Kardamom: Anbau, Ernte, Anwendung

Kardamom: Anbau, Ernte, Anwendung

Der Kardamom (Fachbegriff: Elettaria cardamomum) werden sehr viele heilenden Wirkungen nachgesagt. Angebaut in vielen Teilen der Welt, stammt die Kardamom aus der Pflanzenfamilien der Ingwer ab. Bis heute haben sich zwei Sorten der Kardamom etablieren können. Die grüne und die schwarze Form, welche unterschiede Aromen aufweisen und verschiedene Qualitäten. Zahlreiche Namen umgeben die Heilpflanze. In vielen Völkern wird sie auch als Zimtpflanze beschrieben. Mit ausreichend Licht und wenige direkter Sonne kann die Kardamom perfekt auch als Gartenpflanze gedeihen.

Anbau, Aussaat und Pflanzung

Kardamom ist ein Gewürz, welches in zwei unterschiedlichen Arten vorkommen kann. Es gibt den grünen Kardamom und die schwarze Gewürzpflanze. Ursprünglich stammt die Gewürzpflanze aus Asien und wird auch heute noch dort kultiviert und in vielen Anwendungsbereichen eingesetzt. Wer sich für diese Pflanze interessiert und sie wegen der vielen ätherischen Öle gerne anbauen möchte, der sollte eine gewisse Vorbereitungszeit in Anspruch nehmen.

Angebaut wird die Gewürzpflanze im Außenbereich oder als Topfpflanze für den Innenbereich. Wer sich für die Züchtung in Zimmerlage entscheiden sollte, der kann die Gewürzpflanze in einem geeigneten Geschäft, am besten einer Gärtnerei erwerben. Als gewöhnliche Zimmerpflanze kann die Kardamom-Pflanze einfach in einen Topf mit einem beliebigen Substrat gepflanzt werden.

Der Anbau in freier Wildbahn, in einem Garten beispielsweise, erfordert etwas mehr Arbeit und Aufmerksamkeit. Wer sich dafür entscheiden sollte die Gewürzpflanze in den Garten zu setzen, der sollte unbedingt auf eine hervorragende Beschattung achten. Denn der Kardamom (auch Kardamom genannt) muss unbedingt vor der direkten Sonneneinstrahlung geschützt werden. Ist die Beschattung gewährleistet, sind rechteckige Pflanzbereiche auszustechen. Diese sind im Idealfall 40 cm lang.

Zwischen den einzelnen Pflanzen sind Abstände von 2 Metern einzuhalten. Dadurch kann eine ideale Bedingung für die Anzucht geschaffen werden. Die klassische Pflanzung der Kardamom-Pflanzen ist durch flachgründige Eingrabungen von Rhizomstückchen zu gewährleisten. 

Wer sich bei der Pflanzung von Ingwergewächsen an das Bodensubstrat herantraut, muss auf einen nährstoffreichen und kalkfreien Boden achten. Man kann die Pflanzen auch in den normalen Boden setzen, doch das kann der Anzucht schaden.

Das Düngen der Pflanzen ist ebenfalls genaustens beschrieben. Die Gewürze brauchen aller 14 Tage, in der Anpflanzphase, Dünger. Am besten wird ein hochwertiger Flüssigdünger angewendet. Ganz besonders wichtig bei der Anzucht und auch bei der späteren Pflege ist das Gießen. Dieses sollte regelmäßig erfolgen und natürlich auch immer so genutzt und geplant werden, dass die Wurzeln der Gewürzpflanze nicht austrocknen.

Merkmale, Aussehen und Wuchs

Der Kardamom hat ein sehr typisches Aussehen und kann demnach sehr schnell identifiziert werden. Es handelt sich um eine ausdauernde und krautige Gewürzpflanze, die beim Wachstum reichlich Platz bedarf. Normalerweise erreicht die Pflanze bei der richtigen Zucht und der passenden Pflege eine Höhe von 2 bis 3 Meter. Während des Wachstums bildete die Pflanze zahlreiche Laubblätter, die eine lanzenförmige Wachstumsrichtung aufweisen.

Die Blüten wachsen bei dieser Gewürzpflanze aus den am Boden liegenden Seitentrieben hervor und können Wuchshöhen von 1- 1,5 Meter erreichen. Die Blüten wachsen rispenförmig. Die späteren Kapselfrüchte sind in unterschiedlichen Farben vorhanden. In den einzelnen Fruchtfächern liegen bis zu 8 unregelmäßig geformte Samen.

Die Merkmale sind leicht zu erkennen. Neben der ungleichen Form der Samen kann man die Kardamom Samen auch an dem Geruch und dem Geschmack erkennen. Ein süßer bis scharfer Geschmack macht sich auf der Zunge breit, wenn der Kardamom verzehrt wird.

