Eisbegonie – Pflege & Standort

Eisbegonie – Pflege & Standort

Die Eisbegonie gilt als die Pflanze für Garten, Balkon und Terrasse. Obwohl sie nur 20 bis 30 Zentimeter hoch wachsen, gelten sie als kleinwachsende Schönheiten. Das haben sie ihren Blüten zu verdanken, da sich diese sehr farbintensiv zeigen. Vom Sommer bis in den Herbst hinein überzeugen die Eisbegonien mit ihrer Blütenpracht. Es ist wirklich verwunderlich, welche Blütenpracht aus den unscheinbaren flachrunden Knollen entstehen kann. Viele Gartenfreunde behaupten, die Eisbegonie macht den Sommer erst zum Sommer. Denn die zarten Farben in Rosa, Gelb, Orange, Apricot und Pink überzeugen ganz einfach.

Der Bedarf an Licht ist bei den Eisbegonien nicht groß, sie fühlen sich im Halbschatten erst so richtig wohl. Wenn ihnen dieser Halbschatten gewährt wird, gefällt es ihnen im Garten als auch am Balkon. Eisbegonien zeichnen sich dadurch aus, dass sie relativ klein und kompakt sind, daher sind sie ideal für den flexiblen Garten. In Töpfen gepflanzt, verschönern sie jede Terrasse und jeden Eingangsbereich.

Herkunft

Begonien sind seit etwa 300 Jahren in Europa bekannt. Ursprünglich stammen diese Pflanzen aus den tropischen Regenwäldern von Südamerika. Im Auftrag des französischen Königs Ludwig den 14. reiste der Franziskaner Mönch Charles Plumier in den Jahren 1689 bis 1697 um die Welt. Bei seinen Abenteuern fand er diese Pflanze und nannte sie Begonie, zu Ehren seines Freundes, dem französischen Marineoffizier Michel Bégon. Der Weg in die heimischen Gärten dauerte lange, denn erst im Jahre 1777 erblühten sie zum ersten Mal in Europa.

Verwendung

Die Eisbegonie ist die perfekte Pflanze für das Beet und die Terrasse. Zudem ist sie auch sehr beliebt als Zimmerpflanze. Hierbei handelt es sich um eine Pflanze, bei der man keinen „grünen Daumen“ haben muss, weil sie auch mit einfachen Bedingungen gut klar kommt. Sie lässt sich einfach kultivieren und den ganzen Sommer über überzeugt sie mit ihrer einzigartigen Blühkraft. Gut lässt sich diese Pflanze mit Edellieschen oder Fuchsien bepflanzen. Da diese Pflanzen die gleichen Ansprüche stellen.

Namen, Synonyme und Sorten

Fachmännische Bezeichnung: Begonia-Semperflorens-Hybriden
Die Eisbegonie zählt zu den Begonien (Begonia), wie bereits der Name verrät.
Die Begonien stammen von den Schiefblattgewächsen (Begoniaceae), die brüchigen Blätter der Pflanze sind für den Namen verantwortlich.

Erscheinungsbild, Blütenstand und Blüte

Höhe: Eisbegonien erreichen eine Höhe von 20 bis 30 Zentimeter. Die Wuchshöhe beschränkt sich auf maximal 30 Zentimeter. Hierbei handelt es sich um krautige Pflanzen, das heißt, diese Pflanzenarten können nicht verholzen. Die Pflanze wächst buschig in die Höhe und überzeugt mit ihrer Kompaktheit.
Blätter: Die Blätter umschließen den Stängel und den Stiel des Blattes. Die Blätter sind zweizeilig, wechselständig und asymmetrisch angeordnet. Besonders die Kronblätter zeichnen sich dadurch aus, dass sie schnell abbrechen. Die Farbe der Blätter ist glänzend und wenn sich im Herbst die Pflanze verfärbt, bekommen die Blätter eine rötliche Farbe. Die Blattränder sind glatt oder auch unregelmäßig gesägt. Die Blätter der Eisbegonie können Wasser speichern.
Stängel: In der Regel sind die Stängel der Eisbegonie stehend. Der Stängel wirkt in seiner Erscheinung fleischig und glänzend und kann Wasser gut speichern.
Blüten: Die Eisbegonie bezaubert durch die vielen Blüten, die sie aufweist. Bei Begonien gibt es männliche und weibliche Blüten. Die Blütenhüllblätter sind so angeordnet, dass sie nicht in Krone und Kelch geteilt sind. Die Blütenpracht ist eine ganze Saison zu bewundern. Den Blättern der Eisbegonie wird sogar nachgesagt, dass sie essbar sind. Denn die Blätter enthalten die Inhaltsstoffe Oxalsäure und Carotinoiden. Der Geschmack der Zitrone tut sich bei der Verkostung auf.
Früchte: Die Eisbegonie bildet Kapselfrüchte, welche sehr viele und kleine Samen beinhalten. Der Wind trägt die feinen Samen schnell weiter.

