Gartenmauer-Kosten – Mit welchen Preisen müssen Sie rechnen?

Gartenmauer-Kosten – Mit welchen Preisen müssen Sie rechnen?

Eine Mauer im Garten hat nicht nur den Zweck, das Grundstück abzugrenzen, sondern kann mit ihrer ästhetischen Optik auch die Umgebung rund um das Haus verschönern. Wenn Sie eine Gartenmauer bauen möchten, stehen Ihnen viele verschiedene Varianten zur Auswahl: Sie können sich für Steine aus Beton oder Natursteine entscheiden und haben auch bei der Farbgestaltung und Bepflanzung viel Spielraum. Da es so viele verschiedene Arten von Gartenmauern gibt, lässt sich auch nicht pauschal vorhersagen, mit welchem Preis Sie rechnen müssen. Doch wodurch werden die Kosten für eine Gartenmauer beeinflusst? Welche Kostenpunkte müssen einkalkuliert werden? Und wie lässt sich der Preis reduzieren? Antworten auf diese Fragen erhalten Sie im heutigen Heimhelden.de-Ratgeber.

Diese Faktoren beeinflussen die Kosten der Gartenmauer

Es gibt viele Aspekte, die die Gesamtkosten einer Gartenmauer in die Höhe treiben. So spielt beispielsweise schon die Frage eine Rolle, ob man die Gartenmauer selbst bauen möchte oder sie lieber mauern lässt. Auch die gewünschte Höhe der Mauer sowie ihre voraussichtliche Länge in Metern sind Faktoren, die den Preis beeinflussen.

Erster wichtiger Kostenpunkt: Das Fundament

Um eine hohe Standfestigkeit der Mauer sicherzustellen, ist ein stabiles Fundament das A und O. Dafür sind folgende Arbeitsschritte erforderlich:

  1. Der Boden muss mindestens 20 Zentimeter tief ausgehoben werden.
  2. Füllen Sie den Graben schrittweise mit Frostschutz, Kies und Sand auf.
  3. Zwischendurch muss der Boden immer wieder verdichtet werden.
  4. Die letzte Schicht des Fundaments bildet schließlich eine Betonschicht.

Die Materialien, die Sie für das Fundament benötigen, müssen in die Gesamtrechnung mit einkalkuliert werden. Gerade die Preise für Frostschutz, Kies und Sand werden häufig unterschätzt. Zudem benötigen Sie eine Rüttelplatte oder einen Stampfer, um das Fundament zu befestigen. Diese Geräte können Sie kostenpflichtig im Baumarkt ausleihen.

Ein wasserundurchlässiger Boden sollte zusätzlich mit einem Drainagesystem ausgestattet werden. So vermeiden Sie, dass das Fundament unterspült wird. Auch dafür entstehen weitere Kosten.

Sie können das Fundament selbst erbauen oder von einem Profi errichten lassen. Beim Fachbetrieb müssen Sie pro laufenden Meter mit Kosten von 100 Euro rechnen. Den Arbeitslohn sparen Sie sich, sofern Sie die Arbeiten selbst erledigen. In der Regel liegt der Preis pro laufenden Meter dann etwa bei der Hälfte, also bei ungefähr 50 Euro.

Die Preise für die Mauersteine können sehr unterschiedlich ausfallen

Auch die Preise für die Mauersteine beeinflussen natürlich die Gesamtkosten. Hier gibt es erhebliche Unterschiede. Zur Auswahl stehen neben den üblichen Vertretern wie Beton- und Natursteinen auch Kunststeine. Die Preisspanne ist allein bei Natursteinen sehr groß. Mit Beton oder Kunststein kommen Sie in der Regel preiswerter davon.

Materialien und Werkzeuge sind oft teuer

Wenn der Bau einer Gartenmauer Ihre erste handwerkliche Tätigkeit in dieser Richtung ist, benötigen Sie noch das entsprechende Maurerwerkzeug.

Werkzeuge:

  • Kellen
  • Mörtelfass
  • Schubkarre
  • Betonmischer

Der Betonmischer muss nicht zwangsläufig gekauft, sondern kann auch ausgeliehen werden. Auf jeden Fall sollten Sie die Kosten für das Maurerwerkzeug mit in die Kalkulation aufnehmen. Darüber hinaus sollten Sie daran denken, dass Sie einige Säcke Steinmörtel und gegebenenfalls auch Fugenmasse benötigen werden. Sofern Sie Ihre Gartenmauer begrünen möchten, kommen zum Gesamtpreis noch die Kosten für die Pflanzen hinzu.

Kalkulieren Sie auch das Zubehör mit ein

Wünschen Sie weiteres Zubehör für Ihre Gartenmauer? Das sollte natürlich ebenfalls von Anfang an in die Rechnung mit aufgenommen werden. Praktisch ist zum Beispiel eine Mauerabdeckung, die als Regenschutz dient. Für diesen Zweck gibt es spezielle Abdeckplatten, die verhindern, dass die Gartenmauer vorschnell erodiert. Informieren Sie sich vor Baubeginn über die entsprechenden Möglichkeiten und auch über das Zubehör, das in Frage kommt, wie etwa die Pflanzen für die Bepflanzung der Fugen bei einer Trockenmauer.

