Grillthermometer Test

Wenn der Frühling naht, wird nicht selten auch der Grill wieder aus seinem Winterquartier geholt. Fleisch drauf und los geht die BBQ-Saison. Doch für den waschechten Grillfan gehört ein Utensil dabei immer dazu: das Grillthermometer. Dieses eher kleine Gerät kann wertvolle Dienste leisten. Aber nicht nur im Sommer beim Grillen kann das Thermometer eingesetzt werden. Auch so manche Hausfrau weiß dessen Künste in der heimischen Küche zu schätzen.

Der Markt hat zahlreiche verschiedene Modelle zu bieten. Welches ist das Richtige? Worauf sollte beim Kauf geachtet werden? Der Grillthermometer-Test beleuchtet die wichtigsten Aspekte und die kommenden Zeilen verraten Kaufkriterien, die besten Marken und zahlreiche Hintergrundinformationen.

Wozu ein Grillthermometer gut ist und wie es funktioniert

Mit ihm sind die Tage des verbrannten Bratens und des rohen Steaks vorbei. Denn das Grillthermometer kann das, was Grillmeister und Hausfrau nicht können: Es kann ins Fleisch schauen. Mit diesem Küchenutensil kann die Temperatur innerhalb des edlen Lebensmittels gemessen werden. Diese sogenannte Kerntemperatur verrät damit wichtige Informationen über die Garstufe nicht nur von Fleisch, sondern auch von Fisch. So weiß der Koch genau, wann sein Grillgut bereit zum Servieren ist.

Die Vorteile der Geräte liegen auf bzw. in der Hand: Grillthermometer sind klein, handlich und bequem. Sie nehmen bei Nichtgebrauch nicht viel Stauraum in der Küche weg und sind oft einfach zu bedienen. Selbst der Laie kann es oft schnell und ohne Lesen der Gebrauchsanweisung nutzen, um das Fleisch genau zum richtigen Zeitpunkt auf die Teller zu bringen.

Die meisten Thermometer haben zur Ermittlung der Kerntemperatur einen Dorn (auch Nadel genannt), der mit Mess- und Temperaturfühler ausgestattet ist. Dieser wird zur Messung ins Innere des Fleisches gestochen. Auf einem Anzeigeteil des Thermometers ist dann die Gradzahl abzulesen. Wie das genau angezeigt wird, hängt von den unterschiedlichen Arten der Grillthermometer ab. Auch die Datenübertragung unterscheidet sich von Modell zu Modell.

Viele Grills verfügen über ein integriertes Thermometer. Das sollte jedoch nicht mit einem externen Grillthermometer gleichgesetzt werden. Die integrierten Geräte sind für die Bestimmung der Temperatur des Grills geeignet, aber nicht für die Kerntemperatur innerhalb des Fleisches. Die externen Grillthermometer hingegen können beides!

Das Grillthermometer nicht nur für den Grill

Auch beim indirekten Grillen ist solch ein Thermometer Gold wert – denn wenn das Grillgut nicht direkt über Gas, Kohle und Co liegt, kommt es besonders auf die Kerntemperatur an. Diese zu messen, ist jedoch nicht nur auf dem Grill ein gutes Hilfsmittel.

Das Grillthermometer kann entgegen seinem Namen auch in der Küche wertvolle Dienste leisten. Auch so mancher Braten wird im Ofen schonender gegart, wenn mit dem Utensil die Kerntemperatur überwacht wird. Hier kann das Messgerät auch bei der Zubereitung von Hühnchen, Brot, Kartoffeln und vielen anderen Speisen helfen. Das Steak in der Pfanne wird ebenso nur noch mit der gewünschten Garstufe gezaubert. Und auch die tatsächliche Ofentemperatur kann so endlich einmal bestimmt werden – denn diese weicht nicht selten von der Norm ab: Jeder Ofen ist individuell. Mit dem Grillthermometer lernen Sie Ihren besser kennen.

Die Einsatzbereiche dieses Utensils sind damit längst nicht nur auf das Grillen im Sommer beschränkt. Grillthermometer sind meist klein und können daher auch überall mit hingenommen werden. Steht der Smoker in der Garage, ist das ebenfalls kein Problem.

