Gutes Sehen am Arbeitsplatz verringert Unfälle

Gutes Sehen am Arbeitsplatz verringert Unfälle

Gute Sichtbarkeit ist in vielen Situationen unseres Lebens von großer Wichtigkeit. Auch in der Arbeitswelt kann sie dazu beitragen, Aufgaben zu erleichtern und Gefahren vorzubeugen.

Rund eine Million Berufstätige verunglücken jedes Jahr am Arbeitsplatz (Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin). Die Gründe für ihre Unfälle sind verschieden: Sie reichen von dem Einsatz veralteter Geräte über menschliche Unachtsamkeit bis hin zu einem schlecht ausgeleuchteten Arbeitsplatz. Unternehmer sollten aus diesem Grund in Maßnahmen investieren, die gutes Sehen am Arbeitsplatz ermöglichen.

Gut Sehen – ohne Nackenbeschwerden

Der moderne Mensch verbringt mehr und mehr Zeit im Sitzen. Das gilt insbesondere am Arbeitsplatz. Problematisch ist hier oftmals die Sitzposition und die schlechte Ausleuchtung. Erstere beansprucht den Körper unnötig, Letztere erhöht das Gefahrenrisiko.

Etwa jeder dritte Beschäftigte leidet unter einem nicht ausreichendem oder nicht korrigiertem Sehvermögen. Brillenträger wissen, dass die alte Brille irgendwann nicht mehr ihren Dienst verrichtet. Dann muss die Sehleistung erneut gemessen und eine neue Brille gekauft werden.

Die Brille ist jedoch nicht das einzige Problem, welches das Sehen am Arbeitsplatz problematisch gestalten kann. Viele Arbeitsplätze zwingen Arbeiternehmer, eine Position einzunehmen, die für sie unbequem ist oder ihren Körper belastet. Im Büro beispielsweise besteht häufig ein schlechtes Verhältnis zwischen dem Monitor des Computers und der Sitzhöhe. Der Monitor befindet sich häufig nicht auf Augenhöhe, sodass Arbeitnehmer gezwungen sind, nach unten zu sehen. Dadurch beanspruchen sie ihren Nacken.

Arbeitnehmer können dieses Problem lösen, indem sie höhenverstellbare Stühle und Tische erwerben. Weiterhin ist es sinnvoll, den Monitor auf einem kleinen Podest zu positionieren.

Arbeitsplatz korrekt ausleuchten

Ein ergonomischer Arbeitsplatz trägt bereits zu einer spürbaren Leistungssteigerung bei. Einen weiteren Leistungsschub bringt die korrekte Ausleuchtung des Arbeitsplatzes. Sie verbessert nicht nur die Leistung des Arbeitnehmers, sondern beugt auch Unfällen vor. Diese halten sich in Büros auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau, in Gewerbehallen sieht es jedoch anders aus. Wo hochtechnisierte Maschinen und Mehrschichtbetrieb erfolgt, können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Arbeitgeber haben die Pflicht, ihren Angestellten maximale Sicherheit mit einer korrekten Ausleuchtung des Arbeitsplatzes zu ermöglichen.

Die Grundvoraussetzung dafür bietet die DIN-Norm EN 12464–1  Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen (PDF; 3,8 MB). Lagerhallen sollten grundsätzlich mit 100 bis 200 Lux ausgeleuchtet werden. Der genaue Luxwert hängt von der Art der Arbeit ab. Bei großen Arbeiten wird 300 Lux, für feine Aufgaben bis zu 500 Lux empfohlen. Die Lichtstärke ist aus dem Grund wichtig, weil sie genaueres Arbeiten ermöglicht und das Ermüden des menschlichen Auges unterbindet.

Eine angenehme Beleuchtung steigert das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Sie arbeiten folglich entspannter sowie motivierter und machen weniger Fehler. Nicht zu verachten ist auch die Tatsache, dass die Gesundheit der Mitarbeiter erhalten wird.

Nicht nur die Lichtstärke ist am Arbeitsplatz wichtig, sondern auch die Art der verwendeten Beleuchtung und ihre Positionierung. Bei Detailarbeit darf die Beleuchtung keine Schatten werfen. Das würde die Arbeit erschweren und das Risiko von Fehlern erhöhen.

Trotz Arbeitsschutz sind Unfälle nicht auszuschließen

Ergonomische Arbeitsplätze und eine gute Ausleuchtung sind wichtige Maßnahmen, die Unternehmer treffen können, um Unfällen vorzubeugen. Dennoch lassen diese sich nicht zu einhundert Prozent ausschließen. In diesen Fällen muss jedoch schnell reagiert werden:

  • Desinfektionsmittel: Selbst kleine, harmlos erscheinende Schnittverletzungen können sich leicht entzünden – insbesondere im Sommer. In der Nähe von Arbeitsplätzen sollte sich ein Erste-Hilfe-Kit befinden, welches Wunden schnell behandeln kann. Für diesen Fall sind Desinfektionsmittel: Wunddesinfektionssets reinigen Quetsch-, Schürf, Schnitt- und Stichwunden und beugen Infektionen vor. Zur Reinigung von Geräten gibt es Schnell-Desinfektionstücher.
  • Verbandmaterial: Nach der Desinfektion muss die Wunde geschützt werden, damit keine Fremdkörper eindringen können. Das Erste-Hilfe-Set sollte über Pflaster und Verbandmaterial verfügen. Je nach Art der Verletzung kann die Wunde zunächst mit einer Kälte-Sofortkompresse behandelt werden, um Schwellungen vorzubeugen.
  • Einmalhandschuhe: Die Behandlung des verletzten Mitarbeiters erfolgt mit Handschuhen, um einer Infektion vorzubeugen. Das ist insbesondere in Betrieben wichtig, wo mit giftigen Materialien gearbeitet wird. Beim Kauf von Einmalhandschuhen ist darauf zu achten, dass sie in puncto Tragekomfort, Reißfestigkeit und Dehnbarkeit optimal sind.

Artikelbild: © Zastolskiy Victor / Shutterstock

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