Gewicht Waschmaschine – Was Sie darüber wissen sollten

Gewicht Waschmaschine – Was Sie darüber wissen sollten

Egal ob Eigenheim oder Wohnung zur Miete: In fast jedem Haushalt erfolgt die Reinigung der Wäsche in einer Waschmaschine. Wer schon einmal ein solches Gerät nach dem Kauf oder bei einem Umzug transportieren musste, weiß genau, dass Waschmaschinen nicht nur sperrig, sondern auch sehr schwer sind. Dieses hohe Gewicht ist aber nicht nur bauartbedingt, sondern auch für die Funktionalität der Maschine wichtig. In diesem Artikel finden wir Antworten auf alle wichtigen Fragen, die Sie sich in puncto Waschmaschinen-Gewicht stellen. Zudem haben wir Ihnen ein paar nützliche Tipps und Hinweise mitgebracht, die Ihnen dabei helfen, das Gewicht der Waschmaschine beim Kauf richtig zu beurteilen.

Übliche Abmessungen von Waschmaschinen

Die Maße der verschiedenen Waschmaschinen sind weitestgehend standardisiert, sodass es hier weniger Unterschiede gibt als beim Gewicht. Alle Geräte verfügen über eine Einbautiefe von 60 Zentimetern. Allerdings werden verschiedene Breiten angeboten: Üblicherweise sind sie 60 Zentimeter breit, es gibt aber auch schmale Modelle mit einer Breite von 45 Zentimetern. Unterbaumaschinen, die ohne obere Verkleidung auskommen, sind 65 Zentimeter breit. Zu guter Letzt sind noch Aufbaumaschinen erhältlich, die mit einer Arbeitsplatte als obere Verkleidung ausgestattet sind. Mit 85 Zentimetern sind diese Geräte besonders breit.

Beim Gewicht der Geräte gibt es Unterschiede

Während sich die Abmessungen der einzelnen Waschmaschinen demnach kaum unterscheiden, weichen ihre Gewichte zum Teil deutlich voneinander ab. Wie schwer eine Waschmaschine letzten Endes ist, richtet sich zum Beispiel nach dem jeweiligen Hersteller: Ein Gerät von Siemens weist ein anderes Gewicht auf als eine Maschine von Miele.

Auch wenn der Transport einer schweren Waschmaschine aufwendig ist, sollten Sie nicht den Fehler machen, nach einem möglichst leichten Modell zu suchen. Ein hohes Gewicht spricht in der Regel auch für eine hohe Qualität.

Die Waschmaschinen, die in der ehemaligen DDR produziert wurden, waren beispielsweise verhältnismäßig leicht und konnten meist von lediglich einer Person getragen werden. Eine hohe Qualität brachten diese Geräte jedoch nicht mit. Für den Transport einer hochwertigen Maschine sind hingegen mindestens zwei Personen erforderlich.

Wichtige Komponenten der Maschine

Bis heute ist das Gewicht der angebotenen Waschmaschinen hoch. Das liegt zum einen an den zahlreichen Komponenten, die ein hohes Eigengewicht mitbringen, und zum anderen auch daran, dass das hohe Gewicht die Stabilität beim Wäschewaschen erhöhen soll.

Die folgenden schweren Bestandteile sind bei allen modernen Waschmaschinen mit an Bord:

  • Frontlader- oder Toplader-Gehäuse
  • Trommel
  • Motor für den Antrieb
  • Wasserpumpe, die das Wasser aus der Wäschetrommel pumpt
  • Aus Heizstäben bestehende Heizung
  • Platine für die Programmierung des Waschvorgangs

All diese Komponenten bringen zwar ein hohes Gewicht mit, sind aber wichtig, um eine gute Funktionalität sicherzustellen.

Das hohe Gewicht dient zur Stabilisierung beim Waschen und Schleudern

Das hohe Gewicht einer Waschmaschine ist also in erster Linie bauartbedingt. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, weshalb moderne Geräte so schwer sind: Im Inneren wird ein zusätzliches Gewicht verbaut, um eine Unwucht beim Wäschewaschen zu vermeiden. Wenn Sie schon einmal bei einem Fahrzeug die Räder gewechselt haben, wissen Sie, dass das Auswuchten der Reifen wichtig ist. Ein Rad kann niemals einen optimalen Kreis bilden. Zudem gibt es auch beim Materialgefüge immer minimale Abweichungen, wie beispielsweise die Radschrauben oder das Luftventil. Wenn sich das Rad dann dreht, sorgt die Fliehkraft dafür, dass das Gewicht nach außen drängt. Durch das Drehen der Räder entsteht eine so starke Beschleunigung, dass sich das eigentliche Gewicht auf das Siebenfache erhöht. Ist das Gewicht dadurch an einer Stelle höher, wird das Rad dort aus der Kreisbahn gezogen. Man spricht von einer sogenannten Unwucht.

