Eisenhut

Eisenhut

Im jedem Garten gibt es auch schattige Plätze. Das schöne Blau der Blüten des Eisenhutes ist sehr gut für die Bepflanzung eines Schattenbeetes geeignet. Allerdings sollte das Hahnenfußgewächs Eisenhut nicht in Gärten gepflanzt werden, in denen Kinder spielen. Denn der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus) gehört zu den giftigsten Pflanzen der Welt.

Medizinische Wirkung

Trotz seiner Giftigkeit besitzt der Eisenhut Inhaltsstoffe, die eine medizinische Heilwirkung aufweisen. Die Medikamente sind allerdings verschreibungspflichtig. Eisenhut wird eingesetzt bei Entzündungen und Schmerzen der Nerven. Das Aconitin aus dem Blauen Eisenhut wird in der Augenmedizin verwendet, um für bestimmte Untersuchungen die Pupillen zu erweitern. In der Homöopathie hat sich Aconitum napellus bei grippalen Infekten, die ganz plötzlich auftreten können, einen Namen gemacht. In der Apotheke ist Aconitum napellus ab der Potenz D 4 frei verkäuflich.

Geschichtsträchtige Pflanze

Bereits in den Sagen des alten Griechenlands wird der Blaue Eisenhut erwähnt. Es wird berichtet, dass die Pflanze aus dem Speichel des sagenhaften dreiköpfigen Zerberus entstanden ist. Das tödliche Aconitin wurde in der Geschichte oft benutzt, um Giftanschläge zu verüben. Auch als Pfeilgift wirkte Aconitin tödlich.

Vom Umgang mit dem Blauen Eisenhut

Dennoch ist der Blaue Eisenhut eine schöne Gartenpflanze, wenn der Gärtner mit ihr mit der notwendigen Sorgfalt umgeht. Der Wurzelstock enthält besonders viel Gift. Deshalb ist es empfehlenswert, beim Teilen der Wurzeln Handschuhe zu tragen. Nach Beendigung der Arbeiten am Blauen Eisenhut sollte man sich gründlich die Hände waschen.

Die besten Wachstumsbedingungen

Heute gibt es für den Garten verschiedene Eisenhut-Arten zu kaufen. Sie alle bevorzugen einen Platz im Schatten oder Halbschatten. Der Boden sollte reich an Nährstoffen und Humus sein, damit sich eine ausdauernde Blüte vom Sommer bis in den Herbst entwickeln kann. Eisenhut kann auch in eine sonnigere Lage gepflanzt werden. Doch dann ist es wichtig, dass der Boden immer feucht gehalten wird. Ansonsten leiden die Pflanzen und werden anfällig für Krankheiten und für Schädlingsbefall. Nach einigen Jahren an einem Standort lässt die Blühwilligkeit der Staudenpflanze nach. Dann wird es Zeit, im Herbst oder im Frühjahr den Wurzelstock auszugraben und zu teilen. Die Wurzeln ähneln kleinen Rüben, die sich an dem Hauptwurzelstock entwickeln. Diese einzelnen Rüben entwickeln sich zu kräftigen neuen Stauden, wenn sie in die Erde gesteckt werden. Für den guten Start der Jungpflanzen sollte in die Pflanzlöcher etwas Kompost zugegeben werden. Der Blaue Eisenhut kann über einen Meter hochwachsen. Es gibt heute jedoch auch niedrigere Zuchtsorten zu kaufen.

Artikelbild: © podvarak / Shutterstock

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