Frühjahrsputz: Garten und Haus im Frühling überprüfen

Frühjahrsputz: Garten und Haus im Frühling überprüfen

Der Frühjahrsputz im Haushalt war früher für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit: Die ersten warmen Tage des Jahres nutzt die Hausfrau, um schwere Teppiche auszuklopfen, die Gardinen zu waschen, die Fenster zu putzen und die dicken Winterbetten zu lüften. Heute sind Staubsauger, Waschmaschine sowie chemische Reinigungsmittel willkommene Helfer und machen den klassischen Frühjahrsputz unnötig, da die Wohnung und das Haus das ganze Jahr über regelmäßig gereinigt wird.

Frühjahrsputz im Haus

Gerade nach den Wintermonaten sollte das Haus sorgfältig kontrolliert werden. Nach der extrem kalten Zeit können Mauern gerissen oder Leitungen aufgefroren sein. War es dagegen regnerisch und mild, sind feuchte Fassaden und Dächer keine Seltenheit. Kluge Hausbesitzer nutzen aus diesem Grund das Frühjahr, um ihre Immobilie einer strengen Überprüfung zu unterziehen und eventuelle Winterschäden zu beheben.

Achtung: Auch neue Häuser altern. Die Verjährungsfrist für Mängel endet bereits nach fünf Jahren. Wenn es auch bei Ihrem Haus demnächst so weit ist, sollte die Immobilie von einem Sachverständigen begutachtet werden.

Besonders belastet werden im Winter die Dächer. Gerade in Ländern wie Deutschland, wo die Winter in vielen Regionen relativ lang und kalt sind und es viele Wochen schneit, sitzen die Dachziegel nach Stürmen nicht mehr richtig oder zerbrechen häufig. Ebenfalls eine große Gefahr ist, dass sich Herbstlaub vor dem Winter in den Regenrinnen ansammelt hat und entfernt werden muss. Ansonsten kann das Regenwasser nicht ungehindert abfließen. Auch die Schneefanggitter müssen kontrolliert werden. Sie sitzen häufig locker und müssen festgeschraubt werden, um den schweren Schnee auch auffangen zu können.

Übrigens: Hausbesitzer, die nicht die regelmäßige Kontrolle ihres Daches durch einen Fachmann nachweisen können, gehen bei einem Schaden häufig leer aus. Die Versicherung macht sie nämlich in diesem Fall für die entstandenen Schäden haftbar.

Schnee, Regen und Wind sind heftige Einflüsse für die Fassaden. Diese wurde oftmals tagelang nicht trocknen. Die Außenhaut der Immobilie sollte deshalb kritisch kontrolliert werden: Sind harmlose Haarrisse plötzlich größer geworden? Entstanden gar neue Risse in der Fassade? Ist der Putz an einigen stellen hohl? In diesem Fall muss eine ausführliche Schadensbilanz erstellt werden. Diese sollte in den kommenden Wochen einem Fachmann übergeben werden, der die Schäden beheben kann.

Reparatur mit einer energetischen Sanierung kombinieren

Wer eine alte Immobilie besitzt, kann die Fassadenreparatur direkt mit einer energetischen Sanierung verbinden und dabei die zahlreichen Fördermittel nutzen. Bei einer energetischen Sanierung werden in der Regel die alten Fenster durch moderne ersetzt und das Haus in ein Wärmedämmsystem eingepackt. Für solche Maßnahmen ist der Frühsommer die beste Zeit. Eine energetische Sanierung sollte allerdings nicht ohne einen unabhängigen Bausachverständigen durchgeführt werden. Die nachträgliche Dämmung eines Gebäudes birgt viele Risiken. Eine falsche Sanierung kann enorme Feuchteschäden mit sich bringen, die für viel Geld beseitigt werden müssen.

Frühjahrsputz im Garten

Zwar verursachen Winterschäden am Haus die größten Kosten, dem Garten sollte dennoch viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die nachfolgende Checkliste soll Hausbesitzern Anhaltspunkte geben, welche Aufgaben sie erwarten.

  • Haben sich die Wege im Garten durch Frost erhoben?
  • Sind Terrassen und Treppenbeläge aufgefroren?
  • Gartenwasser wieder anstellen und die Regenwassertonne auffüllen
  • Springbrunnen säubern und Pumpe einsetzen
  • Fische in den Teich setzen
  • Gartenhäuschen auf Winterschäden kontrollieren und diese beheben
  • Pool für die Saison vorbereiten
  • Gartenzäune auf Risse überprüfen
  • Bäume prüfen und Sturmschäden beseitigen

Artikelbild: © Africa Studio / Shutterstock

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