Feng-Shui-Ratgeber (Teil 2) – Tipps für den Hausbau

Feng-Shui-Ratgeber (Teil 2) – Tipps für den Hausbau

Mit der Auswahl des passenden Standorts für das neue Zuhause wird der Grundstein für eine schöne Zukunft gelegt. Als nächstes beschäftigt man sich mit der Lage des Hauses auf dem Grundstück und Form des Gebäudes. Ein Grundstück mit guter Energie soll idealerweise einen regelmäßigen Umriss aufweisen. Bevorzugt werden Bauplätze in der Rechteck- oder Quadratform. Dreiecke, T-, L- und U-Formen sollten nach Möglichkeit gemieden werden. Das betrifft auch die Grundstücke mit nicht parallel zueinanderpassenden oder unterschiedlich langen Seiten. Bei solch „unglücklichen“ Bauformen kann bei der Bagua-Analyse eine Ecke des Oktagons fehlen, was eine negative Auswirkung auf konkrete Lebenssituation haben kann. Das Leben mit Feng Shui ist ein Leben im Gleichgewicht. Die richtigen Proportionen und Ausgeglichenheit sind auch beim Hausbau relevant. Alle Elemente des Hauses sollen in ausgewogenem Verhältnis zueinanderstehen: die Maße von Türen und Fenstern, die Größe der einzelnen Wohnräume und sogar die Zahl der Fenster und Türen.

Die Hausformen: Proportionen und Farben

Eine ungünstige Situation entsteht, wenn das Haus vom Volumen her so groß ist, dass die Nachbarshäuser dadurch quasi „erschlagen“ werden. Für die Hauseinwohner wird es noch schlimmer, wenn durch seine Größe das Grundstück klein wirkt. Solches Ungleichgewicht kann mit Feng Shui Mitteln ausgeglichen werden. Der Außenbereich macht einen größeren Eindruck, wenn auf dem Grundstück gezielt Außenleuchte aufgestellt sind. Werden die Außenwände in einem dunklen Farbton gehalten, kann so die Yang-Kraft eines zu großen Hauses kompensiert werden. Ein Gleichgewicht zu den Nachbarn herzustellen ist nicht immer leicht, das Haus und die Grundfläche müssen im Idealfall etwa gleich groß sein. Die Energie Chi kann in einer solchen Konstellation unbehindert und gleichmäßig von einem Haus zum anderen fließen. Ist das Haus von vielen Bäumen und Sträuchern umgeben, wirkt sich das auch positiv auf den Energie-Fluss aus. Bei zu dichter Bebauung kann die Chi-Zirkulation gehindert oder blockiert sein. In der Planungsphase muss das Verhältnis von Fenstern zu Türen im Auge behalten werden. Idealerweise sollten Sie für drei Fenster eine Tür verbauen. Bei der Farbauswahl stehen die Wände, Dachziegeln und Fußböden in gemeinsamer Harmonie, geordnet nach den Fünf Elementen des Bagua. Die günstigste Positionierung des Hauses auf dem Grundstück ist in die südliche Richtung gegeben. Der Süden gilt in der Feng-Shui-Lehre als ein Ort des Reichtums und der Wärme.

Beim Thema „Dach“ sind lange oder sich vielfältig schneidende Dachlinien zu vermeiden, disee können den benachbarten Grundstücken schaden. Bei dem Hausbau sollten Dächer mit einer flachen Neigung, den Hügeln ähnlich, bevorzugt werden. Die sind mit dem Bagua-Element Erde verknüpft und besitzen eine günstige Energie. Dächer, die steil sind, repräsentieren das Element Feuer und wirken sich ungünstig aus. Pyramidendächer sind beim Hausbau im Grunde genommen günstig, allerdings darf man nicht vergessen, dass sie für die Pharaonen als Grabstätte dienten. Damit sind sie ein Haus des Todes, also ein Ort voller negativer Energie. Häuser mit flachen Dächern ähneln einem Hügel mit flachem Plateau, ebenfalls ein ungünstiges Zeichen. Eine leichte Dachneigung, ist die ideale Lösung, und sollte beim Dachausbau in Betracht gezogen werden.