Kauf von Eisbegonien

Eisbegonien gibt es in der Regel überall zu kaufen, wo Garten- und Zimmerpflanzen angeboten werden. Jede Gärtnerei hat sie vorrätig und auch in jedem Großbaumarkt mit Gartenabteilung ist diese Pflanze lagernd.

Damit der Pflanzenliebhaber lange Zeit Freude an seiner Eisbegonie hat, sollte er diese gleich nach dem Kauf in einen größeren Topf umsetzen.

Auf die richtige Pflege der Eisbegonie kommt es an

Gießen und düngen

Die Eisbegonie muss mit Fingerspitzengefühl gegossen werden, denn die zarten Blattstiele können keine Staunässe ertragen und auch auf die Ballentrockenheit ist Acht zu geben. Es reicht aus, wenn die Pflanze 2 bis 3 x wöchentlich gegossen wird. Beim Gießen ist besonders darauf zu achten, dass das überschüssige Wasser gut abfließen kann und keine Staunässe entsteht. Während des Überwinterns reicht es aus, wenn die Pflanze nur regelmäßig befeuchtet wird. Eisbegonien brauchen nicht viel Wasser, sie schätzen aber dennoch die hohe Luftfeuchtigkeit.
Beim Gießen sollte folgender Ratschlag beachtet werden: Es darf erst wieder gegossen werden, wenn sich die oberste Schicht der Erde trocken anfühlt. Sonst beginnt der Prozess des Verfaulens früher als das dem Gartenfreund lieb ist. Zudem ist es wichtig, dass die Eisbegonie langsam gegossen wird. Das Wasser soll das Erdreich erreichen, nicht über Blätter und Blüten gießen. Es ist auch empfehlenswert, dem Gießwasser gelegentlich einen Flüssigdünger beizumengen.

Standort

Die Eisbegonie liebt sonnige Plätze, aber auch im Halbschatten kann sie sich richtig gut entfalten. Die pralle und starke Mittagssonne schadet ihrer Blütenpracht. Darum sollten sie im Garten im Halbschatten gepflanzt werden. Als Zimmerpflanze kann sie ihren Platz am Fensterbrett, das nördlich angeordnet ist, finden.

Pflanzen und vermehren

Bei Eisbegonien findet das Vermehren über Stecklinge statt. Abgetrennte Pflanzenteile kommen dafür in die feuchte Erde. Damit die Pflanze Wurzeln schlägt, ist es wichtig, sie mit einer hohen Luftfeuchtigkeit zu versorgen.

Viele Pflanzenfreunde stülpen ein leeres Glas über den kleinen Steckling. Denn die Temperatur sollte immer zwischen 20 und 25 Grad betragen.

Ein Steckling soll so aufgebaut sein, dass er mindestens eine Knospe und zwei Blätter vorweisen kann. Bis zu einem Drittel wird der Steckling in das Erdreich gesteckt. An einem hellen und frostsicheren Platz wird das Pflanzgefäß mit dem Steckling dann aufbewahrt. Regelmäßiges Gießen ist nun Pflicht, Staunässe muss unbedingt vermieden werden. Sobald weitere kleine zarte Blätter erkennbar sind, wurden bereits Wurzeln gebildet und der Begonien Steckling kann umgepflanzt werden.

Die Vermehrung durch Aussaat

Das Saatgut gestaltet sich sehr fein, darum sollte es mit Sand gemischt werden. Dadurch lässt sich die Aussaat besser verteilen. Die Eisbegonie zählt zu den Lichtkeimern. Sie sollten deshalb mit einer sehr dünnen Schicht aus Sand zugedeckt werden. Ein kleines Brett wird angedrückt. Die Aussaat will es feucht, am besten wird das Pflanzengefäß samt Aussaat mit einer transparenten Folie abgedeckt, dass die Luftfeuchtigkeit erhalten bleibt.

Überwintern

Da Eisbegonien gegen Frost sehr empfindlich sind, sollten sie rechtzeitig eingewintert werden. Sobald sich die ersten Nachtfröste ankündigen, muss die Pflanze ausgegraben werden, auch dann, wenn sie noch gut belaubt ist. In der Regel wird die Pflanze nach dem Blattfall mit der Gartengabel aus dem Blumenbeet geholt. Mit Vorsicht müssen Erde und die oberirdischen Teile der Pflanze entfernt werden.

