Wäsche waschen, aber richtig – Das sind die größten Fehler beim Waschen

Wäsche waschen, aber richtig – Das sind die größten Fehler beim Waschen

Muss die Wäsche wirklich anhand ihrer Farbe sortiert werden? Und ist es notwendig, Kochwäsche bei 90 Grad Celsius zu waschen? Hilft ein häufiges Entkalken, die Haltbarkeit der Maschine zu erhöhen? Wir erläutern im Folgenden die häufigsten Mythen und Fehler beim Wäschewaschen.

Wie wirksam sind die 90-Grad-Wäsche und Hygienespüler wirklich gegen Bakterien?

Damit die Wäsche bakteriell rein wird, verwenden viele Verbraucher Hygienespüler. Diese sind laut dem Mikrobiologen Prof. Werner Solbach aber nicht erforderlich. In der Kleidung befinden sich meist harmlose Keime, sodass ein normales Vollwaschmittel in der Regel ausreicht.

Hängen Sie die Wäsche zum Trocknen raus, denn Keime werden durch die UV-Strahlen der Sonne abgetötet.

Auch ein Waschen bei hohen Temperaturen ist nicht erforderlich und sogar Energieverschwendung. Für normal verschmutzte Kleidung genügt ein Waschgang bei 30 bis 40 Grad Celsius völlig. Nur wenn jemand in der Familie unter einer ansteckenden Krankheit leidet, sollten diese Wäschestücke separat bei 60 Grad Celsius und gegebenenfalls mit Hygienespüler gewaschen werden.

Empfindliche Wäsche sollte separat gewaschen werden

Zu hohe Temperaturen können der Wäsche schaden – gerade, wenn es sich um empfindliche Textilien handelt.

Nicht empfehlenswert ist es, empfindliche Wäsche zu stark zu schleudern. Dann könnten in der Kleidung kleine Löcher entstehen.

Gerade BHs oder Kleidungsstücke aus Seide sollten separat gewaschen werden – am besten auf links. Dafür verwenden Sie ein Pflegeleichtprogramm, damit die Wäsche nicht so stark bewegt wird. Für Bügel-BHs empfiehlt sich außerdem ein spezielles Wäschesäckchen, um Beschädigungen zu vermeiden.

Eine grobe Sortierung ist wichtig

Es ist sinnvoll, Wäsche anhand der Textilart, des Verschmutzungsgrades und der Farbe grob vor zu sortieren. Waschen Sie feine Blusen nicht zusammen mit Frotteehandtüchern, denn der Stoff der Blusen verträgt die hohen Temperaturen nicht. Werfen Sie unbedingt einen Blick auf die Waschanleitung des jeweiligen Kleidungsstücks, denn dort finden Sie stets genauere Angaben darüber, welche Temperaturen die Wäsche aushält und ob die Farben abfärben könnten. Wenig ratsam ist es, stark verschmutzte Kleidungsstücke zusammen mit sauberer Kleidung in die Trommel zu geben. Dann könnte die Schmutzkleidung nämlich nicht richtig sauber werden. Sortieren Sie die Kleidung außerdem grob nach der Farbe, um sich einen unschönen Grauschleier und ein Abfärben der Kleidung zu ersparen. Für die verschiedenen Farben empfehlen sich die folgenden Waschprogramme:

  • Blau: Dunkle Buntwäsche
  • Braun: Dunkle Wäsche oder Schwarzwäsche
  • Gelb: Helle Buntwäsche
  • Grün: Dunkle Buntwäsche
  • Hellblau: Helle Wäsche oder Weißwäsche
  • Hellgrau: Helle Wäsche oder Weißwäsche
  • Rosa: Helle Buntwäsche
  • Orange: Helle Buntwäsche
  • Rot: Dunkle Buntwäsche
  • Weiß: Helle Wäsche oder Weißwäsche
  • Schwarz: Dunkle Wäsche oder Schwarzwäsche

Waschen Sie bunte Wäsche außerdem nicht zu heiß, um ein Verbleichen der Farben zu verhindern.

Eine zu häufige Verwendung von Entkalker ist nicht erforderlich

In Regionen mit hartem Leitungswasser haben viele Verbraucher Angst vor Kalkschäden und geben deshalb häufig Entkalker oder Enthärter zur Wäsche dazu. Das ist aber nicht erforderlich.

Moderne Waschmittel enthalten nicht nur Tenside und Bleichmittel, sondern auch Enthärter. Allerdings wird das von den Herstellern oft nicht genau angegeben.

Deshalb können Sie sich das Geld für ein zu häufiges Entkalken der Maschine sparen. Nur in Gebieten mit sehr kalkhaltigem Wasser empfiehlt es sich, ein- bis zweimal pro Jahr Enthärter zu verwenden.

Zusammenfassung

Es gibt einige häufige Fehler beim Waschen. Dazu gehört, dass als Temperatur oft 60 oder 90 Grad Celsius eingestellt wird, obwohl das nicht notwendig ist. Auch Hygienespüler und Enthärter werden nur selten benötigt.

Artikelbild: ra_photo / Bigstock.com


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