Die hohen Fliehkraft-Gewichte entstehen auch in einer Waschmaschine bei jedem Waschgang. Die Wäsche sammelt sich meistens in einem Haufen, wodurch eine massive Unwucht entsteht. Zusätzlich saugt sich die Wäsche mit Wasser voll, wodurch das Unwucht-Gewicht noch stärker wird.

Die Unwucht innerhalb der Waschmaschinentrommel muss stabilisiert werden, da andernfalls so starke Fliehkräfte entstehen, dass das gesamte Gerät wackelt oder sich sogar einige Zentimeter durch den Raum bewegt.

In modernen Maschinen sind meist Sensoren integriert, die in der Lage sind, eine vorliegende Unwucht zu erkennen und entsprechend gegenzusteuern. Bei den meisten herkömmlichen Waschmaschinen wird jedoch ein schweres Gewicht im Inneren verbaut, wodurch die Maschine zwar insgesamt mehr wiegt, jedoch beim Waschen stabiler läuft.

Das Gewicht ist ein Qualitätsmerkmal

Die Hersteller von Waschmaschinen möchten mit dem Verkauf natürlich in erster Linie einen hohen Gewinn erzielen. Deshalb arbeiten immer mehr Hersteller mit einem Sensor, der die Unwucht erkennen kann und dann entsprechend gegensteuert. Trotzdem sind nach wie vor die meisten Geräte mit einem Gewicht im Inneren ausgestattet, das aus Zement oder Beton besteht. Durch die Unwucht-Sensoren ist es allerdings möglich, dieses Gewicht zu reduzieren. Schon eine Einsparung von fünf Kilogramm pro Gerät bedeutet, dass bei 10.000 Waschmaschinen 50 Tonnen weniger Beton- oder Zementblöcke benötigt werden. Der Hersteller spart deshalb sowohl Material- als auch Herstellungskosten.

Nichtsdestotrotz ist die Unwucht eine physikalische Größe, die nicht einfach abgeschafft werden kann. Sie ist lediglich durch ein entsprechendes Gegengewicht beeinflussbar. Solange die Technik nicht erheblich weiterentwickelt wird, gilt deshalb weiterhin die Regel: Beim Kauf einer Waschmaschine steht ein hohes Eigengewicht für eine gute Qualität.

Bei der Anschaffung einer neuen Maschine sollten Sie daher immer die unterschiedlichen Gewichte beachten.

Tipps für den Transport einer schweren Waschmaschine

Das hohe Eigengewicht einer Waschmaschine kann aber natürlich auch zum Problem werden. Das gilt speziell dann, wenn Sie das Gerät nach dem Kauf selber nach Hause transportieren möchten oder wenn ein Umzug ansteht. In der Regel benötigen Sie mindestens zwei Personen, um ein modernes und hochwertiges Gerät zu tragen. Denken Sie beim Transport daran, das Gegengewicht im Inneren der Maschine mit einer Transportsicherung zu fixieren. Heben Sie diese Sicherung nach der Anschaffung des Geräts unbedingt auf, um die Waschmaschine später gefahrlos transportieren zu können. Ohne Transportsicherung könnte das Gewicht nämlich im Inneren der Maschine zu Beschädigungen am Gehäuse oder an den Befestigungsfedern führen.

Werden Waschmaschinen in Zukunft leichter sein?

Zum Schluss möchten wir noch einen Blick auf die Zukunft der Waschmaschinen werfen. Der Trend wird in die Richtung gehen, dass sich an der Trommel ein Gegengewicht befindet, das je nach aktueller Unwucht von der Maschine selbstständig korrekt positioniert wird. Auf diese Weise können die Geräte die Unwucht immer automatisch und bei jedem Waschgang individuell regulieren. Dadurch lässt sich das Gewicht einer Waschmaschine in Zukunft sicher um einige Kilogramm reduzieren. Echte Leichtgewichte werden die Haushaltsgeräte aber aus bautechnischen und physikalischen Gründen niemals werden.

Zusammenfassung

Während sich die Maße der derzeit erhältlichen Waschmaschinen nur geringfügig unterscheiden, gibt es hinsichtlich des Gewichts je nach Hersteller zum Teil große Unterschiede. Bei hochwertigen Maschinen ist ein hohes Eigengewicht erforderlich, denn nur so kann die Unwucht beim Waschen und Schleudern vermieden und damit sichergestellt werden, dass das Gerät während des Waschgangs nicht wackelt oder sogar durch den Raum wandert. Immer mehr moderne Modelle verfügen jedoch über Sensoren, die das Gegengewicht im Inneren je nach aktueller Unwucht steuern, sodass sie insgesamt etwas leichter sind als die bisher üblichen Geräte.

Artikelbild: © knotsmaster / Bigstock.com

1 Kommentar

  1. Carsten Weinand 17.11.2017 17:22 Uhr

    Habe eine allein in meinen Ford Fusion bugsiert….war nicht einfach da ich nur 60 Kilo wiege………Gruss alles ist möglich

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