Messmethode: Klassische Variante oder Infrarot-Technologie

Grundsätzlich wird bei Grillthermometern zwischen zwei Messmethoden und Technologien unterschieden. Es gibt einerseits die klassische Variante, bei der eine Temperaturnadel die Messung vornimmt. Diese Messungen sind oft sehr präzise. Jedoch muss die Nadel zur Erfassung der Kerntemperatur ins Fleisch gestochen werden. Das kann den Nachteil haben, dass ungewollt wertvoller Bratensaft austritt und der Geschmack leidet. Daher sollten nicht unzählige Messungen mit der klassischen Variante vorgenommen werden.

Als Alternative gibt es auch Thermometer, die mittels Infrarot die Temperatur erfassen. Bei dieser Variante wird das Lebensmittel nicht beschädigt, was einen großen Vorteil darstellt. Hier kann der Grillmeister oder die Hausfrau so oft messen, wie es gewünscht ist. Die Ergebnisse sind jedoch meist nur punktuell. Infrarot-Thermometer geben keine fortlaufenden Angaben wie die Nadel, die im Fleisch stecken bleiben kann. So können schnelle Wechsel der Temperatur nicht immer gleich festgestellt werden. Auch verbraucht die Infrarot-Technologie sehr viel Energie: Die Batterien solch eines Grillthermometers halten nicht so lange wie die der klassischen Variante.

Datenübertragung: Weitere unterschiedliche Typen der Grillthermometer

Auch bei der Datenübertragung und Anzeige der gemessenen Temperatur gibt es unterschiedliche Modelle auf dem Markt. Hier haben sich drei gängige Methoden bewährt. Der Grillmeister hat die Wahl zwischen:

  • analogem Grillthermometer
  • digitalem Grillthermometer
  • Funk-Grillthermometer

Die Vor- und Nachteile des analogen Grillthermometers

Analoge Grillthermometer sind weit verbreitet und vielfach in den Haushalten zu finden, da sie oft sehr preiswert sind. Sie funktionieren mechanisch mit Bimetallen im Inneren. Diese haben die Eigenschaft, sich je nach Wärme und Kälte unterschiedlich auszudehnen. Wer kennt nicht noch das gute alte Quecksilberthermometer? Nach dem gleichen Prinzip funktionieren auch analoge Grillthermometer. Die Temperatur kann an einer Skala abgelesen werden – an der Stelle, an den die Ausdehnung des Metalls den Zeiger treibt.

Nicht selten ist solch ein Modell direkt im Grill mit eingebaut, was sehr nützlich sein kann, aber nicht immer die Kerntemperatur misst. Externe analoge Grillthermometer haben zudem den großen Nachteil, dass sie oft hohe Messungenauigkeiten liefern. Daher sind sie für die Bestimmung der Gartemperatur nicht immer gut geeignet.

Die Vor- und Nachteile des digitalen Grillthermometers

Die digitale Variante ist die technologische Weiterentwicklung des analogen Thermometers. Auch bei ihr wird eine Nadel in das Fleisch gestochen. Doch solch ein Messgerät arbeitet mit einem Sensor, der die Temperatur erfasst. Das Ergebnis wird dann auf einem Display angezeigt – und lässt sich daher meist leichter ablesen. Auch die Bestimmung der Temperatur ist bei diesem Modell genauer. Digitale Grillthermometer können zudem mit zahlreichen Extra-Features ausgestattet sein. Alarm- und Timerfunktion sind nur zwei von ihnen.

Diese Modelle sind mit einem hitzebeständigen und feuerfesten Kabel ausgerüstet, das von der Nadel zum Display führt. Daher gelten digitale Grillthermometer als zuverlässiger und präziser in der Bestimmung. Auch wird das Ergebnis hier oft schneller angezeigt. Das hat jedoch seinen Preis. Digitale Grillthermometer sind meist teurer als analoge Geräte. Zudem braucht es eine Energiequelle – hier müssen Batterien eingesetzt und nachgerüstet werden.

