Himbeeren düngen – für eine reiche Ernte

Himbeeren düngen – für eine reiche Ernte

Himbeeren düngen ist eigentlich eine recht einfache Aufgabe. Sofern denn der Boden im Garten, in dem die Himbeeren wachsen sollen, auch wirklich gesund ist. Doch selbst wenn der Boden gesund ist sollten Sie idealerweise nicht auf das Himbeeren düngen verzichten, wenn Sie möglichst große und saftige Früchte von den Pflanzen ernten möchten, die auch nach Himbeere schmecken. Wichtig ist, dass sich der Boden im Garten in einem Gleichgewicht befindet. Ist dies nicht der Fall, dann braucht er entsprechende Pflege. Die beginnt bereits beim Einsetzen der Pflanzen.

Himbeeren wachsen nur mit den richtigen Nährstoffen

Obwohl schon seit Jahrzehnten in vielen privaten Gärten Himbeeren anzutreffen sind, ist den wenigsten Menschen gar nicht bewusst, dass diese Pflanze eigentlich im Wald wächst oder zumindest in Waldnähe. Ein gesunder Waldboden ist ein hervorragender Nährstofflieferant für die Himbeere, da er zu rund 20 Prozent aus reifem Humus besteht. Dabei handelt es sich um totes Holz, Laub und viele andere Substanzen, die im Wald so anfallen, die schließlich durch verschiedenste Bodenlebewesen zersetzt werden. Dadurch gelangen wichtige Nährstoffe in den Boden, welche die Pflanzen für ein gesundes Wachstum benötigen. Aufgrund des hohen Humusanteils gilt Waldboden allgemeinhin als die beste Erde überhaupt. Darüber hinaus sind im Waldboden aber auch etwa 45 Prozent Mineralien enthalten, wie etwa Sand oder Lehm. Die restlichen etwa 35 Prozent bestehen für gewöhnlich aus Luft und Wasser. Hier ist es vor allem der Humus, der dafür sorgt, dass beides gleichmäßig in der Erde verteilt wird.

Mit diesem Hintergrundwissen wird schnell klar, dass der Boden im Garten normalerweise überhaupt nicht eben dem entspricht. Die meisten Böden sind recht mager, andere hingegen stark überdüngt. Doch alleine der Nährstoffgehalt ist noch nicht das A und O für eine reiche Ernte. Dünger allein ist also nicht die Lösung für eine gesunde Pflanze. Damit die Himbeeren richtig gut wachsen und gedeihen können, ist es also erforderlich, den Pflanzen eine optimale Umgebung zu schaffen. Dies geht nicht nur, indem Sie regelmäßig Ihre Himbeeren düngen, sondern vor allem durch eine optimale Vorbereitung der Erde.

Schon alleine aus geschmacklichen Gründen sollten Sie idealerweise auf synthetische Dünger verzichten. Greifen Sie daher möglichst nur zu organischen Düngern wie zum Beispiel:

  • Kompost
  • Stallmist
  • Hornspäne
  • Urgesteinsmehl
  • Knochenmehl

Nach dem Einpflanzen der Himbeeren haben die Pflanzen viel zu tun. Ihre Wurzeln müssen sich nun erst einmal tief in den Boden graben. Damit dies kein allzu extremer Kraftakt wird, sollte der Boden gut vorbereitet werden. Dafür graben Sie den Boden ausreichend um und reichen die Erde mit reifem Kompost an. Alternativ dazu können Sie auch zu abgelagertem Mist greifen. Zusätzlich geben Sie etwas Hornspäne und Knochenmehl sowie Urgesteinsmehl in die Erde. Verwenden Sie aber auf keinen Fall zu viele Hornspäne, da die Himbeere mit einem zu hohen Stickstoffgehalt recht empfindlich umgeht.

