Gartenmöbel streichen: So werden sie wieder wie neu

Gartenmöbel streichen: So werden sie wieder wie neu

Wer einen schönen großen – oder auch kleinen – Garten sein Eigen nennen darf, der wird diesen gerade im Sommer sicherlich gerne nutzen, um ein wenig Sonne zu tanken. Alles, was Sie dazu benötigen, sind ein paar schicke und vor allem gemütliche Gartenmöbel. Zwar gibt es diese zuhauf in den Baumärkten und Möbelhäusern aus Kunststoff oder Metall. Die meisten Gartenbesitzer entscheiden sich allerdings am Ende doch eher für Gartenmöbel aus Holz, wie zum Beispiel aus Teak. Die deutlich preisgünstigere Variante ist jedoch etwa Kiefer oder Buche. Doch für welches Holz Sie sich auch entscheiden mögen, die Gartenmöbel benötigen stets ein gewisses Maß an Pflege. Dazu gehört nicht nur, dass Sie sie regelmäßig putzen, sondern Sie sollten auch hin und wieder Ihre Gartenmöbel streichen. Andernfalls sind sie schnell der Witterung ausgesetzt und beginnen unschön auszusehen. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob Sie Ihre Gartenmöbel nun à la DIY selbst bauen, oder ob Sie fertige Möbel kaufen und diese nur nach Anleitung zusammenschrauben.

Gartenmöbel aus Holz – wegen ihrer Nähe zur Natur überaus beliebt

Die meisten Menschen entscheiden sich bei Sitzmöbeln für ihren Garten vor allem für solche aus Holz, da dieses Material besonders natürlich ist und somit einen direkten Bezug zur Natur aufbaut. Holz hat eine warme Ausstrahlung und ist stets schön anzusehen. Damit Sie aber möglichst lange etwas davon haben, sollten Sie gelegentlich Ihre Gartenmöbel streichen. Beim Streichen der Gartenmöbel gibt es aber ein paar Punkte zu beachten. Nur, wenn Sie alles richtig machen, bietet die Farbe nach dem Lackieren auch einen optimalen Schutz für die Oberfläche der Möbel. Schließlich ist Holz ein sehr empfindliches Material.

Wenn Sie Ihre Gartenmöbel streichen möchten, dann haben Sie in der Regel die Wahl zwischen einem farbigen oder auch einem klaren Anstrich. Außerdem können Sie zwischen deckenden und nicht deckenden Farben wählen. Der Vorteil einer nicht deckenden Farbe ist, dass Sie die Holzmaserung nach dem Streichen noch erkennen können. Sollten Sie jedoch aus Ihrer DIY Bank einen absoluten Eyecatcher machen wollen, dann ist deckender Lack in verschiedenen Farben sicherlich die bessere Wahl.

Seit einigen Jahren ist unter anderem auch der Shabby Chic besonders angesagt, für den es bei YouTube und Co. unzählige Tipps und auch so manche interessante Anleitung gibt.

Gartenmöbel aus Holz in vorbehandeln und lackieren

Holz wirkt generell immer natürlich. Doch irgendwann kommt einfach der Tag, an dem Sie einsehen müssen, dass die Gartenbank, der Geräteschuppen oder der Gartentisch doch recht verbraucht und blass aussehen. Mit etwas frischer Farbe haben Sie jedoch die Möglichkeit, Ihren Gartenmöbeln wieder neues Leben einzuhauchen. Vor allem die Farbe Weiß ist hier sehr beliebt, da sie nicht nur besonders leuchtend und strahlend wirkt, sondern weil diese so in der Natur eigentlich nicht so wirklich häufig vorkommt. Auch Hellblau ist sehr beliebt. Auf diese Weise können Sie inmitten Ihrer grünen Oase bewusst Akzente setzen.

Viele Menschen glauben, dass sie Gartenmöbel aus unbehandeltem Holz vor dem Streichen nicht vorbehandeln, sondern nur gründlichen reinigen müssen. Dies ist so allerdings nicht ganz korrekt, denn auch Gartenmöbel, die nicht lackiert sind, bedürfen einer gewissen Vorbehandlung – genauer gesagt eine sorgfältige Untergrundbehandlung. Um ein richtig deckendes Ergebnis zu erhalten verwenden Sie am besten einen hochwertigen Acryllack, der schnell trocknet, nicht oder zumindest nicht so schnell vergilbt und besonders elastisch ist, also nicht so schnell abplatzt. Um möglichst viele Jahre Freude an den frisch gestrichenen Möbeln zu haben empfiehlt es sich außerdem, eine geeignete Grundierung zu verwenden.

