Kosten von Estrich: Faktoren und Spartipps

Kosten von Estrich: Faktoren und Spartipps

Ein Bauunternehmen ist meist keine billige Sache. Eines der wichtigen Schritte ist die Verlegung von Estrich. Hier sollte der Heimwerker die Kosten im Auge behalten. Doch diese variieren aufgrund verschiedener Faktoren.

Was kostet Estrich?

Wer eine Firma mit dem Estrichverlegen beauftragt, kann sich demnach an folgenden Richtwerten für die Kalkulation orientieren:

Art des EstrichsKosten pro m²
Zementestrich (60 mm)ca. 12 – 19 Euro
Fließestrich (40 mm)ca. 14 – 22 Euro
Gussasphaltestrichca. 25 – 32 Euro
Trockenestrich (20 mm)ca. 15 – 20 Euro
Trockenestrich (40 mm)ca. 23 – 27 Euro

Dazu kommen meist noch Wärmedämmung, Dämmstreifen, Dampfsperre sowie weitere Arbeiten wie das Anschleifen. Diese kann mit 1,50 bis 3 Euro zu Buche schlagen. Daran sollte auch nicht gespart werden. Manche Anbieter lassen sich auch auf Deals ein: In manchen Fällen kann der Häuslebauer auch mit Eigenleistung den Preis verändern. Gespräche lohnen sich und Kostenvoranschläge sollten von mehreren Anbietern verglichen werden.

Wie bereits oben erwähnt, erhöhen sich die Kosten durch die Kombination mit einer Fußbodenheizung ebenso. Pro Quadratmeter. Doch das wohlige Gefühl an den Füßen ist dieser Preis so manchem Hausbauer wert.

Unterschiedliche Estrichsorten – unterschiedliche Preise

Doch was kosten die verschiedenen Estriche? Der Zementestrich ist der günstige unter ihnen. Er verfügt nur über eine einfache Zusammensetzung und kann sowohl innen als auch im Außenbereich eingesetzt werden. Jedoch ist er nur für kleinere Flächen geeignet, da er sich beim Trocknen zusammenzieht. Auch ist seine Trockenzeit mit bis zu 30 Tagen enorm lang. Am teuersten ist Trockenestrich, der jedoch am schnellsten trocknet. Fließestrich und Gussasphaltestrich liegen preislich zwischen diesen beiden.

Wie die Kosten von Estrich entstehen

Es gibt keine Pauschalangabe für die Kosten von Estrich. Wenn Estrich beim Bauen des Haues verlegt werden muss, sind die Kosten von Haus zu Haus unterschiedlich. Denn es gibt Faktoren, die diese variieren lassen. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Art des Estrichs
  • Schichtdicke
  • Flächen
  • Trockeneigenschaften
  • Integrierung einer Fußbodenheizung

Es gibt unterschiedliche Estriche, die verwendet werden. Infrage kommen beispielsweise Zementestrich, Gussasphaltestrich, Fließestrich und Trockenestrich. Diese variieren in sich bereits in den Preisen. Ebenso benötigen die verschiedenen Estriche unterschiedliche Schichtdicken. Bei Fließestrich sind 40 Millimeter Standard. Zementestrich benötigt 60 Millimeter. Natürlich hängen die Kosten der Verlegung auch von der zu verlegenden Fläche ab. Daher werden die Preise oft pro Quadratmeter angegeben. Soll eine Fußbodenheizung integriert werden? Diese erhöht die Kosten natürlich. Aber auch die Trockeneigenschaften sind ausschlaggebend. Denn was nützt es, wenn der Estrich billig war, aber lange trocknen muss und so der Bau nicht weiter gehen kann.

Bei besonders großen und zusammenhängenden Flächen gewähren manche Anbieter einen günstigeren Preis, denn der Zeitaufwand relativiert sich durch die Masse.

Für Selbstmacher: Kosten von Estrich und Zubehör

Jedoch gibt es auch Handwerker, die den Betonstrich selbst verlegen wollen, ohne auf eine Fachfirma zurückzugreifen. Das ist oft bei kleinen Bauvorhaben gang und gäbe. Diese Heimwerker müssen die Kosten natürlich ganz anders kalkulieren, denn ihre Eigenleistung macht es billiger. So braucht es nur die Materialien: Estrich, Dämmung, PE-Abdeckfolie und Co. Ein 40-Kilo-Sack Zementestrich ist hier schon für unter drei Euro zu bekommen. Aber nicht nur die reinen Estrichkosten schlagen zu Buche. Auch die Arbeitsmaterialien darf der Heimwerker dabei nicht vergessen. Hier dazu gehören unter anderen:

  • Estrichabzieher
  • Eimer
  • Betonmischmaschine (oder Mörtelmischer)
  • Schaufel
  • Abziehlatte
  • Glätter
  • Reibeblatt
  • Wasserwaage

Am meisten schlägt hier die Betonmischmaschine zu Buche. Denn nicht jeder Heimwerker hat diese einfach in der Garage stehen. Für einen Einsatz zu kaufen, lohnt sich jedoch auch selten. Mieten ist hier die beste Alternative. Je nach Größe variieren die Kosten. Eine kleine Maschine kann schon ab etwa 20 Euro pro Tag ausgeliehen werden. Ein Mörtelmischer liegt in der gleichen Preiskategorie.

Auch die Transportkosten sollten in die Kalkulation des Heimwerkers inbegriffen sein. Fahrten von und zum Baummarkt gehören streng genommen ebenfalls zu den Kosten der Estrichverlegung.

Tipps zum Sparen bei den Estrichkosten

Bei Estrich sollte nicht an der falschen Stelle gespart werden. Wer einen schnellen und damit billigen Estrich verwendet, kann sich später schnell ärgern. Dennoch ist es möglich, auch bei der Estrichverlegung Kosten einzusparen. Schnäppchen bezüglich Material und Arbeitsutensilien sind oft per Kleinanzeigen zu finden. Ein gebrauchter Estrichabzieher sowie Restposten von Estrich können den Geldbeutel schonen. Auch so mancher Heimwerkerkollege oder Freund kann mit einer Betonmischmaschine oder einem Mörtelmischer helfen und so die Kosten senken.

An einem sollte nicht gespart werden: an der Zeit! Der Estrich sollte unbedingt genügend Zeit zur Verfügung haben, um auszuhärten, bevor die Bauarbeiten weitergehen.

Zusammenfassung

Pauschal ist die Frage nach den Kosten von Estrich nicht zu beantworten. Denn es hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie Estrichart, Schichtdicke oder ob eine Fußbodenheizung hinzukommen soll. Ein Vergleich der Angebote verschiedener Firmen lohnt sich. Aber auch in Eigenleistung sollten die Kosten im Auge behalten werden. Hier gilt es jedoch für den Heimwerker, nicht an der falschen Stelle zu sparen.

Artikelbild: © muratart / Shutterstock


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