Steckbrief Kardamom
fachliche Bezeichnung Elettaria cardamomum
Blütezeit Frühjahr-und Sommer
Wuchseigenschaften krautig wachsende Pflanze
Wasser regelmässig wässern, darf nicht austrocknen
Licht keine direkte Sonneneinstrahlung
Substrat/ Boden nährstoffreich, kalkarm
Verwendung Medizinisch/ Lebensmittel/ Getränke/Kosmetik
Verwendung Pflanze Samen

Pflanzenfamilie und Sorten

Der Kardamom stammt aus der Pflanzenfamilie der Ingwergewächse und zählt mit zur Ordnung der Ingwerartigen. Es gibt zahlreiche Arten der Kardamom. Neben der klassischen grünen Variante lassen sich auch schwarze Heilpflanzen finden.

  • Grüner Kardamom: Der grüne Kardamom ist die bekannteste Sorte. Jedoch ist zu bedenken, dass der grüne Kardamom nicht so hochwertig ist wie der schwarze. Die grünen Samen werden vor der Reife geerntet. Getrocknet haben diese Sorten einen sehr würzigen Geschmack.
  • Schwarzer Kardamom: Diese Sorte ist hochwertiger und exklusiver als der grüne Kardamom. Wie der Name bereits vermuten lässt, ist die Frucht schwarz. Je dunkler ein Samen der Kardamom ist, desto wertvoller ist dieser. Vom Geschmack ist der schwarze Kardamom nicht ganz so intensiv wie der grüne.

Herkunft und Vorkommen des Kardamom

Die Herkunft des Kardamom ist bis heute nicht vollständig geklärt. Es gibt unterschiedliche Anbaugebiete. Diese beziehen sich heute auf Asien, in einer großen Bandbreite. Aber der Kardamom kommt ursprünglich aus Südindien, Sri Lanka, Irak und aus Thailand. Das größte Exportland ist jedoch bis heute Guatemala. Mit zu den weiteren Anbauländern gehören unter Tansania, Madagaskar und Papua-Neuguinea.

Ernte und Lagerung (Blütezeit)

Die Ernte des Kardamom ist nicht weiter schwierig. Die reifen Samenstränge des Kardamom platzen vor der Ernte auf und lassen sich ganz einfach aus der Samenschale entfernen. Wer grünen Kardamom ernten will, sollte die Blütezeit beachten und die Samen vor der Ernte aus der Schale entfernen. Um die Ernte zu sichern, sollten der Kardamom nicht unter 14 Grad gedeihen. Die Blütezeit liegt im Frühjahr und im Sommer.

Die Ruhezeit des Kardamom liegt zwischen Oktober und März. In dieser Zeit darf der Kardamom nicht zu stark gegossen werden. Während der Ruhephase darf der Kardamom nicht gedüngt werden. Der Erstballen darf aber nicht austrocknen. Die Kapseln und die Samen können ganz einfach gelagert werden. Dafür die Samen oder die Kapseln einfach trocknen und anschließend 12 Monate lagern. Die Lagerung sollte lichtgeschützt und trocken erfolgen.

Pflege, Krankheiten und Schädlinge der Kardamom

Die Heilpflanze kann, wenn sie gesund ist, direkt in der Medizin angewendet werden oder in der Heilkunde. Ob im Kaffee in Gebäck Kardamom ist eine vielseitige Heilpflanze die unglaubliche Wirkungen erzielen kann. Dafür muss der Kardamom jedoch ohne Schädlinge und Erkrankungen heranwachsen. Unter schwächeren Lichterverhältnissen lässt sich der Kardamom entsprechend heranziehen. Gepflegt werden muss die Heilpflanze vor allem mit Wasser und Dünger. Sie darf nicht austrocknen und auch nicht mit zu nährstoffarmen Boden konfrontiert werden.

Trotz guter Pflege kann es zu Erkrankungen oder Schädlingsbefall kommen. Vor allem Schmier-und Wollläuse fühlen sich auf der Kardamom besonders wohl. Zu erkennen sind die Schädlinge an den weißen wollähnlichen Absonderungen auf der Heilpflanze. Blätter die mit diesen Schädlingen in Kontakt kommen, färben sich für gewöhnlich gelb und sterben ab. Um eine Ausbreitung zu verhindern müssen Pflanzenteile die von dem Schädling betroffen sind entfernt werden.

Anwendungsgebiete und -beispiele, Nutzung und Heilwirkung

Die Anwendung der Heilpflanze ist sehr breit gefächert. Bei vielen Völkern gilt das Gewürz noch heute als Superpflanze, die wiederum bei vielen Beschwerden angewendet werden kann. Als Heilpflanze kommt der Kardamom hauptsächlich in Pulverform vor und kann in den klassischen Einzelhandelsunternehmen erworben werden. Wer kein fertiges Pulver erwerben möchte, kann sich sein eigenes Kardamompulver herstellen. Dafür werden die Samen der Heilpflanze angewendet. Die Wirkung des frisch hergestellten Pulvers ist natürlich um einiges effizienter. Bei der Einlagerung des Kardamom-Pulver besteht die Gefahr, dass dadurch sehr viele Bestandteile an Wirkung verlieren.

