Feng-Shui-Ratgeber (Teil 3) – Wohnbereich

Feng-Shui-Ratgeber (Teil 3) – Wohnbereich

Die Außenwelt eines Menschen wird von der Gestaltung des Zuhauses und Arbeitswelt beeinflusst. Das persönliche Verhalten, der Lebensweg und die körperliche Verfassung können von der Aufgliederung, Form und Möblierung der Wohn- und Arbeitsräume bestimmt werden. Treten Probleme oder Ungereimtheiten im Leben auf, untersucht man die Wohn- und Geschäftsräume auf die Art, wie man einen Menschen untersuchen würde. Das Haus stellt den lebenden Organismus dar: Die Türen und Fenster sein die Mundöffnungen und Augen. Diese lassen so viel Chi-Energie in die Räume ein, wie für das Gleichgewicht erforderlich ist. Die Flure in einem Haus sind wie die menschlichen Arterien, die das Chi zwischen den Räumen verteilen. Eine gezielte Anordnung von Möbeln, Pflanzen und Innentüren steuert die Energie durch die Räumlichkeiten.

Innenarchitektur – Die ersten Schritte

Entsprechend der acht Himmelsrichtungen aus dem ersten Teil des Feng Shui Ratgebers splittet man das Wohnhaus in neun Bereiche, der neunte Sektor liegt in der Mitte. Jeder ausgewählte Bereich entspricht einer Haupt- (Osten, Westen, Norden, Süden) oder einer Sekundärrichtung (Nordwesten, Südwesten, Nordosten, Südosten). Am einfachsten erstellt man es mithilfe eines Grundrisses. Möchte man bereits beim Betreten des Hauses einen positiven Eindruck erzeugen, sollten sich die Haustüren in geräumige, helle Wohnräume öffnen. Idealerweise öffnet der Haupteingang nach innen und erlaubt einen tieferen Blick in das Hausinnere. Führt der Eingang in eine dunkle und enge Diele, befestigt man an der Wand einen Spiegel und verstärkt die Beleuchtung dieses Bereiches.

In fast jedem Haus sind Ecken, Säulen und Balken zu finden. Diese Merkmale weisen jedoch auf eine negative Energieausstrahlung hin und sollten neutralisiert werden. Sind an den Decken Balken angebracht, ist es wichtig, diese so weit es geht zu maskieren. Offene Balken schaden dem Chi einer Familie und hindern das Wachstum sowie die finanziellen Erfolge der Hausbewohner. Stehen Stühle, Betten oder Sofas unter an den Decken sichtbaren Balken, können Kopfschmerzen, Unglück und geschäftliche Probleme folgen. Die Decken in den Wohnräumen sollen am besten ebenflächig sein.

Jede Art von Säulen und einspringenden Ecken sind nach Feng Shui in Häusern unerwünscht. Wenn sie dennoch vorhanden sind, in älteren Häusern zum Beispiel, helfen einfache Maßnahmen, das Problem zu neutralisieren. Mit Pflanzen kann man die Säulen und Ecken verdecken. Bei der Pflanzenwahl sind Kletterpflanzen mit breiten, runden Blättern, die beste Wahl. Scharfe Kanten werden von den Pflanzen geschwächt und sie zerstreuen die negative Chi-Energie.

Räumlichkeiten auf verschiedenen, hohen Ebenen gilt es, zu vermeiden. Falls es keine andere Lösung gibt, sollte man den Essbereich auf die höhere Ebene einplanen. Dadurch wird gesorgt, dass die Feng Shui Energie der Hausbewohner höher als die der Besucher ist, welche man im tiefer gelegenen Wohnzimmer empfängt. Das Gleiche gilt für das Schlaf- und Arbeitszimmer – sie dürfen niemals auf den unteren Ebenen im Haus liegen.

Treppenhäuser unterliegen ebenfalls bestimmten Feng Shui Bedingungen, damit das Gleichgewicht im Haus und das Wohlbefinden der Einwohner gesichert ist. Im Wohngebäude dürfen die Treppenaufgänge nicht direkt hinter der Haupteingangstür beginnen. Im Idealfall ist die Tür gar nicht zu sehen. Vorteilhaft für das Chi sind sanft geschwungene Treppen, gerade und lange Treppen sind dagegen nicht empfehlenswert. Wendeltreppen sind ein absolutes No-go: Durch die Korkenzieher-Form bohrt sich die Treppe in das Haus hinein, was für die Familie ungünstig ist. Nach dem Bagua-Regeln führt es zu finanziellen Verlusten, wenn das Treppenhaus im Bereich „Reichtum“ liegt.

Anordnung der Türen und Durchgänge im Haus

Die Feng Shui Qualität im Haus hängt von der Anzahl, Ausrichtung, Form und Positionierung der Türen im Gebäude ab. In erster Linie achtet man bei der Planung darauf, dass nichts Scharfes oder Kantiges auf die Tür zeigt. Mehrere Türen hintereinander zu planen kann je nach Stil schick und modern aussehen, bedeute aber im Endeffekt ein schlechtes Chi. Diese Hinweise helfen, einige Fehler bei der zu vermeiden:

  • wenn zwei Türen im 90-Grad-Winkel zueinander liegen, sollten sie sich in die jeweiligen Räume und nicht nach außen öffnen;
  • es ist vorteilhaft, massive Türen als Haupteingangstür zu nutzen, am besten aus Holz. Je größer die Tür, desto mehr Glück bringt sie den Hausbewohnern;
  • liegt der Wohnungseingang am Ende eines langen Flurs, sind hier zu starke Chi-Kräfte im Einsatz. Stellt man eine Topfpflanze in die Mitte, lässt sich so entgegenwirken. Das hilft genauso gut bei schmalen und langen Korridoren in der Wohnung. Die Pflanzen verlangsamen den Chi-Fluss und ermöglichen eine gleichmäßige Energieverteilung in der Wohnung. Die daraus entstandenen geschwungenen Energie-Bahnen bringen Glück.

Artikelbild: © Franck Boston / Shutterstock

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