Fenster putzen ohne Schlieren und Streifen

Fenster putzen ohne Schlieren und Streifen

Studien belegen, dass das Fensterputzen zu den unangenehmsten Hausarbeiten überhaupt gehört. In der Tat ist es nicht so einfach, die Fenster so zu putzen, dass sie hinterher tatsächlich frei von Schlieren und Streifen sind. Gerade Anfänger haben das Gefühl, die Scheiben seien nach dem Reinigen eher noch schmutziger als zuvor. Es gibt jedoch einige Tipps und Tricks, die Ihnen das Fensterputzen wirklich erleichtern und dafür sorgen, dass die Scheiben sauber und streifenfrei werden.

Wenn Sie die Werbung im Fernsehen verfolgen, werden Sie feststellen, dass immer wieder neue Wundermittel vorgestellt werden, die das Reinigen der Fenster revolutionieren sollen. Angeboten werden zum Beispiel spezielle Reinigungsmittel, moderne Dampfstrahler und praktische Fenstersauger. Viele Menschen befolgen aber Haushaltstipps und nutzen stattdessen Hausmittel wie Essig, Spülmittel, Spiritus und Zeitungspapier. Doch welche Methode sorgt tatsächlich für ein strahlend sauberes Ergebnis? Eine Antwort auf diese Frage erhalten Sie im heutigen Ratgeber.

Wasser und Abzieher sind nach wie vor ein effektives Team

Am besten sind Sie mit der herkömmlichen Reinigung beraten, welche Spülwasser und Gummiabzieher kombiniert. Diese Variante ist preisgünstig, einfach und geht auch noch sehr schnell. Achten Sie auf einen hochwertigen Abzieher mit einer stabilen Gummilippe, um Streifen zu vermeiden.

Vorsicht:
Wenn Staub oder Pollen an den Fenstern haften, sollten Sie zunächst einen weichen Besen verwenden, um die Scheibe abzukehren. So stellen Sie sicher, dass keine Kratzer entstehen.

Anschließend gehen Sie einfach nach der folgenden Anleitung vor:

  1. Füllen Sie einen Eimer mit warmen Wasser
  2. Spezielle Glasreiniger oder Putzmittel benötigen Sie nicht
  3. Geben Sie dem Wasser stattdessen einen Tropfen Spülmittel bei
  4. Flecken durch Kalk beugen Sie mit einem Schuss Essig vor
  5. Verwenden Sie einen weichen Schwamm und waschen Sie die Scheibe mit dem Wasser ab, um den hartnäckigen Schmutz zu entfernen
  6. Sobald Sie die Fensterscheibe von oben bis unten eingeseift haben, reinigen Sie auch die Fensterrahmen
  7. Nehmen Sie den Abzieher zur Hand und ziehen Sie das überschüssige Wasser Bahn für Bahn in waagerechter Richtung von der Scheibe
  8. Wichtig ist, dass die Gummilippe möglichst in einem Zug über die Scheibe gleitet
  9. Nach jedem Abwischen streifen Sie die Gummilippe an einem Tuch ab

Sollte sich nach dem Abziehen in den Ecken noch Flüssigkeit befinden, entfernen Sie diese mit Fensterleder oder einem Mikrofasertuch.

Mit Fenstersaugern wird das Abziehen noch einfacher

Fenstersauger gibt es mittlerweile von vielen bekannten Marken wie zum Beispiel Kärcher. Der Praxis-Test zeigt: Sie erleichtern die Arbeit im Haushalt tatsächlich um Einiges. Sie funktionieren genauso wie herkömmliche Abzieher, saugen die überschüssige Feuchtigkeit aber direkt ab und leiten sie in einen Wassertank um. Das lästige Abwischen der Rahmen und der Gummilippe des Abziehers entfällt daher völlig. Nicht nur fürs Fensterputzen ist ein Fenstersauger eine sinnvolle Investition. Er hilft auch beim Reinigen anderer Flächen aus Glas sowie beim Säubern der Fliesen im Bad, sodass diese schnell wieder mehr Glanz bekommen.

