung, die Sie in diesem Zusammenhang treffen müssen, besteht schon darin, ob es ein Laserdrucker, ein Tintenstrahldrucker oder eines der modernen Multifunktionsgeräte sein soll. Die Antwort auf diese Frage hängt unter anderem davon ab, ob Sie nur Texte oder hin und wieder auch mal ein Foto ausdrucken wollen. In unserem Drucker-Test erfahren Sie alles, was Sie vor dem Kauf eines Druckers wissen sollten. Neben Tipps für die Auswahl haben wir auch die wichtigsten Informationen über die unterschiedlichen Drucker-Arten für Sie mitgebracht, um Ihnen die Kaufentscheidung zu erleichtern.

Was genau ist ein Drucker?

Als Drucker wird in der Datenverarbeitung ein Gerät bezeichnet, mit dem man Daten wie Zeichen, Bilder und Texte auf ein Trägermedium – also auf Papier – ausgeben kann. Das Ergebnis, das durch das Drucken entsteht, wird Druckergebnis, Ausdruck oder Druckwerk genannt. Man unterscheidet viele verschiedene Arten von Druckern. Dazu gehören neben Tintenstrahl- und Laserdruckern vor allem aktuelle Multifunktionsdrucker. Sie sind auf dem neusten Stand der Technik und können nicht nur drucken, sondern auch kopieren und faxen. Zudem verfügen sie über einen Scanner und sind meist mit WLAN ausgestattet, damit das Drucken auch vom Smartphone aus mithilfe diverser Apps möglich ist.

Am häufigsten entscheiden sich deutsche Verbraucher für einen Tintenstrahldrucker. In beinahe 23 Prozent der Haushalte in Deutschland wird aktuellen Statistiken zufolge noch mit Tinte gedruckt. Mit beinahe 22 Prozent liegt der Multifunktionsdrucker knapp dahinter auf dem zweiten Platz. Laserdrucker nehmen nur einen Anteil von neun Prozent ein.

Welche Hersteller haben hochwertige Modelle im Angebot?

Moderne Drucker werden von zahlreichen Herstellern angeboten, was die Auswahl nicht gerade erleichtert. In Tests und Vergleichen konnten vor allem Modelle von folgenden Marken immer wieder durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auffallen:

  • Canon – zum Beispiel die Pixma-Serie
  • Epson – zum Beispiel die WorkForce-Serie
  • HP – zum Beispiel die OfficeJet-Pro-Serie
  • Brother – zum Beispiel die MFC-Serie
  • Lexmark – zum Beispiel die OfficeEdge-Serie
  • Samsung – zum Beispiel die Xpress-Serie

Egal, ob Sie einen Tintenstrahldrucker zum Drucken von Fotos, einen Laserdrucker zum Ausdrucken von viel Text oder ein Multifunktionsgerät, mit dem Sie auch das eine oder andere Fax verschicken können, benötigen, mit einem Modell von einer dieser Marken sind Sie auf jeden Fall richtig beraten.

Welche Arten von Druckern werden unterschieden?

Grundsätzlich unterscheidet man vor allem vier verschiedene Druckerarten, die wir Ihnen im Folgenden genauer – auch mitsamt ihrer Vor- und Nachteile – vorstellen möchten.

1. Nadeldrucker

Der Nadeldrucker ist ein Typenraddrucker und gehört zur Familie der Impact-Drucker. Beim Druckvorgang ist physikalischer Druck notwendig, sodass sich damit auch Durchschläge herstellen lassen. Das Druckbild setzt sich aus einer Matrix von Punkten zusammen, weshalb er auch zu den Matrixdruckern gehört. Der eigentliche Druck erfolgt mithilfe von Nadeln. Je nach Modell gibt es sieben bis 48 Nadeln, die auf ein Farbband aus Papier schlagen. So werden die einzelnen Bildpunkte auf dem Papier abgebildet. Je höher die Anzahl der Nadeln ist, desto geringer sind die Abstände zwischen den einzelnen Bildpunkten, wodurch sich die Bildqualität erheblich verbessert. Allerdings verringert sich gleichzeitig auch die Durchschlag-Qualität mit einer zunehmenden Nadelanzahl. Deshalb setzt man für Durchschläge in der Regel nur Neun-Nadel-Drucker ein. Die folgende Liste zeigt Ihnen noch einmal alle Vor- und Nachteile der Nadeldrucker auf einen Blick:

  • Vorteile:
    • Drucken mit Durchschlägen möglich
    • Verbrauchskosten und Wartungskosten gering
    • Ein Ausdruck ist sehr langlebig
    • Endlospapier kann eingesetzt werden
  • Nachteile:
    • Lärmbelästigung ist groß
    • Druckbild wirkt gerastert
    • Druckgeschwindigkeit ist gering
    • Sehr schlechte Farbdruckqualität

Wegen der geringen Druckqualität und des lauten Betriebs wurden Nadeldrucke im Laufe der Zeit fast vollständig von Tintenstrahldruckern verdrängt. Heute findet man sie nur noch in Arztpraxen, bei Fahrscheinentwertern, in Banken und in einigen Logistikunternehmen, die Durchschläge benötigen.

2. Tintenstrahldrucker

Auch Tintenstrahldrucker sind Matrixdrucker. Hierbei erfolgt die Bilderzeugung mithilfe von Düsen und mehreren Farbtanks. Die Farbtropfen werden von den Düsen im Druckkopf auf den verschiedenen Stellen des Papiers verteilt. Es wird kein physischer Druck für die Erzeugung eines Bildes benutzt, weshalb Tintenstrahldrucker Non-Impact-Drucker sind.

Tintenstrahldrucker sind perfekt für einen einfachen und unkomplizierten Druck. Damit können Sie sowohl Texte als auch Fotos ausdrucken und bleiben daher flexibel.

Man unterscheidet zwei verschiedene Typen von Tintenstrahldruckern. Auf der einen Seite gibt es Continuous Ink Jet (CIJ) Drucker, bei denen der Tintenstrahl dauerhaft über eine Düse aus dem Druckkopf austritt. Diese Modelle werden aber nur in der Industrie eingesetzt – beispielsweise für Haltbarkeitsdaten, Rubbellose oder EAN-Codes. Auf der anderen Seite gibt es die Drop On Demand (DOD) Drucker, bei denen die Tintentropfen nur dann den Druckkopf verlassen, wenn sie auch wirklich erforderlich sind. Sie sind in Privathaushalten und Büros verbreitet. Tintenstrahldrucker haben viele Vorteile, aber auch ein paar Nachteile:

  • Vorteile:
    • Texte lassen sich schnell und einfach drucken
    • Ein hochwertiger Fotodruck ist möglich
    • Die Geräuschbelastung ist gering
    • Vergleichsweise günstig in der Anschaffung
  • Nachteile:
    • Verbrauchskosten für die Tintenpatronen sind hoch
    • Wartungskosten für Patronenwechsel und Druckkopfausrichtung sind ebenfalls hoch

Trotzdem sind Tintenstrahldrucker aktuell die beliebtesten Drucker in Deutschland.

3. Laserdrucker

Der erste Drucker, der mit Laser arbeitete, wurde schon in den 70er-Jahren von Xerox entwickelt. Er bedient sich dem Prinzip der Elektro-Fotografie. Eine rotierende Bildtrommel, die statisch geladen ist, ist das wichtigste Element dieses Druckers. Sie wird mit einem Laser Punkt für Punkt genau dort beschrieben, wo der Toner später haften soll. Sobald der Laserstrahl auf die Trommel trifft, wird die Ladung des Punktes aufgehoben. Das Tonerpulver hat daher exakt dieselbe Ladung wie die Bildtrommel, sodass es nur an den ungeladenen Stellen haften bleibt. Das Tonerabbild wird danach von dem Papier – das ebenfalls statisch geladen ist – aufgenommen und durch Hitzezufuhr fixiert. Laserdrucker erzeugen immer eine vollständige A4-Seite. Dabei ist es egal, wie klein der Text oder das Bild ist. Deshalb bezeichnet man sie auch als Seitendrucker. Am weitesten verbreitet sind Monochromlaserdrucker, es gibt aber auch Farblaserdrucker. Sie unterscheiden sich durch die Anzahl der Bildtrommeln und die Anzahl der Farbtoner. Es gibt jeweils vier Stück für die Farben Schwarz, Magenta, Cyan und Gelb.

