Energieeffizientes Bauen – Schwerpunkt: Ökologische Dämmstoffe

Energieeffizientes Bauen – Schwerpunkt: Ökologische Dämmstoffe

Das selbstgebaute Eigenheim ist immer noch ein wichtiges Ziel von vielen Menschen. Das Streben nach Individualität kann besonders durch den Bau eines Hauses erfüllt werden. Neben den üblichen Merkmalen des Designs kann aber besonders die Energieeffizienz dafür sorgen, dass das Haus hervorsticht. Die Möglichkeiten dabei, das Haus energieeffizient zu gestalten, sind sehr vielseitig – allerdings ist besonders der Dämmstoff ein entscheidender Faktor, gerade auch aus ökologischer Perspektive.

Im Folgenden werden einzelne Punkte dieser Thematik näher betrachtet.

Vorteile durch energieeffizientes Bauen

Die Liste der Vorteile ist lang. Eine Unterteilung ist möglich, indem diese in Vorteile für den Hausbauer und in Vorteile für die Umwelt aufgeteilt werden. Der Hausbauer hat in erster Linie auf lange Sicht Vorteile, wenn energieeffizient gebaut wird. Die Kosten sind bei langjähriger Nutzung deutlich reduziert, wenn gute Dämmstoffe genutzt werden. Dazu zählen die meisten ökologischen Dämmstoffe. Es wird aber ebenfalls dafür gesorgt, dass die sommerliche Hitze bei langer und heißer Sonneneinstrahlung eingedämmt wird, was den Raum lange kalt hält. Daher ist das Raumklima bei energieeffizient gebauten Häusern meist auch deutlich besser, als bei anderen verwendeten Materialien.

Vorteile von ökologischen Dämmstoffen für die Umwelt

Natürlich sind ökologische Vorteile auch für den Hausbauer gut, da das Gewissen quasi beruhigt wird und Heizkosten gespart und somit auch Ressourcen geschont werden. Allerdings gehen die ökologischen Vorteile darüber hinaus. Einer dieser Vorteile liegt in den verwendeten Rohstoffen. Einige der im späteren Verlauf aufgeführten sind nachwachsend und sind somit als ressourcenschonend zu bezeichnen. Sie sind ebenso vor zu starken Preisschwankungen geschützt, was bei erdölbasierten Produkten immer ein Kalkulationsrisiko für den Hausbauer darstellt. Wenn heimische Rohstoffe verwendet werden, gibt es auch dadurch einige wichtige Vorteile – benz24.de gibt hierzu weitere Informationen im Ratgeber zu ökologischen Dämmstoffen.

Darüber hinaus profitiert die Umwelt aber auch davon, dass viele der Rohstoffe energieeffizient weiterverarbeitet werden. Das resultiert in einem geringeren Energieaufwand und somit erneut in einem Schutz und Einsparen von begrenzten Ressourcen. Somit ist dann auch die CO2-Bilanz des gesamten Hauses verbessert. Ein Grund für die verbesserte CO2-Bilanz liegt aber auch darin, dass die natürlichen Materialien dieses aufnehmen und einspeichern. Bei der Weiterverarbeitung zu Dämmstoffen wird das eingelagerte CO2 aber nicht wieder abgegeben, sondern bleibt eingespeichert.

Die Betrachtung der Vorteile ist natürlich immer unterschiedlich, da sich die einzelnen Dämmstoffe auch untereinander stark unterscheiden können. Ausnahmen gibt es daher immer.

Anwendungsbereiche von ökologischen Dämmstoffen

Die Möglichkeiten den ökologischen Dämmstoff einzusetzen sind vielseitig. Am einfachsten ist es beim Hausbau allerdings, diesen in den Wänden unterzubringen, da diese den größten Teil des Hauses darstellen der nach außen geht. Eine Dämmung dieser Bereiche hat deswegen die größte Wirkung. Ebenfalls großflächig ist das Dach, egal ob es schräg oder flach ist. Die Sonneneinstrahlung beim Dach ist besonders hoch und da warme Luft bekanntlich nach oben steigt, ist es auch sinnvoll in diesem Bereich gut zu dämmen. Auch Innenwände, Zwischendecken und Keller können nach den eigenen Wünschen gedämmt werden, damit die Luft in den gewollten Räumen gespeichert wird. All diese Dämmungen lassen sich mit ökologischen Dämmstoffen durchführen.