Wer die Begonie zeitig im Herbst räumt, kann diese noch für herbstliche Deko-Ideen nutzen.

Ansonsten muss die Knolle von Blättern und Blüten geteilt werden. Die Pflanzenteile werden auf den Komposthaufen gebracht. So kann der richtige Kompost für die kommenden Gartenjahre entstehen.

Überwintert werden nur die Knollen der Eisbegonie. Um Fäulnis vorzubeugen, muss nun auch noch die restliche Erde entfernt werden. Die Knollen müssen bis zum nächsten Frühling trocken und frostsicher gelagert werden. Der Keller oder die Garage bieten sich für die Lagerung an. Wer verschiedene Begonienarten überwintert, sollte sie ausreichend beschriften.

Bestimmte Eisbegonien sind meist nur einjährig und können nicht überwintert werden.

Die Eisbegonie aus dem Winterschlaf holen: Ist die Eisbegonie winterhart, wird die Knolle im Februar bis März aus ihrem Winterschlaf geweckt. Die flache Knolle wird dafür in einem Topf mit Erde gesetzt. Die schüsselartige Vertiefung der Knolle muss bei diesem Vorgang nach oben zeigen. Da an dieser Stelle sich später die Triebe zeigen. Dafür kann herkömmliche Balkonblumenerde verwendet werden. Die Knolle wird nur mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt. Die Eisbegonie mag trockenes Erdreich, darum sollte die Erde mit etwas Sand vermischt werden.

Anfälligkeit für Krankheiten und Schädlinge

Eisbegonien haben meist mit Pilzen zu kämpfen. Der echte Mehltau ist die Pilzerkrankung, die am häufigsten auftritt. Um den Pilzbefall vorzubeugen empfiehlt es sich, die welken Blätter und Blüten immer umgehend zu entfernen. Grundlegend sind alle Begonien anfällig gegen die Pilz-Fäulnis. Die Hauptgründe für den Pilzbefall können sein:

  • Die Pflanze wird zu nass gehalten,
  • die Eisbegonien sind zu nahe aneinander gesetzt, ein Abstand von 20 Zentimeter ist nötig,
  • der Standort ist zu heiß.

Es ist wichtig, die vom echten Mehltau betroffenen Pflanzen zu entsorgen, damit sich die Krankheit nicht weiter ausbreiten kann.

Als Schädling gilt der Dickmaulrüssler

Dickmaulrüssler sind die Schädlinge, die es auf Eisbegonien abgesehen haben. Ist ein markanter Buchtenfraß entlang des Blattrandes zu erkennen, so ist der nachtaktive Käfer im Einsatz. Sie kommen im Dunkeln und die Bekämpfung erfolgt durch absammeln der Schädlinge.

FAQ – Die häufigsten Fragen

Was ist eine Eisbegonie?
Eisbegonien sind Kreuzungen (Hybriden) aus verschiedenen brasilianischen Begonienarten. Deshalb weicht die exakte botanische Bezeichnung oft ab und ist auch besser bekannt unter dem Namen Begonia Semperflorens Hybriden
Wie der Name bereits verrät gehört die Eisbegonie den Begonien (Begonia) an, diese zählen wiederum zu den Schiefblattgewächsen (Begoniaceae).

Gibt es verschiedene Arten und Sorten der Eisbegonie?
Es gibt viele Sorten, die sich nicht nur in den Farben der Blüten unterscheiden, sondern auch durch die verschieden gefärbten Blätter. Die Blattfarbe reicht von Hellgrün bis ins Schwarzgrün.

Wie hoch wird die Eisbegonie?

Eisbegonien erreichen eine Höhe von 20 bis 30 Zentimeter. Die Wuchshöhe beschränkt sich auf maximal 30 Zentimeter. Hierbei handelt es sich um krautige Pflanzen, das heißt, diese Pflanzenarten können nicht verholzen. Das Wachstum verläuft buschig in die Höhe und überzeugt mit ihrer Kompaktheit.

