Gartenhaus streichen: Tipps zur Farbauswahl

Gartenhaus streichen: Tipps zur Farbauswahl

Regen, Frost und Schnee setzen dem Gartenhaus aus Holz mit der Zeit stark zu. Damit es über mehrere Jahre hinweg seine ansprechende Optik behält und nicht verwittert, benötigt es einen regelmäßigen Anstrich. Ob Sie Ihr Gartenhaus direkt nach dem Kauf und Aufbau streichen müssen, hängt davon ab, ob das Holz unbehandelt ist oder ob Sie ein bereits vorgestrichenes Gartenhaus gekauft haben. Letztere sind im Handel zwar eher selten zu finden, hin und wieder gibt es aber solche Modelle. So bietet etwa steda als Spezialist für Gartenhäuser auch Modelle mit Anstrich an. Das hat den Vorteil, dass Sie sich den Erstanstrich sparen können. Spätestens nach ein paar Jahren oder wenn eine andere Farbe gewünscht ist, muss aber jeder Gartenhausbesitzer zum Pinsel greifen. Für Laien ist es dabei gar nicht so einfach, im umfangreichen Angebot der Farben, Lacke, Öle und Lasuren den Überblick zu behalten. Worauf Sie bei der Auswahl der Farbe achten sollten und welche Farben bei Gartenhütten derzeit besonders im Trend sind, erfahren Sie in diesem Heimhelden.de-Ratgeber.

Warum das Gartenhaus einen Anstrich braucht

Ein Gartenhaus besteht in der Regel aus unbehandeltem Holz. Dieses würde aufgrund der zahlreichen Umwelteinflüsse schnell verwittern, wodurch es nicht nur seine schöne Optik einbüßen würde, sondern mit der Zeit auch faulige Stellen bekäme. Früher oder später würde das Gartenhaus dann in sich zusammen fallen. Ein Anstrich mit einer geeigneten Farbe ist daher unumgänglich. Ein solcher Farbanstrich schützt das Gartenhaus vor den größten Risiken der Umwelt. Dazu gehören vor allem:

  1. Feuchtigkeit
    • Regen, Nebel oder Tauwasser dingen in das Holz ein
    • Dadurch haben es Holzschädlinge leichter sich im Holz auszubreiten
    • Das Holz quillt bei Nässe auf und zieht sich bei Trockenheit zusammen
    • So entstehen Risse auf der Oberfläche
    • Durch die Feuchtigkeit wird die Stabilität des Gartenhäuschens beeinträchtigt
  2. Sonneneinstrahlung
    • Die UV-Strahlen bauen wichtige Holzbestandteile wie Lignin ab
    • Das Holz dunkelt nach und vergilbt
  3. Holzschädlinge
    • Unbehandeltes Holz wird besonders häufig von Insektenlarven befallen
    • Auch Schwämme und Bläuepilze kommen oft vor
    • Solche Schädlinge beschädigen das Holz dauerhaft

Um derartige Probleme zu vermeiden, sollten Sie bei einem unbehandelten Gartenhaus direkt nach dem Aufbau und bei einem Gartenhaus mit Anstrich spätestens nach ein paar Jahren zum Pinsel greifen und eine geeignete Farbe auftragen. Wer ein Gartenhaus in seinem Garten bauen möchte, kommt um das Streichen also nicht herum. Die einzige Alternative, die ohne Streichen auskommt, ist das Gerätehaus aus Metall, das jedoch nur zur Unterbringung von Geräten und Werkzeugen gedacht ist und nicht als Aufenthaltsraum.

Lasur, Öl oder Lack – Womit sollte das Gartenhaus gestrichen werden?

Doch welches Farbmittel ist wirklich für den Anstrich des Gartenhäuschens geeignet? Bei einem Besuch im Baumarkt werden Sie schnell merken, dass das Angebot an Anstreichprodukten für Gartenhäuser sehr umfangreich ist.

Das Gartenhaus kann wahlweise mit Holzlasur, Holzöl oder Holzlack gestrichen werden. Alle drei Varianten haben Vor- und Nachteile, die Sie bei Ihrer Entscheidung berücksichtigen sollten.