Die Verwendung von Laserdruckern ist mit einer Gesundheitsgefahr verbunden, weil es bei der Benutzung zu einer Belastung mit Tonerpartikeln, Feinstaub und Ozon kommt. Deshalb sollte in Räumen, in denen viel mit Laserdruckern gedruckt wird, stets gut gelüftet werden.

Darüber hinaus sind Laserdrucker durch folgende Vor- und Nachteile gekennzeichnet:

  • Vorteile:
    • Ausdrucke haben eine sehr hohe Qualität
    • Das Drucktempo ist sehr hoch
    • Die Verbrauchskosten sind niedrig
  • Nachteile:
    • Laserdrucker sind teuer in der Anschaffung
    • In puncto Kontrastabstufung und Farbraum können Laserdrucker nicht mit hochwertigen Tintenstrahldruckern und Spezialpapier mithalten

Speziell in Büros, in denen täglich viele Seiten an Text gedruckt werden, sind Laserdrucker in der Regel die richtige Wahl.

4. Multifunktionsdrucker

Zu guter Letzt gibt es noch Multifunktionsgeräte, die auch als Multifunktionsprinter, All-in-One-Geräte oder Multifunktionsdrucker bezeichnet werden. Hier unterscheidet man verschiedene Modelle. Die typischen 3-in-1-Geräte sind mit einem Scanner, Drucker und Kopierer ausgestattet. Mit einem 4-in-1-Modell können Sie zusätzlich noch faxen. Üblicherweise sind Multifunktionsdrucker Tintenstrahldrucker, es gibt aber auch multifunktionale Laserdrucker. Zudem werden sowohl reine Schwarzweiß- als auch Farbgeräte angeboten. Die wichtigsten Vorteile und Nachteile von Multifunktionsgeräten haben wir Ihnen in der folgenden Liste zusammengefasst:

  • Vorteile:
    • Anschaffungspreis im Vergleich zum Einzelkauf sehr günstig
    • Kompakte, platzsparende Bauweise
    • Energieverbrauch gering
    • Nur ein Gerät muss konfiguriert werden
  • Nachteile:
    • Bei der Qualität müssen Sie gegenüber der Einzelgeräte Abstriche in Kauf nehmen
    • Wenn ein Teilgerät kaputt geht, muss in der Regel der komplette Drucker ausgetauscht werden

Multifunktionsdrucker sind in privaten Haushalten ebenso beliebt wie in Büros.

Worauf sollten Verbraucher beim Druckerkauf achten?

Sobald Sie sich für eine Druckerart entschieden haben, gibt es noch einige weitere Aspekte, die Sie vor dem Kauf berücksichtigen sollten. Wichtig ist, dass Sie sich schon vorab darüber klar werden, wofür Sie den Drucker hauptsächlich benötigen. So gibt es beispielsweise Tintenstrahldrucker, die für Office-Anwendungen gedacht sind. Mit einem solchen Modell können Sie alle im Büro anfallenden Druckarbeiten erledigen und außerdem meist auch Dokumente scannen. Zudem verfügen derartige Geräte oft über eine LAN-Funktion. Sofern Sie jedoch viele Fotos in Farbe drucken möchten, wäre es besser, einen speziellen Fotodrucker auszusuchen.

Zu guter Letzt unterscheiden sich die verschiedenen Modelle natürlich auch durch ihre Preise. Ob ein Drucker sein Geld wirklich wert ist, erfahren Sie am besten, indem Sie die Produktbewertungen lesen, die es zum Beispiel bei Amazon meist zur Genüge gibt. Dort können Sie sich auch genauer über die laufenden Druckkosten informieren. Meist sind Tintenstrahldrucker in puncto laufende Kosten preiswerter als Tintenstrahldrucker, während letztere jedoch günstiger in der Anschaffung sind. In den folgenden Abschnitten erläutern wir Ihnen, auf welche technischen Details es beim Druckerkauf noch ankommt.