Die Bedeutung der Zufahrtswege

Zufahrtsstraßen und Wege sollen laut der Feng-Shui-Lehre freundlich und einladend wirken. Kreis- und halbkreisförmige Wege, die sich dem Haus seitlich nähern, besitzen eine glücksbringende Chi-Energie, da Chi immer im Kreis fließt. Was unbedingt zu vermeiden ist: Der Weg darf auf keinem Fall direkt auf die Haustür zulaufen. Er würde in dem Fall einen „Giftpfeil“ symbolisieren, was noch schlimmer wird, wenn der Weg zum Haus hin immer enger wird. In diesem Fall gedeihen Pflanzen schlecht oder gar nicht, selbst die Bausubstanz macht einen „ungesunden Eindruck“. Die Zufahrtstraße soll in einem möglichst rechten Winkel zur Tür verlaufen. Der Zufahrtsweg weist im Idealfall im ganzen Verlauf dieselbe Breite auf. Wird er zum Schluss breiter oder schmäler bedeutet das eine Einschnürung – schädliche Konsequenzen im geschäftlichen und finanziellen Bereich könnten die Folge sein. Sollte das der Fall sein, können Sie dort Außenleuchten als „Heilmittel“ aufstellen. Optimale Zufahrten sollen breit und eben sein. Auf keinem Fall dürfen sie vom Haus weg abfallen, damit würde das Chi zusammen mit dem finanziellen Glück wegfließen.

Türe und Fenster: Position, Form, Zahl

Die Türen des Hauses sollen im optimalen Fall in die Richtung weisen, die für den Hausherrn glücksbringend ist (vom Hausinneren nach außen betrachtet). Die Richtung kann man mit dem Bagua-Oktagon ermitteln. Bei der Positionierung der Räume ist zu beachten, dass die wichtigsten Zimmer wie Schlafzimmer, Arbeitszimmer und Eingangstür im Süden liegen. Bei den Küchen sollte man den Südwesten vermeiden, der Osten wäre hier die beste Wahl. Die beste Position für das Schlafzimmer der Eltern ist der Südosten. Soll innerhalb der Familie ein Geschäft im Homeoffice betrieben werden, ist der Süden eine glückliche Richtung. Der entscheidende Faktor, ob die Hausbewohner die Auswirkungen des guten oder schlechten Chi spüren, ist die Ausrichtung der Haupteingangstür, durch diese gelangt das Chi ins Haus. Die Tür-Ausrichtung soll auf die älteste Person im Haus oder den Haupternährer abgestimmt sein. Grundsätzlich darf die Tür niemals auf eine Mauer, Überführung, einen hohen Hang oder sonstige große Struktur ausgehen. Das würde den Energie-Zutritt stören oder gänzlich unmöglich machen. Ungünstig ist auch die Positionierung gegenüber einer schmalen Lücke zwischen zwei Häusern. Als Folge könnten die Familienersparnisse verloren gehen. Folgende Positionen gelten ebenfalls als ungünstig:

  • gegenüber Gassen zwischen den Gebäuden
  • in Richtung einer Straßenbiegung oder Krümmung
  • wenn die Tür gegenüber der Kante einer Überführung liegt

In der Feng-Shui-Lehre sind Fenster sehr wichtig, um das Gleichgewicht im Leben zu sichern. Ideal ist es, wenn das Fenster rechteckig ist und sich nach außen öffnen lässt. Solche Fenster lassen das gute Chi ins Haus und bescheren den Bewohnern neue Möglichkeiten im privaten wie auch geschäftlichen Leben. Hat das Haus zu viele Fenster (3:1 ist das ideale Verhältnis zwischen Fenstern und Türen) sind Streitigkeiten zwischen Eltern und Kinder vorprogrammiert. „Giftpfeile“ erzeugen nach Feng Shui ein schlechtes Chi, vor allem die Haupteingangstür muss vor ihnen geschützt werden. Selbst wenn ein Haus komplett mit guter Energie gefüllt ist, macht ein auf die Tür zeigender „Giftpfeil“ diese zunichte.

Alles, was das Shar-Chi („schädlicher, verderblicher Hauch“) erzeugt, muss nach Möglichkeit gemieden werden:

  • Dachlinien, die spitzwinklig verlaufen
  • Bahnschienen
  • schlanke, hohe Bäume
  • Telefon- und Laternenmasten
  • Kreuze und Türme
  • Ecken der Nachbarshäuser
  • Flüsse und Kanäle

Die richtige Türposition soll die Wirkung des schlechten Chi abweisen. Die Bäume werden nur dann zum Problem, wenn sie einzeln stehen. In einer Gruppe bilden sie keine „Giftpfeile“.

Artikelbild: © Monkey Business Images / Shutterstock

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