Fototapete richtig tapezieren

Fototapete richtig tapezieren

Tapeten sind seit Jahrhunderten ein fester Bestandteil der europäischen Einrichtungskultur. Die Auswahl für Muster, Tapetenarten und Strukturen ist entsprechend groß. Wer einem großen oder kleinen Tapezierprojekt gegenüber steht, der kann unsere Tapezieranleitung dazu nutzen, sich bestens vorzubereiten. Dabei geben wir nicht nur allgemeine Tipps, sondern konzentrieren uns auch darauf, wie eine Fototapete richtig angebracht wird. Denn die beliebten Motivtapeten können vor allem für Laien eine echte Herausforderung darstellen.

Das passende Motiv wählen

Unabhängig davon, welche Art von Tapeten angebracht wird, vor dem Tapezieren steht die Auswahl der Tapete. Für eine Fototapete gibt es dabei viel zu entdecken. Online wie offline ist das Angebot enorm. Es gibt Kindertapeten, Motivtapeten und Fototapeten. Für ein Kinderzimmer sind bunte Bilder mit bekannten Motiven aus dem Film und Fernsehen eine schöne Wahl. Aber auch Tiermotive eignen sich für eine kindgerechte Umgebung sehr gut.

Soll die Motivtapete einen dekorativen Fokuspunkt im Raum bilden, sind Fotografien im Großformat erhältlich. Ein Naturmotiv mit Wasserfall, die Skyline von New York oder der Eiffelturm, es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Es bietet sich an, die großen Bilder an einer Wand zu nutzen, die nicht mit Möbeln zugestellt ist – so wirkt sie besonders gut. Die restlichen Wände im Raum in einer dezenten Farbe halten, sonst wirkt die Fototapete schnell überladen.

Es ist möglich, eigene Fotos auf Motivtapeten drucken zu lassen. Dafür am besten online nach einem passenden Anbieter suchen. Allerdings muss die Bildqualität für die Fotovorlage extrem hochauflösend sein, um auch im Großformat hochwertig zu wirken.

Mustertapeten können unter Umständen auch im ganzen Raum zum Einsatz kommen. Vor allem in großen Räumen ist dies ohne Probleme möglich. Für kleine Räume die Mustertapete nur an einer Wand einbinden.

Welches Material ist am besten geeignet?

Bei Fototapeten und normalen Tapeten gibt es diversen Materialien zu entdecken:

  • Glattvlies
  • Strukturvlies
  • Recycel-Papier
  • Und viele mehr

Welches Tapetenmaterial am besten geeignet ist, hängt von mehreren Faktoren ab. So ist nicht jeder Untergrund für jede Tapetenart gleich gut geeignet. Eine klassische Wahl für Standard-Tapeten sind Vliestapeten. Fototapeten sind darüber hinaus als Papiertapete oder Hochglanztapete erhältlich. Es gibt dabei für jede Tapetenart viele Tipps und Tricks, wie eine Fototapete richtig angebracht wird.

Vorbereitung zum Tapezieren

Tapeten immer auf einem sauberen Untergrund aufkleben. Dafür vor dem Tapezieren die Resttapeten oder alten Farbschichten rückstandslos entfernen. Um dies möglichst sauber und ohne Probleme durchzuführen, sollten die passenden Utensilien griffbereit sein.

Werkzeug

  • Sprühflasche
  • Schwamm
  • Drahtbürste
  • Spachtel

Hochwertiger Tapetenkleister lässt sich mit Wasser leicht lösen. Die alten Tapeten ausreichend befeuchten. Mindestens 10 Minuten einwirken lassen. Anschließend mit der Hilfe von einer Spachtel und gegebenenfalls einer Drahtbürste, die alten Tapeten langsam von der Wand ziehen. Vorsichtig arbeiten, um möglichst große Stücke auf einmal entfernen zu können.

Um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen, Steckdosen und Lichtschalter von der Wand montieren. Dafür den Strom abstellen. Natürlich auch Nägel oder Ähnliches von der Wand entfernen.

Es ist dabei wichtig, die alte Tapete oder Farbreste zu entfernen, um eine gleichmäßige wie sichere Haftung zu garantieren. Durch dünne Tapeten kann die alte Farbe außerdem durchschimmern.

Ist der Untergrund tapezierbereit?

