Gewächshäuser richtig bepflanzen – so gedeihen selbst exotische Pflanzen

Gewächshäuser richtig bepflanzen – so gedeihen selbst exotische Pflanzen

Das Gewächshaus ist der ganze Stolz von vielen Gartenbesitzern. Hier wachsen bereits im Frühjahr Obst oder Gemüse und auch im Winter können knackige Salate geerntet werden. Durch das Treibhausklima wachsen die Pflanzen nicht nur viel schneller, auch die Erntezeit verlängert sich und die Qualität des Obstes und Gemüses ist erkennbar höher. Das Gewächshaus bietet den Besitzern verschiedene vielfältige Möglichkeiten, um selbst exotische Pflanzen im eigenen Garten heranzuziehen, die ansonsten aufgrund der Witterungsverhältnisse in unseren Breitengraden gar nicht wachsen könnten. Damit die Pflanzen jedoch zu jeder Jahreszeit optimal gedeihen können, müssen die Hobby-Gärtner bereits bei der Bepflanzung ein paar wichtige Punkte beachten.

Schon vor der Bepflanzung richtig planen

Die Planung der Bepflanzung sollte bereits vor der eigentlichen Aussaat der Samen beginnen. Hierfür empfiehlt sich zusätzlich die Erstellung eines Bepflanzungsplans. Je nach Größe des Gewächshauses sollte die Bepflanzung so eingeteilt werden, dass alle Pflanzen ausreichend Platz zum Wachsen und Gedeihen haben. Das gilt auch, wenn das Gewächshaus als Frühbeet dient und die Pflanzen später ins Freiland umgesiedelt werden. Hier sollte zudem bedacht werden, dass auch im Außenbereich ausreichend Fläche zum Aussetzen vorhanden sein muss.

Die Auswahl der Pflanzen

Die Wahl der Pflanzen hängt zwar in erster Linie von der Art des Gewächshauses, aber auch von den Bedürfnissen der einzelnen Pflanzenarten ab. Handelt es sich um ein unbeheiztes Gewächshaus, sollte man bedenken, dass selbst im Frühjahr durch die Sonneneinstrahlung die Temperaturen im Innenbereich schon auf über 20 Grad ansteigen können, aber es dennoch nachts noch zu Bodenfrost kommen kann. Um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, sollte man ausschließlich Pflanzen heranziehen, deren Ansprüche sich in Bezug auf die Temperatur sowie Luft- und Bodenfeuchtigkeit ähneln. So bevorzugen zum Beispiel Tomaten und Paprika eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit, während Gurken hingegen eine hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme benötigen. Werden Pflanzen miteinander angebaut, die sich stark in ihren Ansprüchen unterscheiden, erhöht sich das Risiko von Krankheiten oder einem Schädlingsbefall. Wer sich jedoch vorab über die Bedürfnisse der einzelnen Obst- und Gemüsesorten informiert, kann auch im Winter und Frühling frische Tomaten, Salate oder Trauben ernten.

Vor dem Bepflanzen den Boden vorbereiten

Bevor die Aussaat und die Bepflanzung im Gewächshaus beginnt, sollte wie auch im Freiland, der Boden für die Ausbringung der Samen und Setzlinge vorbereitet werden. Hierfür wird der Boden von Unkraut befreit und die Erde gelockert. Zusätzlich empfiehlt es sich, den Boden mit nährstoffreicher Komposterde aufzufrischen. Diese wird einfach leicht in die Erde eingearbeitet und bietet neue Nährstoffe für die Pflanzen.

Wenn das Gewächshaus außerdem groß genug ist, kann man schon vor dem Bepflanzen verschiedene Beetabschnitte einteilen und direkte Wegverbindungen anlegen. So gestaltet sich die anschließende Bepflanzung und Pflege des Gewächshauses um einiges leichter.

Die Bepflanzung des Gewächshauses

Vor allem bei kleinen Gewächshäusern möchten die Hobbygärtner das vorhandene Platzangebot so gut wie möglich ausnutzen. Nicht selten werden die Pflanzen oder Samen dann mit relativ geringem Abstand zueinander gesetzt, damit die Ernte am Ende so reichlich wie möglich ausfällt. Doch dieser Ehrgeiz führt in vielen Fällen nicht zum gewünschten Erfolg. Damit sich die Pflanzen optimal entwickeln und prächtig gedeihen können benötigten sie ein großzügiges Platzangebot und ausreichend Luft. Dies wird jedoch nicht geboten, wenn die Pflanzabstände zu gering gewählt werden. Wer sich über eine reichhaltige Ernte freuen möchte, sollte also nach dem Motto „weniger ist mehr“ anpflanzen.

Die Pflanzen im Gewächshaus richtig pflegen

Die eigentliche Arbeit beginnt erst nach der Bepflanzung. Denn auch im Gewächshaus müssen die Pflanzen regelmäßig gegossen und der Boden aufgelockert werden. Hier kommt allerdings noch eine Schwierigkeit hinzu. Während sich im Freiland Wärme und Feuchtigkeit nicht stauen können, müssen die Gärtner im Gewächshaus für eine ausreichende Belüftung sorgen. Denn wenn die Luftfeuchtigkeit innerhalb des Gewächshauses über einen längeren Zeitraum zu hoch ist, kann sich Schimmel bilden. Zudem steigen die Temperaturen bei einem unbeheizten Gewächshaus im Sommer schnell auch über 50 Grad. Selbst bei ausreichender Bewässerung überstehen die Pflanzen diese Hitze nicht unbeschadet. Hier bietet ein Gewächshaus, bei dem die Innentemperatur automatisch geregelt wird große Vorteile. Sorgt man jedoch für einen ausreichenden Luftaustausch, überstehen die Pflanzen auch ohne Temperaturautomatik jeden Sommer.

Für eine optimale Pflege der Pflanzen empfiehlt es sich, das Gießwasser innerhalb des Gewächshauses bereitzustellen. Dadurch erwärmt sich das Wasser auf die Innentemperatur, die im Gewächshaus herrscht und das Gießen bekommt den Pflanzen besser als mit kaltem Wasser aus der Leitung oder einer Regentonne.

Artikelbild: © a40757 / Shutterstock

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