Die Dämmung von Wänden und Co. ist natürlich nur solange sinnvoll, wie auch Fenster und Türen über gute Isolierungen aufweisen, da diese besonders anfällig für entsprechende Lücken sind.

Hanf als energieeffizienter Dämmstoff

Einer der natürlichsten und ältesten Werkstoffe ist das weiterverarbeitete Hanf. Als Garn findet es schon lange Verwendung und auch andere Nutzungen sind nicht ungewöhnlich, daher überrascht es keineswegs, Hanf auch als Dämmstoff wiederzufinden. Die Vorteile der CO2-Speicherung sind daher ebenso vorhanden, wie das Nachwachsen des Rohstoffes. Hanf ist ebenfalls heimisch. Als Dämmstoff wird Hanf in Rollen, Matten, Filz und als Stopfhanf verwendet. Geeignet ist der Hanf besonders für die Dämmung von Perimetern. Allerdings können auch andere Hohlräume gestopft werden. Gleichzeitig können auch Innenwände gut damit isoliert werden.

Flachs als Alleskönner für die Dämmung

Die ökologischen Vorteile des Hanfs bietet auch der nachwachsende und auf pflanzlicher Grundlage basierende Flachs. Auch die Verarbeitungsform ist sehr ähnlich, indem die Flachspflanze zu Matten, Platten und weiteren Formen weiterverarbeitet wird. Für den Aspekt des ökologischen Bauens ist Flachs als Dämmstoff besonders sinnvoll, da die verwendeten Teile ohnehin nur Abfallprodukte von anderen Verarbeitungen sind.

Flachs unterscheidet sich aber dadurch von Hanf, dass es auch für Außendämmungen verwendet werden kann, da es etwas besser mit den Widrigkeiten des Außenbereichs zurechtkommt. Somit sind Außendämmungen im Bereich des Dachs und auch im Bereich der Fassade möglich. Auch das Abdichten von Türen und Fenstern, was eine enorme Rolle spielt, ist mit Flachs gut möglich, wodurch die Energieeffizienz steigt.

Weitere nachwachsende und pflanzliche Rohstoffe sind Holz und Kork. Diese stammen beide von Bäumen und sorgen für eine dauerhafte Speicherung von CO2, wodurch sie sich besonders gut eignen. Ähnliches gilt auch für die natürlichen Rohstoffe Stroh und Seegras.

Schafswolle als tierischer Dämmstoff

Der wärmende Effekt von Schafswolle ist schon lange bekannt. Dass die Wolle aber auch zum Dämmen von Häusern genutzt werden kann, ist nur den Wenigsten bekannt. Dabei liegt der Vorteil der Schafswolle darin, dass diese ebenfalls nachwachsend und natürlich ist. Die Züchtungen von Schafen ist heutzutage nur noch in den wenigsten Fällen auf die Wolle ausgerichtet, sondern eher auf das Fleisch ausgelegt, weshalb die Wolle ohnehin nur ein Nebenprodukt darstellt. Zur Dämmung wird die Wolle dann ebenfalls im Perimeter genutzt, wobei die verarbeiteten Matten und Platten auch an weiteren Bereichen im Innenraum eingesetzt werden können. Dazu zählen besonders Zwischendecken und Wände.

Schafswolle kann auch als Trittschalldämmung genutzt werden und bietet somit besonders akustische Vorteile.

Recyclingprodukte als Dämmstoff

Da ökologische Dämmstoffe nicht nur aus nachwachsenden Produkten bestehen müssen, können auch wiederverwertete Materialen Verwendung finden und weiterhin so bezeichnet werden, da sie mehrere Probleme gleichzeitig angehen. So verbrauchen sie einerseits keine neuen Materialien, sondern verwenden nur bereits genutzte Ressourcen. Gleichzeitig verhindern sie aber auch, dass die bereits verwendeten Materialien zu Müll werden. Zellulose, welche aus Altpapier gewonnen wird, ist ein Beispiel dafür und kann zu Dämmplatten weiterverarbeitet werden. Die Anwendungen im Innenbereich des Hauses sind danach vielseitig.

Zusammenfassung

Ein wichtiger Aspekt des energieeffizienten Bauens ist die Verwendung von guten Dämmstoffen, da diese den Energieverbrauch eindämmen. Besonders ökologische Dämmstoffe sind dazu gut geeignet, da sie nicht nur dem Hausbauer, sondern auch der Umwelt viele Vorteile bringen.

Artikelbild: © pixpack / Bigstock.com

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