Um ein sehr gutes Ergebnis zu erzielen, sollte der Untergrund sowohl sauber als auch trocken sein. Besonders gut sind saugfähige und glatte Flächen. Wird die gesamte Wand mit der Fototapete beklebt, ist eine einfache Grundierung ausreichend, um ein ebenes Farbergebnis zu sichern. Bleibt an den Seiten ein Teil der Wand zu sehen, wird ein vollwertiger Anstrich benötigt. Eine neutrale Farbe wirkt in den meisten Fällen am besten.

Die ideale Raumtemperatur für das Streichen und das Tapezieren liegt zwischen 18 °C und 22 °C. Die Grundierung am besten während des Tages auftragen, mit ausreichend Tageslicht. Wird am Abend gearbeitet, eine gute Ausleuchtung schaffen, zum Beispiel mit speziellen Baustellenleuchten.

Es ist nicht hilfreich, die Fenster während des Tapezierens oder für das Trocknen der Tapete zu öffnen. Dies kann zu einer ungünstigen Temperaturänderung führen, was wiederum die Tapete verziehen kann.

Motiv vorbereiten und die Wände abkleben

Vor allem große Motive können schnell für Verwirrung sorgen, geht es darum, das Bild korrekt anzubringen. Am besten vor dem Tapezieren die einzelnen Bahnen nebeneinander auf den Boden legen, um das gesamte Motiv zu sehen. Gute Tapeten sind auf der Rückseite nummeriert.

Im nächsten Schritt wird die Wand am Rand mit Kreppband abgeklebt. Dies verhindert, dass Kleisterreste an der Decke oder den anschließenden Wänden landen. Der Kleister trocknet zwar klar aus und lässt sich anschließend leicht von der Wand waschen – aber diese zusätzliche Arbeit kann man sich mit dem Abkleben sparen.

Tapetenkleister ansetzen und richtig auftragen

Abhängig von der Tapetenart ist ein anderer Tapetenkleister notwendig. So gibt es unter anderem einen speziellen Vliestapetenkleister. Wenn man nicht sicher ist, welcher Kleister für die Tapete geeignet ist, einfach auf einen Universalkleber zurückgreifen.

Für das Anrühren einen sauberen Eimer verwenden, der ausreichend groß ist. Die Verpackungsbeilage des Tapetenkleisters gibt genau Auskunft über das Mischverhältnis. Den Kleister anrühren, bis er absolut klumpenfrei ist.

Vliestapeten lassen sich direkt auf die mit Kleister bestrichene Wand aufhängen. Andere Tapeten benötigen eine eigene Kleisterschicht. Die Tapete auf dem Tapeziertisch auslegen und mit einer gleichmäßigen Kleisterschicht versehen. Die untere Hälfte der Tapete auf der Rückseite zusammenlegen. Dies macht das Anbringen an die eingekleisterte Wand einfacher. Den Kleister mit einem speziellen Quast auftragen.

Fototapete ankleben

Die Wand etwa in der Breite der Fotobahn mit Kleister einschmieren. Vor dem Ankleben der Tapete prüfen, ob der Tapetenstoß an der Decke in der Waage ist. Ist dies nicht der Fall, mit einem Stift das Waagenmaß an die Wand anzeichnen. Die Oberkante der Tapete ansetzen und vorsichtig mit der Hand andrücken. Mithilfe einer Tapetenwalze mögliche Blasen unter der Tapete entfernen. Ist der obere Teil der Tapete blasenfrei und gerade an der Wand angebracht, den unteren Teil der zusammengeklappten Tapete öffnen und ebenfalls an den Untergrund drücken.

Motivtapeten müssen sehr exakt geklebt werden. Überlappen die Nähte, oder kommt es zu Lücken zwischen den Bahnen, ist dies sofort sichtbar. Tapeten mit einem Motiv daher immer auf Stoß kleben. Darauf achten, dass die Oberkante in der Waage anschließt. Werkzeuge wie ein Nahtroller erleichtern es, einen sauberen Stoß zu kleben. Abschließend lediglich mögliche Aussparungen für Steckdosen und Lichtschalter mit einem scharfen Tapetenmesser ausschneiden.

Zusammenfassung

Eine gute Vorbereitung ist für das Tapezieren von jeglichen Tapeten wichtig. Bei einer Motivtapete muss vor allem darauf geachtet werden, die Nähte korrekt anzusetzen.

Artikelbild: © magann / Bigstock.com

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