Die Holzlasur eignet sich für Weichhölzer besonders gut. Sie ist transparent und weist nur eine leichte Pigmentierung auf. Je dunkler die Farbe ist, desto höher ist der Schutz vor UV-Strahlung. Holzlasuren kommen immer dann in Frage, wenn die natürliche Holzmaserung erhalten bleiben soll. Sie schützen das Holz ähnlich wie Sonnenlotion unsere Haut. Die Lasur sollte im Abstand von zwei bis drei Jahren neu aufgetragen werden. Wenn eine Holzfläche einmal lasiert wurde, kann sie allerdings nur noch in einer gleichen oder in einer dunkleren Farbe überstrichen werden. Ein Aufhellen funktioniert nur unter hohem Aufwand.

Holzöl ist eine gute Wahl für Harthölzer. Es schützt das Holz und pflegt es. Auch hier bleibt die natürliche Holzmaserung erhalten. Harthölzer wie Teak oder Lärche erhalten durch das Öl eine höhere Widerstandskraft und sind besser vor Umwelteinflüssen geschützt. Im Handel gibt es verschiedene Tönungen zu kaufen, die zu den unterschiedlichen Holzarten passen.

Zu guter Letzt gibt es noch Holzlack, der auch als Holzfarbe bezeichnet wird. Er weist eine sehr hohe Pigmentierung auf und deckt stark. Dadurch entsteht ein permanenter UV-Schutz, der deutlich höher ist als bei Lasuren. Mit dem Auftragen von Farbe überdecken Sie jedoch die natürliche Struktur des Holzes. Darüber hinaus sind Holzfarben empfindlicher als Lasuren und Öle. Lack eignet sich gut, um älteres Holz zu renovieren. Zudem hat Holzlack den Vorteil, dass viele verschiedene Farben zur Auswahl stehen. Die Wetterbeständigkeit der Farbe ist hoch, wodurch das Holz über einen langen Zeitraum geschützt bleibt. Wenn Ihnen der Farbton nach ein paar Jahren nicht mehr gefällt, können Sie ihn mit einer beliebigen anderen helleren oder dunkleren Farbe überstreichen.

Farbiges Gartenhaus gewünscht? Tipps für die Auswahl der Farbe

Viele Gartenhaus-Besitzer wünschen sich ein farbiges Häuschen in ihrem Garten und greifen daher zu Holzlack.

Für den Außenbereich ist spezielle Wetterschutzfarbe am besten geeignet. Sie schützt das Holz gut vor den Einflüssen des Wetters. Gleichzeitig ist sie elastisch, damit das Holz weiter arbeiten kann.

Wetterschutzfarbe ist in allen Farbnuancen erhältlich, sodass Sie sich bei der Auswahl gern nach aktuellen Trends richten können. Angesagt ist im Moment vor allem ein schlichter Grauton. Einige Menschen entscheiden sich aber ganz bewusst für einen Farbtupfer im Garten und wählen Schwedenblau oder Schwedenrot für ihr Gartenhaus. Es lässt sich gut mit weißen Akzenten an den Türen und Fenstern kombinieren.

Vorsicht ist geboten, wenn Sie rohes Holz weiß lackieren möchten. Nach der Trocknung können einige Inhaltsstoffe aus dem Holz austreten, wodurch sich die weiß gestrichene Fläche gelblich verfärbt.

Wenn Sie einen solchen Gelbstrich vermeiden möchten, ist eine Grundierung erforderlich. Unter den Holzlasuren haben helle Farben wie Kiefer die Nase vorn.

Zusammenfassung

Wer in seinem Garten ein Gartenhaus bauen möchte, sollte es anschließend mit einem geeigneten Anstreichmittel behandeln. So schützt man es am besten vor Regen, Sonne und Frost. Geeignet sind Holzlasuren, Holzlacke und Holzöle, welche jeweils eigene Vor- und Nachteile haben und sowohl nach der Holzart als auch nach den persönlichen Vorlieben des Gartenhaus-Besitzers ausgesucht werden sollten.

Artikelbild: © Inalex / Bigstock.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.