Vor- und Nachteile des Funk-Grillthermometers

Bei diesen Modellen unterscheidet sich die Art der Ergebnisübertragung. Statt mittels Kabels wird hier die Angabe per WLAN oder Bluetooth an das Anzeigegerät geschickt. Das hat den Vorteil, dass das Grillthermometer eine große Reichweite hat. Das Messgerät ist mit dem Fleisch im Ofen und die Anzeige liegt bequem auf dem Küchentisch. Auch kann das Display leicht bei notwendigen Wegen mitgenommen werden, muss der Koch die Küche verlassen.

Diese Modelle sind jedoch nicht gerade günstig im Kaufpreis, aber für so manchen ihren hohen Anschaffungspreis wert. Auch die Bedienung ist nicht mehr ganz so kinderleicht. Manche Geräte sind umständlich zu handhaben.

Darauf sollte beim Kauf eines Grillthermometers geachtet werden

Wer sich ein Grillthermometer anschaffen will, muss jedoch auf weitere Kriterien beim Kauf achten. Denn nicht jedes Modell ist auch für jeden Grillmeister oder Koch geeignet. Grillthermometer-Tests weisen hier oft den Weg und untersuchen verschiedene Kriterien. Dazu gehören unter anderen:

  • Funktionen
  • Reichweite
  • Sensoren
  • Messbereich
  • Benutzerfreundlichkeit
  • Größe und Gewicht
  • Haltbarkeit
  • Zubehör

Funktionen

Vor allem digitale Modelle mit Kabel oder Funkübertragung verfügen nicht selten über weitere Funktionen, die über das reine Messen der Temperatur im Fleisch hinausgehen. Manche verfügen über eine Garstufenanzeige und erleichtern es, die richtige Temperatur für die unterschiedlichen Fleischsorten zu finden. Andere sind mit einem Timer ausgestattet. Auch eine Alarmfunktion kann sehr nützlich sein: Bevor das Fleisch verbrennt, wird ein akustisches Signal ausgesendet. Neueste Modelle können sogar mittels App mit dem Smartphone verbunden werden.

Reichweite

Gerade bei Funk-Thermometern spielt die Reichweite eines Modells eine wichtige Rolle. Denn niemand hat Freude, wenn schon nach zehn Metern die Übertragung abbricht. Daher sollten in dieser Kategorie die Herstellerangaben miteinander verglichen werden. Üblich sind Reichweiten zwischen 30 und 100 Metern.

Sensoren

Um die Kerntemperatur von Fleisch zuverlässig zu bestimmen, kommt es auch auf die Qualität der Sensoren des Grillthermometers an. So sollte beim Kauf darauf geachtet werden, wie lang die „Fühler“ sind. Hier gibt es Thermometernadeln zwischen 80 und 120 Zentimeter Länge. Manche Grillthermometer haben sogar zwei Sensoren – sogenannte Doppelfühler. Achten Sie auch darauf, ob diese wasserdicht sind.

Messbereich

Es nützt kein Grillthermometer, wenn der Messbereich zu klein ist und die Temperatur des Grillgutes nicht mehr erfasst werden kann. Verbreitet ist ein Messbereich bis zu 300 Grad Celsius. Aber auch 380 Grad und mehr sind möglich. Manche Grillthermometer zeigen jedoch nur bis 280 Grad und weniger an. Vergleichen Sie hier genau.

Benutzerfreundlichkeit

Je mehr Technik im Spiel ist, desto schwieriger wird es manchmal, das Grillthermometer zu bedienen. Achten Sie daher beim Kauf darauf, ob sie die Anzeige leicht bedienen können und auch die zusätzlichen Funktionen ohne umständliche Lektüre der Gebrauchsanweisung nutzen könnten. Ist das Display groß genug? Sind die Menüfunktionen einfach einzustellen? Kann zwischen Grad Celsius und Fahrenheit hin und her gewechselt werden? Hier kommt es auf Ihre individuellen Vorlieben an.

Größe und Gewicht

Groß, schwer und sperrig – das ist bei Grillthermometern nicht immer praktikabel. Daher sollte vor der Auswahl des Modells auch auf diese Kriterien geachtet werden. So gibt es leichte Modelle, die mit allem Zubehör nicht mehr als 60 Gramm wiegen. Andere Grillthermometer bringen aber auch schon 450 Gramm auf die Waage und sind damit nicht immer handlich.