Auflösung

Jeder Hersteller informiert die Verbraucher darüber, wie hoch die Auflösung des Druckers ist. Gerade bei Tintenstrahldruckern übertrumpfen sich die einzelnen Modelle permanent mit höheren Auflösungen. Nicht immer entsprechen die Angaben der realen Druckausgabe, weshalb bei hohen Werten grundsätzlich Vorsicht geboten ist. Prinzipiell gelten bei Laserdruckern Auflösungen von 600 x 600 dpi als Standard. Manche Modelle schaffen auch 1200 x 1200 dpi, allerdings benötigen Sie eine derart hohe Auflösung für simple Textdokumente nicht.

Das ist auch der Grund, warum die Auflösungen bei Tintenstrahldruckern deutlich höher sind. Das ist wichtig, um Fotos detailreich und brillant auf Fotopapier zu drucken. Viele moderne Modelle bringen Auflösungen von 5760 x 1440 dpi mit. Bei einigen Geräten sind sogar 9600 x 2400 dpi angegeben. Bei letzteren handelt es sich jedoch um interpolierte Werte, die mit dem digitalen Zoom bei Kompaktkameras vergleichbar sind.

Druckkosten

Den Aspekt der laufenden Druckkosten sollten Sie insbesondere dann im Auge behalten, wenn Sie viele Seiten am Tag drucken. In dieser Hinsicht ist vor allem interessant, wie lange ein Toner oder eine Tintenpatrone hält. Fakt ist: Bei den meisten Tintenstrahldruckern muss die Patrone häufiger gewechselt werden als der Toner bei Laserdruckern. Aber auch bei den Tintenstrahldruckern gibt es große Unterschiede, was die Reichweite und die Kosten der Tintenpatronen anbelangt. Daher lohnt sich auf jeden Fall ein Preisvergleich.

Druckgeschwindigkeit

Wenn Sie zu den Menschen gehören, die den Drucker häufig verwenden, ist auch die Druckgeschwindigkeit ausschlaggebend für die Kaufentscheidung. Es gibt immer noch Modelle, die recht langsam drucken. Die meisten aktuellen Tintenstrahldrucker schaffen in Drucker-Tests zwischen sieben und 15 Seiten pro Minute und benötigen daher für ein Blatt ungefähr vier bis neun Sekunden. Deutlich schneller sind Laserdrucker, die 12 bis 25 Seiten in einer Minute schaffen. Schon nach 2,4 bis 5 Sekunden haben Sie also eine Seite in der Hand.

Besondere Features

Längst ist Drucken nicht mehr die einzige Aufgabe, die moderne Drucker übernehmen können. Viele von ihnen sind mit einer Menge an zusätzlichen Features ausgestattet. Oft handelt es sich dabei wenigstens um eine Faxfunktion, die es sogar bei vielen Laserdruckern gibt. Aber auch Tintenstrahldrucker können teilweise Faxe verschicken.

Fast alle modernen Multifunktionsdrucker sind in der Lage, Dokumente einzuscannen und sie zu kopieren. Die Kopierfunktion kann bei den meisten Geräten auch genutzt werden, ohne den Computer einzuschalten. Stattdessen genügen ein paar Tastendrucke direkt am Gerät.

Praktisch sind auch Geräte, die über einen automatischen Dokumenteneinzug verfügen. Dieses Feature erkennen Sie an der Abkürzung ADF für „automatic document feeder“. Sie legen einfach einen Stapel an Dokumenten ein, woraufhin der Drucker die einzelnen Seiten automatisch einzieht und als Kopie wieder ausgibt. Das ist im Büroalltag eine sehr große Arbeitserleichterung.

Fakten

  • Zu den am häufigsten gekauften Druckern in Deutschland gehören Tintenstrahldrucker und Multifunktionsgeräte.
  • Vor dem Kauf sollte gut überlegt werden, ob man einen Tintenstrahl- oder Laserdrucker benötigt.
  • Zudem spielen weitere Faktoren wie zusätzliche Features, die Druckgeschwindigkeit und die Auflösung eine Rolle.

Zusammenfassung

In vielen deutschen Haushalten gibt es einen Drucker, wobei Tintenstrahl- und Multifunktionsdrucker ganz klar dominieren. Jede Druckerart hat ihre Vor- und Nachteile, die vor dem Kauf gut gegeneinander abgewogen werden sollten. Außerdem sollten Verbraucher beim Kauf eines Druckers die Geschwindigkeit, die Auflösung, die folgenden Druckkosten und die zusätzlichen, besonderen Funktionen im Auge behalten.