Wissenschaftlich wurde mehrfach bewiesen, dass Kardamom in vielen Bereichen medizinisch eingesetzt werden kann. Die Heilpflanze hat eine enorme Wirkung, wenn es um Verdauungsstörungen geht oder um Magenbeschwerden. Auch bei Regelschmerzen oder bei Blähungen kann das Pulver fantastisch angewendet werden. Zu den weiteren Anwendungsbereichen gehören:

  • Mundgeruch
  • Husten
  • Erkältungen
  • Grippe
  • Asthma
  • Depressionen
  • Appetitlosigkeit
  • Nierensteine
  • Erkrankungen mit dem Magen

Gerade die entgiftende Wirkung ist in vielen medizinischen Bereichen sehr gerne gesehen. Diese entgiftende Wirkung kommt auch bei entsprechenden Erkältungen zum Einsatz und auch bei anderen Atemwegserkrankungen. Erkältungslindernd, hustenlindernd und vor allem entspannend kann der Kardamom in vielen Heilbereichen zum Einsatz kommen. Die verdauungsfördernde Eigenschaft möchte man der Heilpflanze zusätzlich zusprechen.

Eine eher außergewöhnliche aber durchaus vorhandene Anwendung bezieht sich auf den kosmetischen Bereich. Die Saat des Heilkrautes wird auch in den zahlreichen kosmetischen Pflegeprodukten verarbeitet, die beispielsweise eine reinigende Wirkung erzielen sollen. In der Küche wird das Gewürz vor allem bei Verdauungsproblemen angewendet oder bei der Beseitigung von Blähungen. Als Tee oder als reines Gewürz kann das Produkt seine Wirkung entfalten. Verwendet wird der Kardamom in vielen Bereichen, die sich in den letzten Jahren immer weiter erstreckt haben.

Wer unter Mundgeruch leidet, kann das Öl oder beispielsweise eine Mundspülung mit Kardamom anwenden.

Verarbeitungsarten:

  • Gewürz
  • Speisen (Lebkuchen, Kuchen)
  • Tee
  • Öle
  • Pulver
  • Puder
  • Reinigungscremes
  • Kapseln
  • Kaffee

Inhaltsstoffe der Pflanze

Die Wirksamkeit der Pflanze, die in vielen Küchen der Welt angewendet wird, stammt aus den Samen. Diese wiederum enthalten verschiedene Inhaltsstoffe:

  • Borneol
  • Cineol
  • Terpineol
  • Myrcen
  • Limonen
  • Eisen
  • Kampfer

Infos zur Giftigkeit der Pflanze

Der Pflanze werden keine giftigen Bestandteile nachgesagt, so lange man die Samen nutzt. Jedoch sind einige Personengruppen vom Verzehr ausgenommen. Gerade Personen die an Gallensteinen leiden sollten das Gewürz nicht nutzen. Auch in der Schwangerschaft ist das Produkt nicht zu verwenden. Als reines Gewürz angewendet ist Kardamom jedoch ein harmloses Produkt.

Wissenswertes zur Pflanze

Die Verwendung der Pflanze erfolgt meistens nur durch die Kardamom-Samen, die ihre Wirkung in vielen Bereichen haben. Ursprünglich stammt der Kardamom aus Asien, wo er nicht nur bei Problemen mit dem Magen angewendet wird, sondern auch als reines Gewürz in Suppen und anderen Speisen. Zu vergleichen mit der Ingwer zeigt sich der Kardamom als vielseitige Heilpflanze. Die Heilpflanze muss nach eigenem Anbau nach 20-30 Jahren ausgetauscht werden. Bei der optimalen Pflege kann der Kardamom 20 Jahre lang tragbare Ernten erzielen. 

Fazit

Kardamom ist eine Heilpflanze, die in der Medizin sehr oft Verwendung findet. Verwendet in Lebensmitteln (Lebkuchen, Kaffee, Tee) findet der Kardamom auch in der Küche als Gewürz eine alternative Anwendung. Hinzu kommen die Anwendung bei Problemen mit dem Magen oder bei Mundgeruch. Außerdem wird der Samen der Kapseln bei Nierensteinen und anderen Erkrankungen angewendet.

Gewürze, die mit Kardamom versetzt wurden haben ein sehr intensives Aroma. Dieses Aroma erinnert an Ingwer. Die Verwendung in der Küche ist also deutlich, zu erkennen, wenn man die Kaffee-Sorten und die Tee-Sorten mit Kardamom erkennt. Verwendet werden die Samen der Heilpflanze. Diese haben im unreifen Zustand ein sehr intensives Aroma. Gewürze werden meistens aus schwarzem Kardamom hergestellt.

Zusammenfassung

Der Kardamom ist eine sehr wertvolle Heilpflanze, die in Lebensmitteln und der Heilkunde eingesetzt wird. Unter den richtigen Bedingungen kann die Heilpflanze auch im Garten gedeihen. 

Artikelbild: HeikeRau / Bigstock.com

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