Kräutergarten – kochen mit selbst angebauten Kräutern und Gewürzen

Kräutergarten – kochen mit selbst angebauten Kräutern und Gewürzen

Sie runden die verschiedensten Gerichte ab, sind lecker und gesund – Kräuter sind das i-Tüpfelchen jeder Küche.
Natürlich erhält man sie jederzeit im Supermarkt; trotzdem lohnt es sich, Kräuter selbst zu züchten und zu ersten. Und das aus zwei einfachen Gründen: Es macht Spaß und schmeckt!

Der richtige Standort

Wer seine Kräuter an den passenden Stellen positioniert, hat später mehr von ihnen.
Grundsätzlich handelt es sich um helligkeitsliebende Pflanzen. Selbst Sorten, die auch im Halbschatten gedeihen, benötigen täglich vier bis fünf Stunden Sonne.
Zusätzlich schätzen Kräuter gleichmäßige, moderat-warme Temperaturen; Werte um 20°C sind ideal.

Als Anbauflächen eignen sich sowohl Balkonkästen wie Kräuterschnecken. Bei einem ausreichenden Platzangebot bietet sich vor allem ein Kräuterbeet an: In diesem lässt sich eine größere Pflanzenvielfalt züchten und die Kräuter haben mehr Raum zur Entfaltung.
Wichtig ist, auf Trittmöglichkeiten in Form von Wegen oder Steinen zu achten und zunächst die Grundstrukturen festzulegen: Vor dem Bereiten des Pflanzsubstrats und dem Pflanzen der Kräuter ist es noch möglich, Einteilungen zu verändern, wenn sich eine Idee als ungünstig erweist.

Wer die Wahl hat…

Für jede Gelegenheit und jeden Geschmack gibt es die passenden Kräuter und Gewürze. Allerdings stellen die einzelnen Exemplare unterschiedliche Ansprüche an Boden-, Licht- und Wasserverhältnisse. Eins haben sie aber alle gemeinsam: Herkömmliche Blumenerde und Staunässe sind ungeeignet und verhageln den Kräutern und damit den Beetbesitzern die Laune.

Insofern lohnt es sich, Sorten mit ähnlichen Ansprüchen zusammenzustellen. Hier eine kleine Auswahl an verschiedenen Kräutergruppen:

  • mediterrane Kräuter wie Thymian, Salbei, Rosmarin, Oregano und Bohnenkraut brauchen soviel Sonne wie möglich und kommen mit vergleichsweise wenig Wasser zurecht
  • heimische Kräuter wie Liebstöckel, Dill, Kümmel, Petersilie und Schnittlauch sind häufig winterhart und überleben auch ungünstigere Bedingungen
  • heimische Wildkräuter wie Malven, Baldrian, Eisenkraut, Spitzwegerich und Kamille schätzen feuchten, lehmigen Boden, sind am besten im Halbschatten aufgehoben und benötigen genug Raum zum Ausbreiten

Die Erntezeit ist gekommen

Die meisten Kräuter sind kurz vor beziehungsweise während der Blüte am aromatischten. Sie werden optimalerweise in den Morgenstunden geerntet, da sich ihr Aroma zu dieser Zeit am besten entfaltet.
Als Werkzeug eignen sich am besten scharfe Messer oder entsprechende Scheren. Selbstverständlich kann man auch einzelne Blätter abzupfen, sofern es nicht zu viele sind. Ansonsten sehen die Pflanzen schnell etwas „gerupft“ aus.

Gerade bei diversen mediterranen Kräutern wie Thymian, Salbei und Rosmarin trägt ein regelmäßiges Beschneiden zum Wachstum der Pflanze bei.
Dennoch sollte man darauf achten, von manchen Sorten wie Petersilie, Dill und Schnittlauch nur einzelne Portionen abzunehmen, damit die Pflanze genug Zeit zum Regenerieren hat.
Kurz gesagt: Wer sich im Vorfeld informiert und das richtige Maß an Fingerspitzengefühl an den Tag legt, hat den größten Ernteerfolg.

So konserviert man Kräuter bis zu ihrer Verwendung

Frisches schmeckt am besten – bei dieser Devise machen Kräuter keine Ausnahme.
Hat man nicht die Möglichkeit, sie direkt zu verwenden, bleiben Kräuterbündel in einer kühleren Umgebung in einem Glas mit Wasser ein bis zwei Tage frisch.
Alternativ schmeckt auch Kräuterbutter, die mehrere Tage lang im Kühlschrank lagerbar ist.
Als längerfristige Varianten eignen sich das Hacken und Einfrieren als Eisbeutel oder das Trocknen, Hacken und Abfüllen in luftdichte, dunkle Gläser. Die Haltbarkeit beträgt bei beiden Varianten etwa ein Jahr.

Und was gibt es heute auf den Tisch?

Dank Kräutern und Gewürzen wird jedes Gericht zu einem echten Hingucker und Leckerbissen.
Das gilt gleichermaßen für Fleisch, Fisch, Gemüse und viele andere Rezepte.

Wie wäre es einmal mit Pesto oder der Frankfurter Grünen Soße? Mutige probieren einen grünen Smoothie mit Gemüse und Kräutern. Tomaten mit Mozzarella und Basilikum, Rührei mit Schnittlauch oder Rosmarinkartoffeln sind absolut gesellschaftsfähig und verlocken teilweise sogar passionierte Vollzeit-Fleischesser.
Wobei viele Fleisch- und Fischgerichte ebenfalls nicht ohne Kräuter und Gewürze denkbar sind: Frikadellen mit Majoran, Saltimbocca mit Salbei, Sauerbraten mit Lorbeerblättern, Hähnchen mit Kerbel, Petersilie und Basilikum sowie Fisch mit einer Senf-Dill-Soße – die Liste lässt sich beliebig verlängern.
Und wer noch nicht genug von seinem Kräuterbeet auf den Teller gebracht hat, kann sich zum Abschluss an einem Dessert versuchen: Mit Zitronenmelisse und / oder Minze gelingt die Dekoration im Handumdrehen.

Artikelbild: © angelakatharina / Shutterstock

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