Iris

Iris

Die Iris – auch Schwertlilie genannt – ist ein prächtiger Frühjahrsblüher. Sie hat lange, lanzettförmige Blätter, die mit etwas Phantasie an Schwerter erinnern können, daher auch der Name. Die Blüten sind dreigeteilt und kommen in einer Fülle von Farben vor. Die Palette reicht von weiß über Gelbtöne bis hin zu dunklem Violett. Auch Mischfarben in verschiedenen Kombinationen gibt es.

Die Blätter und Blüten der Iris sterben im Winter ab, es überlebt ein Rhizom, das sind sozusagen die Äste der Pflanze, die verdickt sind und ähnlich aussehen wie dicke Wurzeln. Das Rhizom liegt entweder direkt auf der Erde oder knapp unter der Erdoberfläche. Von diesen umgestalteten Ästen gehen dann die echten Wurzeln ins Erdreich. Manche Arten bilden statt der Rhizome Knollen aus, die Ähnlichkeit mit Zwiebeln aufweisen. Eine Iris-Staude wächst viele Jahre lang und breitet sich mit jedem Jahr weiter aus.

Die Blüten

Die prachtvollen Blüten der Iris sind dreigeteilt. Jeder der drei Teile besitzt ein Blütenblatt, das sich zungenartig nach unten neigt und oft mit einem „Bart“ ausgestattet ist – das Hängeblatt. Dieses dient Insekten als Anflugstelle. Direkt über dem Hängeblatt befindet sich ein Narbenast (der weibliche Teil der Blüte), der wie ein Blütenblatt gefärbt und blattartig gestaltet ist. Landet ein Insekt auf der Blume, so kriecht es zwischen Hängeblatt und Narbenast zum Nektar, der sich an der Basis der Blüte befindet und gibt in der engen Höhle Pollen ab. Auf diese Weise wird die Pflanze befruchtet. Die nach oben weisenden Blütenblätter sind die Domblätter. Hängeblätter, Narbenast und Domblätter können gleich oder unterschiedlich gefärbt sein. So entsteht der große Farbenreichtum der Schwertlilien.

Die Iris im Garten

Die Schwertlilie braucht einen humosen, nährstoffreichen und oft auch feuchten Boden und liebt die Sonne. Die typischen Gartenarten sind ausgesprochen robust und überleben jeden Frost. Die Iris pflanzt sich hauptsächlich durch Wachstum ihrer Rhizome fort. Wird ein Stück des Rhizoms abgebrochen und an anderer Stelle eingesetzt, so wächst eine neue Pflanze und breitet sich in den nächsten Jahren zu einem mächtigen Stock aus. Die reichen Blüten der Schwertlilie erscheinen im späten Frühjahr. Die hübschen, lanzettförmigen Blätter erfreuen dann noch den ganzen Sommer über das Auge. Es gibt auch panaschierte Blattformen, deren Ränder weiß bis hellgelb sind.

Verwendung der Rhizome

Erstaunlich vielfältig wurden in früheren Zeiten die Rhizome der Schwertlilie eingesetzt. Sie wurden alkoholischen Getränken als Geschmacksstoff zugesetzt – etwa Likören oder Weinen. Gleichzeitig wurden sie jedoch auch als Brechmittel verwendet. Kleinen Kindern wurden sie während der Phase des Zahnens gegeben, um darauf herumzukauen. Die Rhizome der Florentinischen Schwertlilie wurde gar als Veilchenparfum herangezogen. Sie enthalten einen Stoff, der einen ähnlichen Duft wie Veilchen verströmt.

Artikelbild: © Anna Bogush / Shutterstock

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