Kellerabdichtung von Innen selbst gemacht? Wir zeigen wie!

Kellerabdichtung von Innen selbst gemacht? Wir zeigen wie!

Ach du Schreck, Wasser im Keller! Wenn die Wände im Keller feucht ist und Farbe und Putz von der Wand abblättert, sollte man trotz des ersten Schrecks einen kühlen Kopf bewahren und einige wichtige Schritte überlegen, bevor es an die Sanierung gehen kann. Denn eine Kellerabdichtung von innen ist im Grund einfach zu bewerkstelligen, muss aber in gut durchdachten, aufeinander abgestimmten Schritten erfolgen. Der erste Schritt bei der Abdichtung ist natürlich immer die Ursachen-Analyse: Weshalb ist der Keller vom Haus überhaupt feucht geworden, oder weshalb zieht das Mauerwerk immer wieder Feuchte?

Hierfür kann es mehrere wirkende Ursachen geben, wie zum Beispiel eindringendes Wasser von außen oder aufsteigende Feuchtigkeit, die aus dem Erdreich steigt oder in den Wänden ist, da vielleicht wasserführende Leitungen undicht geworden sind. Die Innenabdichtung müsste in solchen Fällen dringend erneuert werden, insbesondere, wenn der Putz schon abblättert und andere sichtbare Zeigen beweisen, wie feucht das Mauerwerk schon geworden ist.

Bei Altbauten aus früheren Jahrzehnten ist es oft auch so, dass die sogenannte Horizontalsperre aus Folie oder Bitumen, die aufsteigende Nässe in den Mauern verhindert (ein Muss und Standard bei Neubauten), gar nicht oder nur unzureichend eingefügt worden ist, so dass hier schnell ein feuchter Keller entsteht. Auch unzureichende Heizung und Lüftung im Untergeschoß vom Haus sind oft die Ursache, wenn Kellerwände feucht werden – insbesondere im Wiederholungsfall von feuchten Wänden ist auch das eigene Heiz- und Lüftungs-Verhalten zu hinterfragen. Oft empfiehlt es sich, den Keller regelmäßig zu heizen und ausreichend zu lüften oder gar auch einen Entfeuchter oder Lüfter in der Mauer einzubauen, damit erneute Feuchtigkeit an den Kellerwänden ausgeschlossen werden kann.

Denn Prävention von Feuchte im Keller, die im Extremfall nicht nur das Wohnklima im ganzen Haus beeinträchtigen, sondern sogar auch eine tragende Wand in ihrer baulichen Statik zersetzen könnte, ist immer besser als ein handwerklicher Einsatz im Schadensfall. Was ferner zu beachten ist, damit die Innenabdichtung mit Sicherheit gelingt, zeigen wir Schritt für Schritt in der folgenden Anleitung mit zahlreichen Praxis-Beispielen und hilfreichen Tipps.

Bilder sagen bekanntlich wesentlich mehr als Worte: die moderne Möglichkeit, Videos als Veranschaulichung von Heimwerken zu nutzen, sollte man als Hobby-Handwerker im Eigenheim immer in Betracht ziehen. Zum Thema „Kellerabdichtung von Innen“ gibt es heute zahlreiche anschauliche Video-Anleitungen auf youtube und an vielen anderen Quellen im Internet, die auch dem Laien im Do-it-yourself-Verfahren zeigen, wie man schnell aus einer Eigenleistung heraus zu einem perfekt abgedichteten Keller kommt.

Gründe für die Kellerabdichtung von Innen – und Lösungen

Wenn es an die professionelle Kellerabdichtung vom Haus geht, beginnt man gewöhnlich von außen, indem man die Mauer an der betreffenden Hauswand freilegt und die Vertikalabdichtung erneuert. Doch wenn es nicht möglich ist, den Keller von außen abzudichten, weil man an bestimmte Stellen von außen nicht herankommt oder weil man die Fassade nicht verändern darf, muss man von Innen ans Werk gehen.

Grundsätzlich ist Feuchtigkeit im Keller ein wichtiges und schwerwiegendes Problem, das entsprechend ernst genommen werden und entsprechend rasch behoben werden muss. Denn es ist notwendig, die Feuchtigkeit im Keller gleich nach Entdecken richtig einzudämmen, um die Stabilität und das gute Wohnklima vom Haus zu erhalten, und wenn man mit der passenden Ausrüstung zu Werke geht, wird man den Keller sicher dauerhaft trocken halten und eine Wiederentstehung von Wandfeuchte vermeiden können.

