Hummeln im Garten ansiedeln: So geben Sie Hummelköniginnen im Frühjahr eine Starthilfe

Hummeln im Garten ansiedeln: So geben Sie Hummelköniginnen im Frühjahr eine Starthilfe

Hummeln sind nützliche und schützenswerte Insekten. Daher ist es eine gute Entscheidung, sie im eigenen Garten anzusiedeln. Gerade jetzt im Frühjahr ist dafür ein idealer Zeitpunkt. Allerdings wird das Vorhaben nur erfolgreich sein, wenn Sie sich vorab über die Insekten und ihre Bedürfnisse informieren und ein paar Dinge berücksichtigen. In diesem Artikel erhalten Sie Tipps, wie Sie Hummelköniginnen im Frühling unterstützen und somit ein Hummelvolk in Ihrem Garten ansiedeln können.

Die Hummeln müssen freiwillig in den Garten kommen

Zunächst einmal gilt: Die Ansiedlung vom Hummeln im Garten ist nur indirekt möglich.

Hummeln stehen unter Naturschutz und dürfen daher keinesfalls einfach eingefangen werden.

Um die Hummelkönigin in den eigenen Garten zu locken, hilft es auf jeden Fall, ihn so insektenfreundlich wie möglich zu gestalten. Dann werden sich die kleinen Insekten auch freiwillig bei Ihnen einfinden.

Ein geeigneter Nistplatz ist wichtig für die Hummelkönigin

Wichtig zu wissen ist außerdem, dass bei den Hummeln alle Tiere – mit Ausnahme der bereits begatteten Jungkönigin – im Herbst absterben. Im zeitigen Frühjahr begeben sich die Königinnen dann auf die Suche nach einem geeigneten Nistplatz. Dort gründen Sie ein neues Hummelvolk. Besonders gern werden dafür

  • Totholzhaufen,
  • Steinspalten,
  • Mäuselöcher,
  • Vogelnester oder
  • Hausisolierungen

genutzt. Sobald das neue Quartier gefunden ist, wird die erste Wabe gebaut. Dabei zehrt sie am Anfang noch von den Nahrungsvorräten aus dem letzten Jahr, die in ihrem Honigmagen eingelagert sind. Sobald sie aufgebraucht sind, benötigen die Hummelköniginnen rechtzeitig und ausreichend nektarspendende Blüten in ihrer Umgebung. Der Nektar wird als Vorrat für schlechtes Wetter zu Honig umgewandelt und in Töpfchen aus Wachs aufbewahrt. Schon bald legt die Hummelkönigin die ersten Eier und muss die schlüpfenden Larven mit Pollen versorgen, den sie an den Blüten sammelt.

Aus diesem Grund wird sich eine Hummelkönigin auch eher in einem insektenfreundlichen Garten mit vielen Frühblühern niederlassen. Nur dann hat sie genug Nahrung, um sich und ihr neues Hummelvolk zu versorgen.

Meist nehmen Hummeln auch gerne die Nistkästen von Menschen an. Sie können selbstgebastelt oder gekauft werden. Da die verschiedenen Hummelarten unterschiedliche Ansprüche haben, sollten verschiedene Nisthilfen hergerichtet werden.

Ein insektenfreundlicher und naturnaher Garten ist ideal für Hummeln

Ein perfekter Nistplatz nützt den Hummeln nichts, wenn nicht genug Nahrung zur Verfügung steht. Deshalb sollten Sie Ihren Garten bewusst abwechslungsreich und naturnah gestalten. Verzichten Sie auf schlichte Eleganz, Deko-Artikel und Einheitsrasen, sondern integrieren Sie eine üppige Bepflanzung, die sich durch eine hohe Artenvielfalt auszeichnet, und naturbelassene Bereiche in Ihren Garten. Nur dann wirkt der Garten auf Hummeln auch wirklich anziehend.

Helfen Sie entkräfteten Hummeln im Frühjahr

Wenn Sie im Frühling eine entkräftete Hummelkönigin auf der Terrasse oder im Garten finden, sollten Sie dem Tier helfen.

Falls Sie jetzt im zeitigen Frühjahr einer Hummelkönigin helfen, retten Sie nicht nur ein Tier. Sie bewahren einen ganzen Hummelstaat, der gerade erst noch im Entstehen ist, vor dem sicheren Tod.

Heben Sie die Hummel mit einem Stück Papier behutsam auf. Lösen Sie dann einen halben Teelöffel Zucker in lauwarmem Wasser auf und bieten Sie dem Tier das Zuckerwasser mit dem Löffel an. Die Hummel kann in wenigen Minuten bis zu einem Drittel Teelöffel der Flüssigkeit mit ihrem Saugrüssel aufnehmen.

Zusammenfassung

Wer Hummeln im Garten ansiedeln möchte, sollte darauf achten, dass der Garten insektenfreundlich ist. Außerdem kann ein Nistplatz bereitgestellt werden. Darüber hinaus sollte man entkräftete Hummelköniginnen im Frühjahr mit Zuckerwasser helfen.

Artikelbild: N-sky / Bigstock.com

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