Bei Streifen vorsichtig nachpolieren

Egal, ob Sie mit einem herkömmlichen Abzieher oder mit einem Fenstersauger hantieren, manchmal lassen sich Streifen trotz aller Vorsicht nicht vermeide. Das ist aber kein Grund zu verzweifeln! Verwenden Sie Fensterleder oder einen Lappen aus Microfaser, um diese Streifen weg zu polieren.

Hinweis:
Gerade ältere Menschen setzen auf Zeitungspapier, um Streifen zu entfernen. Wir raten jedoch davon ab, denn die Druckerschwärze kann dunkle Ränder auf dem Rahmen hinterlassen, die nur schwer entfernt werden können.

Sie sollten darauf verzichten, Ihre Fenster bei Sonnenschein zu putzen. Verschmutzungen werden am deutlichsten sichtbar, wenn die Sonne direkt zum Fenster hinein scheint. Dennoch ist es keine gute Idee, in diesem Moment die Fenster zu putzen. Durch die Wärme der Sonne trocknen die Scheiben schnell wieder, sodass unschöne Streifen bleiben. Stattdessen ist es sinnvoller, den richtigen Zeitpunkt abzuwarten. Am besten werden alle Fenster in der Wohnung geputzt, wenn das Wetter bewölkt, aber trocken ist. Im Winter darf es nicht zu kalt sein.

Bei matten Fenstern hilft Leinöl

Durch das regelmäßige Putzen und den Einsatz von Reinigungsmitteln werden Fenster mit der Zeit meist etwas matt.

Tipp:
Geben Sie ein paar Tropfen Leinöl auf einen Lappen und wischen Sie die Fensterscheibe damit gründlich ab. Anschließend lassen Sie das Öl einige Zeit lang einwirken, bevor Sie die Fenster sorgfältig abspülen.

Vor der Behandlung mit Leinöl sollten Sie die Fenster jedoch schon grob von Schmutz und Dreck befreit haben.

Weitere Hausmittel zum Putzen der Fenster

Neben Essig, Zeitungspapier und Leinöl gibt es einige weitere Hausmittel, die zum Fensterputzen immer wieder gern empfohlen werden. Natürlich lässt sich darüber streiten, ob diese Tipps tatsächlich zu dem gewünschten Effekt führen. Einen Versuch ist es aber sicherlich wert, also probieren Sie es doch einfach selbst einmal aus. Zu den empfohlenen Hausmitteln gehören zum Beispiel:

  • Spiritus
  • Brennnesseln
  • Waschnüsse
  • Gebiss-Reiniger
  • Schwarzer Tee mit Zitrone
  • Zwiebeln
  • Teebaumöl
  • Kartoffelschalen

Damit die Fensterscheiben von außen nicht beim nächsten Regenguss wieder unschöne Spritzer aufweisen, können Sie sie mit einem handelsüblichen Regenabweiser behandeln. Dieser wird normalerweise verwendet, um Autoscheiben zu versiegeln. Wie der Name schon sagt, wehrt er das Regenwasser ab, sodass sich der saubere Fensterglanz konservieren lässt.

Lästiges Fensterputzen ade!

Trotz allem ist und bleibt das Fensterputzen für viele Deutsche eine lästige Aufgabe. Um sich die große Arbeit beim Reinigen aller Fenster in Zukunft zu sparen, können Sie mit selbstreinigenden Fenstern vorbeugen. Solche Scheiben besitzen eine Beschichtung mit Nanopartikeln aus Titandioxid, welche dafür sorgt, dass sich Schmutz nicht festsetzen kann. Das Gute daran: So teuer sind die Fenster für Faule nicht, denn sie kosten nur etwa 20 Prozent mehr als normales Wärmedämmglas. Dieser Schritt kommt für Sie aber natürlich nur in Frage, wenn Sie in Zukunft ohnehin planen, ein Haus zu bauen. Andernfalls können Sie die Arbeit auch einfach Profis überlassen. Es gibt in Deutschland viele Services, die lästige Hausarbeiten wie Fensterputzen gegen eine kleine Gebühr übernehmen.

Artikelbild: © Svetlana Solovjova / Shutterstock

1 Kommentar

  1. Katrin 24.04.2015 09:28 Uhr

    Genau diese Info habe ich gesucht, sehr gutes Thema und hilfige Information

    direkt antworten

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