Haltbarkeit

Wer sich ein Grillthermometer leistet, möchte es auch über längere Zeit nutzen. Daher ist auch die Haltbarkeit ein wichtiges Kaufkriterium. Analoge Geräte müssen nicht immer wieder mit Batterien ausgestattet werden – das kann über die Jahre ein Vorteil sein. Ob das Gerät aber wirklich so lange durchhalten wird, kann schlecht im Vorfeld vorausgesehen werden. Hier können Sie sich in Grillthermometer-Tests orientieren. Auch Rezensionen von Kunden, die das anvisierte Modell bereits gekauft haben, können aufschlussreiche Informationen geben.

Zubehör

Je nach Modell können Grillthermometer auch mit weiterem Zubehör ausgestattet werden, die vor allem für den anspruchsvollen Anwender interessant sind. So sind unter anderem mehrere Temperaturnadeln möglich, die noch mehr Präzision bieten. Diese sind für die Anwendung in speziellen Fleischsorten wie Rind, Schwein oder Geflügel konzipiert. Andere Modelle bieten einen Standfuß für das Anzeigegerät, aber auch ein Gürtelclip ist möglich. Das Messgerät kann mit einem Magneten ausgestattet sein. Ob und welches Zubehör Sie bei einem Grillthermometer benötigen, müssen Sie selbst entscheiden.

Jeder Anwender von Grillthermometern hat individuelle Vorlieben. Daher ist es generell ratsam, sich vor dem Kauf einige Fragen zu beantworten: Welcher Bautyp soll es sein? Wie hoch ist das Budget? Brauche ich Zusatzfunktionen oder Zubehör? Wer vor dem Kauf genaue Vorstellungen hat, findet schneller das passende Modell.

Bekannte Hersteller von Grillthermometern

Es gibt zahlreiche Hersteller, die auf dem Markt verschiedene Grillthermometer anbieten. Doch so manche Firma hat sich dabei als führend etabliert oder einen guten Ruf erarbeitet. Dazu gehören unter anderen:

  • Maverick
  • Weber
  • Outdoorchef
  • Landmann

Maverick ist eine amerikanische Firma aus New Jersey, die vor allem mit der Herstellung von BBQ-Grills bekannt geworden ist. Im Laufe der Zeit hat sich das Sortiment erweitert und auch Grillthermometer gehören dazu. Vor allem Funk- und Digitalmodelle bietet das Unternehmen. Der Name Maverick steht dabei für eine schnelle und genaue Messung. Die Reichweite von Funkmodellen beträgt nicht selten 100 Meter.

Die Firma Weber ist jedem Grillfan ein Begriff, ist sie vor allem für ihre Kugelgrills bekannt. Aber auch zahlreiche Thermometer sind im Sortiment des in den 50er Jahren gegründeten Unternehmens zu finden. Sie gelten als solide verarbeitet und einfach zu handhaben.

Der gasbetriebene Kugelgrill ist eines der Markenzeichen des Unternehmens Outdoorchef. Auch diese Firma bietet folglich zahlreiche verschiedene Grillthermometermodelle. Innovationen und eine gute Verarbeitung sind hier ebenso zu finden, wie Varianten mit mehreren Sensoren.

Die Firma Landmann ist europaweit der führende Hersteller von Holzkohle- und Gasgrillgeräten. Seine Funk-Thermometer gelten als anspruchsvoll und zuverlässig. Verschiedene Garstufen, Zubehör und Reichweiten sind bei dieser Marke zu finden.

Zusammenfassung

Ein Grillthermometer kann das, was der Grillmeister nicht kann: Ins Fleisch schauen. Mit unterschiedlichen Techniken und Übertragungen kann mit ihm die Kerntemperatur gemessen werden. So wird das Fleisch auf den Punkt genau gegart. Vor dem Kauf eines Grillthermometers sollten jedoch unterschiedliche Kriterien beachtet werden. Grillthermometer-Tests weisen den Weg.