Der richtige Zeitpunkt zum Himbeeren düngen

Beim Himbeeren düngen mit organischen Düngern bringen Sie diese am besten immer späten Herbst kurz vor dem Wintereinbruch aus. So haben die Bodenorganismen genug Zeit, um diese aufzuschließen und so die Nährstoffe an den Boden abzugeben, damit diese im nächsten Jahr sofort den Pflanzen zur Verfügung stehen. Im Rhythmus von zwei bis drei Jahren können Sie den Boden zusätzlich mit etwas Urgesteinsmehl anreichern, damit dieser wieder mit wichtigen Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt wird. Hierzu streuen Sie den Dünger direkt auf der Mulchdecke aus und arbeiten ihn mit der Harke ein wenig in den Boden ein. Graben Sie aber nicht zu tief, da die meisten Wurzeln der Himbeere sehr dicht unter der Erdoberfläche liegen. Graben Sie zu tief, würden Sie diese zu stark verletzen.

Dauerdünger für die Himbeere: Mulch

Ein richtig guter Boden entsteht vor allem durch drei Dinge:

  1. Natur
  2. Zeit
  3. Nichtstun

Indem Sie die Himbeerpflanzen eingepflanzt haben, haben sie bereits den ersten Schritt getan, um einen mageren in einen guten Boden zu verwandeln. Um die Entwicklung noch weiter voranzutreiben sollten Sie den Wurzelbereich um die Himbeeren herum nun noch regelmäßig mulchen. Eine Mulchschicht ist zwar kein perfekter, aber doch ein guter Ersatz für den hohen Humusgehalt im Waldboden. Der nette Nebeneffekt ist, dass durch regelmäßiges Mulchen selbst der kargste Boden langsam aber sicher zu einem guten, gesunden Boden wird. Dadurch, dass der Mulch mit der Zeit verrottet, werden wichtige Nährstoffe direkt an die Wurzeln der Himbeere gegeben.

Zum Mulchen können Sie beispielsweise Rasenschnitt verwenden, der allerdings auf keinen Fall zu dick, sondern nur locker und dünn aufgebracht werden sollte. Sehr gut geeignet sind aber auch gefallenes Herbstlaub oder gehäckseltes Holz. Gerade langsam verrottendes Material wird nach geraumer Zeit noch immer in gewissen Teilen auf dem Boden liegen bleiben. Dieses tragen Sie einfach mit einer Harke ab und ersetzen es durch frischen Mulch.

Eine regelmäßig gepflegte Mulchschicht hat sogar noch viele weitere Vorteile. Nicht nur, dass Sie mit den Nährstoffen daraus optimal Ihre Himbeeren düngen können. Selbst bei großer Hitze am Tag wird der Boden durch die Mulchschicht vor einer zu raschen Austrocknen und Aufheizung geschützt, da der Mulch sehr gut isoliert. Dies bedeutet im Umkehrschluss auch, dass die Bodenwärme im Winter nicht so schnell entweicht und Frost nicht so schnell in den Boden gelangen kann.

Mulch kann sehr gut gegen Staunässe helfen. Selbst bei starkem Regen wird das Wasser kanalisiert und abgeleitet. Dies ist für die Himbeere sehr wichtig, da ihr Staunässe überhaupt nicht gut bekommt.

Wenn Sie richtig mulchen und den Mulch auch regelmäßig pflegen, dann müssen Sie eigentlich nicht mehr wirklich viel an weiteren Düngemitteln verwenden. Durch die Gabe von weiteren Düngemitteln kann es dann nämlich schnell zur Überdüngung kommen. Was Sie ebenfalls unterlassen sollten ist, den Boden nicht immer wieder umzugraben. Dadurch wird nur die Bodenstruktur unnötig zerstört und die Pflanzenwurzeln nachhaltig geschädigt. Selbst wenn sich tatsächlich einmal andere Pflanzen in den näheren Umkreis der Himbeere gesellen sollte: Reißen Sie diese nicht sofort heraus. Es kommt die Zeit in der auch diese wieder verrottet und zu einem natürlichen Nährstofflieferant wird, mit dem Sie ganz ohne etwas tun zu müssen Ihre Himbeeren düngen können.

Zusammenfassung

Himbeeren düngen ist eigentlich ganz einfach, wenn man weiß, dass diese Pflanze eigentlich in Wäldern beheimatet ist. Ein gesunder, humusreicher Boden und eine regelmäßig gepflegte Mulchschicht sind daher das Beste, was Ihren Himbeeren passieren kann.

Artikelbild: © Milkos / Bigstock.com

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