Gartenmauer in Eigenregie erbauen oder vom Fachbetrieb errichten lassen?

Entscheidend werden die Kosten für die Gartenmauer natürlich davon beeinflusst, ob Sie die Mauer selber bauen oder errichten lassen. Der Arbeitslohn, der zum Gesamtpreis hinzukommt, ist nicht zu unterschätzen. Allerdings haben Sie dann die Garantie dafür, eine stabile, standfeste und langlebige Gartenmauer zu erhalten.

Welche Art von Stein bevorzugen Sie?

Am preiswertesten ist es, eine Gartenmauer aus Betonsteinen errichten zu lassen.

Betonsteine waren als Material für Gartenmauern lange verpönt. Mittlerweile ist das anders, denn die Steine sind heute nicht mehr in einem eintönigen Grau gehalten, wie das früher der Fall war. Heute gibt es sie in vielen unterschiedlichen Farbnuancen, sodass Sie auch mit Betonsteinen eine optisch ansprechende Gartenmauer errichten können.

Für eine Betonsteinmauer müssen Sie Materialkosten in Höhe von 40 bis 100 Euro pro Quadratmeter einkalkulieren. Die Preise für farbige Steine sind dabei im höheren Preissegment angesiedelt. Wenn Sie stattdessen lieber eine Steinmauer anlegen und dafür Natursteine verwenden möchten, müssen Sie sich auf stark variierende Preise einrichten. Naturstein wird in vielen unterschiedlichen Qualitäten und Bearbeitungsvarianten angeboten. Eine Natursteinmauer kostet Sie zwischen 50 und 250 Euro pro Quadratmeter, wobei neben den Steinen auch der Natursteinmörtel schon im Preis inbegriffen ist. Wie hoch die Kosten konkret ausfallen, richtet sich danach, für welche Art von Natursteinen Sie sich entscheiden:

  • Mit weniger als 100 Euro pro Tonne ist Sandstein am preiswertesten
  • Kalkstein kostet ab ungefähr 120 Euro pro Tonne
  • Für Granitsteine müssen Sie etwa 150 Euro je Tonne einplanen
  • Mauersteine aus Basalt oder Schiefer kosten sogar mehrere Hundert Euro pro Tonne

Sie sehen, die Preise für Naturstein gehen wirklich weit auseinander. Sparfüchse sind auf jeden Fall mit Sandstein gut beraten.

Kostenbeispiel für eine Sandsteinmauer

Wenn Sie sich eine acht Meter lange Sandsteinmauer von einem qualifizierten Fachbetrieb errichten lassen möchten, die 1,20 Meter hoch sein soll, müssen Sie mit Gesamtkosten in Höhe von 2.850 Euro rechnen. Dieser Preis setzt sich zusammen aus den Kosten für das Fundament (etwa 880 Euro), die Sandsteine (ungefähr 1.200 Euro), den Mörtel für rund 120 Euro und die Maurerarbeit (circa 650 Euro).

Wie Sie beim Bau der Gartenmauer Geld sparen können

Natürlich haben Sie auch beim Bau einer Gartenmauer ein paar Möglichkeiten, um Geld zu sparen. Zunächst ist es empfehlenswert, sämtliche Arbeiten selbst zu erledigen, sofern Sie über das notwendige Know-how verfügen. Eventuell können Sie auch Freunde oder Familienmitglieder mit handwerklichem Geschick um Hilfe bitten. So sparen Sie sich die Kosten für die Arbeitsleistung eines Fachbetriebs, die nicht selten mindestens ein Drittel des Gesamtpreises ausmachen.

Aber auch beim Material können Sie bares Geld sparen. Wenn Sie sich für Natursteine entscheiden, können Sie diese etwa direkt am Steinbruch kaufen. Dort sind sie besonders preiswert, weil die Gebühren für Lagerung und Zwischenhändler entfallen. Zudem gibt es bei Natursteinen ebenso wie bei Betonsteinen oft die Möglichkeit, sie gebraucht zu kaufen. Nicht selten werden sie an Selbstabholer sogar verschenkt. Aus diesen Gründen lohnt es sich also, in den lokalen Kleinanzeigen oder im Internet die Augen nach entsprechenden Angeboten offen zu halten.

Zusammenfassung

Es lässt sich nicht verallgemeinern, mit welchen Preisen Heimwerker beim Bau einer Gartenmauer rechnen müssen. Allein die Preisspanne für die zur Verfügung stehenden Steinarten geht weit auseinander. Einplanen sollte man neben einem stabilen Fundament und den Kosten für das Material auch die Arbeitsleistung des Fachbetriebs, falls man einen solchen beauftragen möchte.

Artikelbild: ThelmaElaine / Bigstock.com

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