Wann blüht die Eisbegonie?
Die Blütezeit ist von Mai bis Oktober.
Die Eisbegonie bezaubert durch die große Blütenanzahl. Bei Begonien gibt es männliche und weibliche Blüten. Die Blütenhüllblätter sind so angeordnet, dass sie nicht in Krone und Kelch geteilt sind. Die Blütenpracht ist eine ganze Saison zu bewundern. Den Blättern der Eisbegonie wird sogar nachgesagt, dass sie essbar sind. Denn die Blätter enthalten die Inhaltsstoffe Oxalsäure und Carotinoiden. Die Blüten tragen viele unterschiedliche Farben, die durch ihre starke Leuchtkraft überzeugen. Wer lange Freude an seinen blühenden Pflanzen haben möchte, der sollte diese nach dem Kauf gleich in einen größeren Topf umsetzen, denn die Eisbegonie wünscht viel Platz.

Wo Eisbegonien kaufen?
Eisbegonien gibt es überall zu kaufen, wo Garten- und Zimmerpflanzen angeboten werden. Jede Gärtnerei hat sie vorrätig und auch in jedem Großbaumarkt mit Gartenabteilung ist diese Pflanze lagernd.

Der richtige Standort für die Eisbegonie?
Der richtig gewählte Standort befindet sich an einem sonnigen Platz oder im Halbschatten. Nur die pralle und starke Mittagssonne schadet den zarten Blüten.

Der richtige Boden für die Eisbegonie?
Der Boden ist humos, nährstoffreich und gut durchlässig. Ein zu trockenes Erdreich mag die Eisbegonie nicht. Darum sollte der Boden gut wasserdurchlässig sein, so herrschen die perfekten Bodenbedingungen für die Pflanze. Sollte der Boden zu trocken sein, sollte man das Erdreich mit Sand mischen.

Die richtige Pflege der Eisbegonie?
Gießen ist wichtig, ohne dass Staunässe dabei entstehen kann. Denn die zarten Stiele reagieren empfindlich auf Staunässe. Trotzdem darf nicht riskiert werden, dass dem Wurzelballen die Trockenheit zu schaffen macht. Zwei- bis dreimal pro Woche sollte der Eisbegonie Wasser zugeführt werden, es sollte darauf geachtet werden, dass das überschüssige Wasser beim Gießen schnell wieder abtransportiert werden kann. Es macht Sinn, die Pflanze erst dann zu gießen, wenn sich die oberste Erdschicht bereits trocken anfühlt.

Damit die Eisbegonie ihre ganze Blütenkraft entfalten kann, ist regelmäßiges düngen Pflicht. Pflanzen im Garten brauchen alle vier bis sechs Wochen einen Dünger. Kübel- und Zimmerpflanzen alle zwei bis drei Wochen. Zudem ist es wichtig, verwelkte Blüten regelmäßig zu entfernen.

Kann die Eisbegonie überwintert werden?
Viele Arten sind nur einjährig und können nicht überwintert werden. Wenn die Pflanze mehrjährig ist, ist es wichtig, sie rechtzeitig einzuwintern, noch bevor sich der erste Nachtfrost auftut. Wenn die Eisbegonie ihre Blätter verliert, ist sie aus dem Beet auszugraben, überwintert wird nur die Knolle der Pflanze. Sie sollte in den Wintermonaten zur Lagerung in einem frostsicheren Raum untergebracht werden. Zu Beginn des Frühlings wird die Knolle aus dem Winterschlaft geholt.

Macht das Vorziehen der Eisbegonien Sinn?
Durchaus. Von Jänner bis März, bei einer Temperatur von 22 bis 24 Grad, ist das sehr gut möglich. Mit piliertem Saatgut gelingt die Aussaat am besten. Drei bis vier Wochen nach der Aussaat werden die Sämlinge in kleine Anzuchttöpfe gepflanzt.

Systematik

Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Kürbisartige (Cucurbitales)
Familie: Schiefblattgewächse (Begoniaceae)
Gattung: Begonien (Begonia)
Art: Semperflorens-Begonien

Wissenschaftlicher Name

Begonia ×semperflorens-cultorum

Zusammenfassung

Bei der Eisbegonie handelt es sich um eine sehr beeindruckende Beet-, Balkon- und Zimmerpflanze. Die kleine kompakte Pflanze, die eine maximale Höhe von 30 Zentimeter erreicht, ist absolut pflegeleicht und trotzt dem Wind, dem Regen und diversen Trockenperioden. Die Pflanze aus den tropischen Regenwäldern von Südamerika zeichnet sich durch ihre Blütenpracht aus. Die großen, gefüllten Blüten, die es mittlerweile in fast jeder Farbe gibt, gelten als Hingucker. So lange sie nicht der direkten Mittagssonne oder starkem Frost ausgesetzt sind, entwickeln sich die Schiefblattgewächse sehr gut.

Artikelbild: © jojoo64 / Bigstock.com

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