Nationalsport Grillen

Nationalsport Grillen

Typisches Szenario für einen deutschen Sommer: In deutschen Gärten rauchen Grills, jeder warme Sommertag wird für eine Grillparty genutzt und dazu kaufen die Deutschen gerne mal ganze Supermärkte leer. Während jahrelang der Holzkohlegrill ob seines typischen Grillaromas den Markt beherrschte, erfreut sich sein Pendant mit Gas einer wachsenden Beliebtheit.
Das Grillen ist der Deutschen Lust – so manches Volkslied könnte mit dem Hintergrund der wahren Grill-Wut so mancher Mitbürger umgedichtet werden. Nahezu täglich schmort und brutzelt es an allerlei Orten. Egal ob im Garten, auf der Terrasse, dem Balkon oder im Stadtpark – die Deutschen grillen wie die Amerikaner in den Sommermonaten um ihr Leben gerne. Und zwar zu jedem Anlass, denn das Gegrillte schmeckt immer!

Gut Ding will Weile haben

So alt wie das Garen von Fleisch über eine Feuerstelle ist, so müsste der Mensch das Grillen fast schon in seinen Genen übernommen haben. Schon vor rund 300.000 Jahren haben unsere Vorfahren ihr frisch erlegtes Jagdgut über einer Feuerstelle befestigt und gebraten. Auch den alten Römern war der Ärger bekannt, wenn eine Wurst auf einer Seite angebrannt ist.
Das moderne Grillen kommt jedoch aus den USA, wo bis heute der Ursprung des Wortes „Barbecue“ nicht eindeutig geklärt ist. Entweder stammt das Wort aus dem Wortschatz der haitianischen Indianer, was in diesem Fall so viel wie „über dem offenen Feuer braten“ bedeutet. Oder waren es doch die Franzosen, die in Amerika ganze Büffel „barbe-à-queue“, also vom Bart bis zum Schwanz, gebraten haben? Welchen Ursprung das Wort auch hat, seit der Nachkriegszeit erfreut sich das Grillen auch in Deutschland enormer Beliebtheit – und ist mittlerweile fast schon zum Nationalsport avanciert.

Der Grillvergleich: Kohle oder Gas?

Die Zeiten, in denen die Deutschen ihre Wurst und ihr Steak unbedingt auf einem Kohlegrill gegrillt haben wollten, sind langsam vorbei. Viele Modelle, die mit Gas betrieben werden, überzeugen immer mehr. Modelle wie der Broil King Grill mit vielen Ausstattungsmöglichkeiten garen Fleisch, Wurst und Gemüse auf den Punkt und erfordern im Gegensatz zum Kohlegrill keine Vorbereitungszeit. Die Zubereitungsarten reichen bei einem Gasgrill mit dem entsprechenden Equipment vom klassischen Grillen über indirektes Garen bis hin zum Lavastein für eine knusprige Pizza. Durch seine präzise Wärmeregulierung und seine ausbleibende Rauchentwicklung bietet der Gasgrill Vorzüge, die nicht nur dem Geschmack, sondern auch der Sauberkeit und vor allem der eigenen Gesundheit dienen.

Wettstreit am Grill

Mittlerweile gibt es wahre Wettstreite am Grill: Wer hat das Gerät besser unter Kontrolle und wer kreiert aus den Zutaten das beste Menü? Seit 2007 grillen verschiedene Teams bei der Deutschen Grill- und BBQ-Meisterschaft um die Wette. Organisiert vom Dachverband, der German Barbecue Association (GBA), findet der Wettkampf in diesem Jahr Anfang August in Schweinfurt statt. Gekürt wird der Deutsche Grillkönig.

80 Millionen Grillkönige

Da es mit dem Grillen ähnlich wie dem Fußball ist, hat dieses Land vermutlich 80 Millionen Grillkönige. Denn jeder weiß besser als der Nebenmann, wie das, was auf dem Grill liegt, am besten zubereitet wird. Zu kaum einer anderen Gelegenheit sind vor allem die Männer so inbrünstig bei der Sache als beim Grillen. Marinaden werden ausprobiert, Fische mit Folien umwickelt und Gemüse wird fürsorglich auf Spießen angeordnet. Laut einer Umfrage tut die traditionelle Grillschürze den Herren des Grills keinen Abbruch, finden doch knapp ein Drittel aller Frauen einen Mann am Grill sexy.

Kreatives Grillgut

Klassisches Grillgut sind nach wie vor Bratwürstchen und das wird sich vermutlich auch nie ändern. Seit dem frühen 15. Jahrhundert schon gibt es die Thüringer Rostbratwurst, die sich seit dem Aufkommen der Grillbegeisterung in Deutschland einer großen Beliebtheit erfreut. Nneben den Würstchen findet heutzutage allerlei seinen Weg auf den Grill – egal ob Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse oder Desserts mit Schokolade.

Steak: gut mariniert ist es unwiderstehlich

Beim Grillen kommen oftmals zwei der Lieblingsdinge der Deutschen zusammen: Fleisch vom Grill und ein kühles Bier. Doch warum nicht schon vorher die beiden Lieblinge zusammenfügen? Mit einer Bier-Senf-Marinade für Steaks ist jedes Grillen ein Genuss. Dazu streicht man die Steaks von beiden Seiten mit Senf ein, gibt groß geschnittene Zwiebelringe und große Knoblauchstücke dazu und übergießt die Zutaten mit etwas Bier. In einem Gefäß verschlossen, sollte man die Mischung zugedeckt für mindestens sechs Stunden ziehen lassen.

Fisch: mit frischen Kräutern füllen

Natürlich ist Fleisch nicht das einzige, was auf einem Grill köstlich zubereitet werden kann. Immer mehr schwören beim Grillen auf Fisch. Ein Tipp, wie zum Beispiel eine Lachsforelle gelingt: Eine Hand voll frischer Kräuter zusammen mit einer Knoblauchzehe zerkleinern und mit Olivenöl vermengen. Eine ganze Lachsforelle ausnehmen und den Kräutermischung mitsamt zwei Zitronenscheiben in den Fisch geben und diesen mit einem Spieß verschließen. Die Forelle mit Fischgewürz, Salz und Pfeffer würzen und danach für 20 Minuten pro Seite bei indirekter Hitzeeinwirkung garen. Zum Schluss kann man die Fischhaut auf jeder Seite zwei Minuten mit direkter Hitze kross braten.

Vegetarisches: Ohne Fleisch und Fisch geht’s auch!

Frisch, frischer, vegetarisch: Auch ohne Fisch und Fleisch kann ein Grillabend zu einem echten Erfolg werden. Besonders bunte Gemüsespieße sind zu empfehlen. Belegt werden können diese nach Belieben, egal ob mit Mais, Champignons oder Paprika – der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Artikelbild: © Monkey Business Images / Shutterstock

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