Erst dichten, dann dämmen: Die einzelnen Schritte auf einen Blick

Zur Sanierung von einer Kellerwand, die Feuchtigkeit gezogen hat, muss man zuerst den Putz an den betroffenen Stellen an der Mauer entfernen und großflächig zuerst die feuchte Wand abdichten, dann einen Dämm-Putz oder geeignetes Dämmmaterial auftragen. Das Freilegen der betroffenen Mauer oder Mauern kann durch Abklopfen der Wände geschehen.

Vor dem Auftragen von geeignetem Material zum Dichten und Dämmen muss man die Mauer sorgfältig freilegen und die feuchten Stellen gänzlich abtragen, damit die zu dämmende Fläche gleichmäßig ist. Auch muss man das Wand-Material genau untersuchen, damit man die richtigen Dämmputze aussuchen kann: Materialien, auf dem die handelsüblichen Dichtmaterialien haften, sind Ziegelstein, Beton, Zement, Kalkstandstein und Sandstein.

An Werkzeug für die Innenabdichtung feuchter Kellerwände benötigen Sie die folgenden Geräte:

Alle Materialien gibt es im Baumarkt – oder vielleicht auch schon längst in Ihrem Heimwerker-Keller, da sie zum Standard gehören.

Werkzeug, Material und Zeit: Die richtige Ausrüstung zur Innenabdichtung

Das Abdichten feuchter Wände im Keller erfordert einige Materialien, die Zug um Zug aufgetragen werden, damit die Wand dauerhaft vor Feuchtigkeit geschützt und versiegelt wird, um trocken zu bleiben. Bei den Materialien sollte man nicht sparen, sondern auf Qualität und positive Bewertungen achten, da die Keller-Sanierung dauerhaft ein Erfolg bleiben soll. Man sucht am besten folgende Mittel aus: eine Grundierung, einen Dichtschlamm, Spachtelmasse, Sanierputz und Farbe, wobei die Farbe diffusionsoffen sein sollte.

Zuerst bringt man die Grundierung auf die Wand an, danach den Dichtschlamm, der die Aufgabe hat, weitere aufsteigende Feuchtigkeit im Keller zu vermeiden. Hierbei trägt man den handelsüblichen Dichtschlamm mit einer Maurerkelle auf – ein etwa drei Millimeter bis einen halben Zentimeter dicker Auftrag genügt – und lässt ihn trocknen, bevor es weitergeht. Der Dichtschlamm schützt die Mauer im Keller gegen Sickerwasser, aufsteigende Feuchtigkeit und durch drückendes Wasser bedingte Erosion bis zu einem Druck von 0,5 bar, was den meisten ortsüblichen Gegebenheiten entspricht.

Nach dem Auftragen des Dämmschlamms kommen Sanierputz und Farbe zum Einsatz – das ist nicht nur für die Ästhetik, sondern auch für die Sicherheit wichtig, denn eine Kombination von Dichtschlamm und Sanierputz ist stabiler und hilft, den Keller dauerhaft abzudichten. Sollten nach dem Auftragen des Dichtschlamms noch unebene Stellen an der Mauer zu erkennen sein, glättet man diese großzügig mit Spachtelmasse, um eine ebene Fläche zu erhalten, bevor es an das Überstreichen mit Putz und Farbe geht.

Zuletzt hat man durch die sukzessiven Schritte Dichtschlamm, eventuell auch Spachtelmasse zum Glattziehen der Wandoberfläche, Sanierputz und Farbe die Wand vor Feuchtigkeit „gerettet“ und nicht nur ein optisch ansprechendes Ergebnis, sondern auch einen sicheren, dauerhaften Schutz vor aufsteigender Feuchtigkeit im Keller geschaffen.

Viele Baumärkte bieten heutzutage zur Vereinfachung für den Heimwerker auch ein komplettes Sortiment von aufeinander abgestimmten Materialien zur Innenabdichtung an. Wenn Sie sich ein solches vollständiges Dichtungs-System aus Grundierung, Putz, Dichtschlamm und Farbe kaufen, ersparen Sie sich viel Zeit beim Suchen – und die Gefahr, eine Komponente zu vergessen.

Zusammenfassung:

Eine Kellerabdichtung von innen ist manchmal erforderlich, wenn man von außen nicht an die Stellen am Mauerwerk gelangen kann oder die Fassade nicht verändern darf. Das Abdichten von feuchten Mauern stellt den Heimwerker vor einige praktische Probleme, denn die Abdichtung muss in mehreren Schritten erfolgen: „erst dichten, dann dämmen“ ist die Regel. Moderne Produkte im System-Set zum Abdämmen und Videos zur Anleitung erleichtern das Sanieren.

Artikelbild: nadisja / Bigstock.com

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