Schritt für Schritt die Gartenmöbel streichen

Um Gartenmöbel streichen zu können, benötigen Sie ein wenig mehr, als nur einen Pinsel und etwas Farbe. Noch bevor Sie mit dem Anstrich beginnen, sollten Sie sich folgende Werkzeuge und Zubehör bereitlegen:

Bevor Sie damit beginnen, die Gartenmöbel streichen zu wollen, sollten Sie zunächst dafür sorgen, dass das Holz sauber und trocken ist. Wichtig ist auch, dass ein eventuell bestehender alter Anstrich entfernt wird. Dies gelingt am besten, indem Sie diesen erst mit einer Drahtbürste entfernen und danach die gesamte Oberfläche mit einem feinen Schleifpapier abschleifen. Nach den Schleifarbeiten ist die Oberfläche gründlich zu reinigen, sodass diese garantiert staubfrei ist. Dazu nehmen Sie beispielsweise einen Handfeger oder einen Pinsel und einen Staubsauger. Ist das Holz nicht lackiert, dann genügt es in der Regel, dieses mit etwas Seifenwasser abzuwaschen. Danach können Sie es mit feinem Schleifpapier mit einer Körnung zwischen 400 und 800 abschleifen.

Sobald das Holz entsprechend vorbehandelt wurde und getrocknet ist, können Sie damit beginnen, mit einem flachen Pinsel eine Acrylgrundierung aufzutragen. Tragen Sie diese gleichmäßig auf der Oberfläche auf und lassen Sie dies über Nacht trocknen. Am nächsten Tag können Sie diese im Bedarfsfall mit sehr feinem Schleifpapier vorsichtig abschleifen, um eine saubere, glatte Oberfläche zu erhalten. Auch hier sollte der Schleifstaub wieder gründlich mit einem trocknen Pinsel entfernt werden. Ist dies geschehen, tragen Sie schließlich die gewünschte Farbe auf. Bewegen Sie den Pinsel dafür gleichmäßig über das Holz und achten Sie darauf, dass Sie immer in dieselbe Richtung streichen, niemals kreuz und quer. Sobald die erste Schicht Farbe getrocknet ist, tragen Sie noch einmal eine zweite Schicht auf, den sogenannten Endanstrich. Auch hier können Sie den ersten Farbanstrich zuvor mit ganz feinem Schleifpapier vorsichtig abschleifen, um so eine noch glattere Oberfläche zu erhalten.

Durch das Auftragen von zwei Schichten farblosem Holzgrund können Sie die Haltbarkeit aller weiteren Anstriche deutlich verlängern, da dadurch unter anderem die Haftung verbessert wird.

Mit farbigen Motiven Akzente setzen

Gerade einfarbige Gartenmöbel in zum Beispiel der Farbe Weiß können Sie zu einem echten Blickfang machen, indem Sie diese mit einem andersfarbigen Motiv versehen. Am besten gelingt dies mithilfe einer Schablone. Diese wird ganz einfach mit etwas Klebeband auf zum Beispiel der Gartenbank oder dem Geräteschuppen fixiert. Die Fläche um die Schablone herum sollten Sie idealerweise mit Zeitungspapier oder Malerfolie abdecken, um Farbspritzer auf der frischen Lackierung zu verhindern.

Nun können Sie zwar der Einfachheit wegen sicherlich zu einer Sprühdose greifen. Oder aber Sie greifen zu einem sogenannten Schablonierpinsel, der extra für solche Arbeiten gemacht ist. Diesen benetzen Sie mit ein wenig Farbe und tupfen ihn anschließend vorsichtig überall dort auf den Holzuntergrund, wo dieser durch die Schablone sichtbar ist. Arbeiten Sie sich dabei von innen nach außen vor. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie die Farbe auch wirklich nur auftupfen und ausdrücklich nicht streichen, da Sie sonst Farbe unter die Schablone wischen, wodurch die Farbe an den Rändern verlaufen kann und das Ergebnis am Ende nicht mehr aussieht wie gewünscht.

Sollten Sie die Schablone noch einmal an einer weiteren Stelle verwenden wollen, dann sollten Sie darauf achten, dass sie keine Farbe auf der Unterseite befindet, da Sie diese sonst direkt auf den Untergrund aufbringen. Am besten reinigen Sie die Schablone nach jeder Benutzung gründlich und trocknen diese gut ab, bevor Sie diese erneut verwenden.

Zusammenfassung

Ein Garten wird eigentlich erst durch Gartenmöbel richtig gemütlich. Damit diese jedoch nicht schon nach kurzer Zeit entsorgt werden müssen, sollten Sie Ihre Gartenmöbel streichen. Worauf Sie dabei achten müssen und was Sie alles dafür benötigen erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Artikelbild: © NikD51 / Bigstock.com

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