Küchendesign: Diese Trends erwarten Sie im nächsten Jahr

Küchendesign: Diese Trends erwarten Sie im nächsten Jahr

Ein Jahr neigt sich zu Ende, das nächste kommt. Auch 2017 wird der Trend zum Kauf einer neuen Küche ungebrochen sein. Durchschnittlich 6281 Euro investieren Bundesbürger in eine neue Küche, deutlich mehr, als noch vor einigen Jahren. Wer so viel Geld ausgibt, will auch „die perfekte Küche“ dafür haben – wird sie doch meist über 15 Jahre behalten. Doch was liegt im Trend? Die zahlreiche Küchenmessen über das Jahr haben sie uns für das kommende Jahr verraten.

Offene Küche für Wohlbehagen

Schon in den letzten Jahren hat es sich deutlich abgezeichnet: Offene Wohnküchen liegen im Trend. Das wird sich auch im nächsten Jahr nicht verändern – im Gegenteil. In der kommenden Saison werden die Küchen immer leichter: Sie verbinden schwebende Elemente mit offenen Regalen. Fronten werden durchsichtig, Küchenutensilien finden einen sichtbaren Platz. Die frei stehende Kochinsel erfreut sich nach wie vor uneingeschränkter Beliebtheit.

Überbleibsel aus diesem Jahr: Holz

Dieser Trend setzt sich ebenfalls aus den vergangenen Monaten fort. Holz ist fast ein Muss in der Küche von Heute und Morgen. Es versprüht einen warmen und naturnahen Charme ist umweltfreundlich und bietet einen angenehmen Geruch. Das Material atmet und wirkt lebendig. Holz ist langlebig und in seiner Maserung charakteristisch. Es kann beliebig mit anderen Materialien gemixt werden. Wie viel? Das kann jeder selbst entscheiden. Vollholzküchen bestehen aus massiven Holzkörpern, eine Echtholzküche weist lediglich Fronten aus dem Naturmaterial auf.

Gerade dunkles Holz ist im Küchendesign besonders beliebt. Denn je kräftiger und intensiver der Holzton, desto stärker ist die Wirkung von Lebendigkeit und Wärme. Es kann hervorragend mit hellen Elementen gemischt werden. Helle Holzmöbel eignen sich in der Küche dazu, sie mit farbigen Akzenten zu verbinden.

Für Holzküchen eignen sich vorrangig dichte, harte und unempfindliche Hölzer. Daher sind hier häufig Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Fichte und Kirsche zu finden. Sie trotzen Feuchtigkeit, Hitze und Chemikalien am besten.

Marmor, Stein und Granit bricht nicht

Aber auch schwerere Materialien kommen 2017 bevorzugt zum Einsatz: Die Steinoptik ist ein weiterer Trend. Besonders beliebt dabei sind weißer oder brauner Marmor, Beton, Granit und Schiefer. In der Küche von Morgen finden sich diese Materialien nicht nur in den Oberflächen, sondern auch die Fronten erhalten ein Steindekor. Gerade bei frei stehenden Kücheninseln sind sie ein eindrucksvolles Muss.

Granit sollte jedoch echt sein, seine kunstvollen Imitationen sind im kommenden Jahr out. Für Stein oder Marmor gilt, dass auch Dekoroberflächen die Küche zieren können. Sie sind ebenso robust, jedoch deutlich preisgünstiger und pflegeleicht. Zudem lassen sie sich wunderbar mit Holztönen kombinieren.

Glänzendes im Industrial Style

Es wird jedoch auch metallisch in der Küche. Kupfer, Goldtöne und Edelstahl prägen den sogenannten Industrial Style, der zu den eher raueren und unperfekten Küchentrends zählt. Hier wird das Grobe in den Vordergrund gestellt: Tischgestelle aus Stahl, Küchengriffe aus Kupfer. Der industrielle Look erzeugt eine kühle Eleganz für den Kochbereich. Industrielampen runden das Bild ab.

Im Gegensatz zur „grifflosen Küche“ der vergangenen Jahre werden Tür- und Schubladengriffe wieder eine große Gestaltungsrolle spielen. Wo einst die Schränke sich fast magisch öffnen, wird jetzt wieder Stil und Design ausgedrückt.

Der Industrial Style findet sich vor allem bei Designerküchen. Auch hier gilt: Kombination mit anderen Materialien ist gewünscht. Ob Holz, Beton oder sogar Lederelemente – hier ist der Fantasie keine Grenze gesetzt. Probleme den richtigen Stil zu finden? Bei Schmidt-Küchen kann auch ein ganz eigener Stil gefunden werden, denn ein weiterer Trend 2017 heißt: Individualität.

Zweifarbige Gestaltung und Materialmix

Einfarbig ist out. In den neuen Küchentrends zieht ein Farbenmix ein. Dies kann mit unterschiedlichen Materialien erreicht werden, aber auch gleiche Küchenteile können in unterschiedlichen Farben erstrahlen. So wirkt es beispielsweise, nur eine einzelne Schrankkombination in Grün zu tauchen, während der Rest der Küche im Weiß, Schwarz oder Grau erstrahlt.

Die Farbe des Jahres 2017 ist dabei Blau. Schon vor einigen Jahren hat sie das Küchendesign bestimmt und kehrt nun zurück. Blau lässt sich sowohl zum modernen Design verwenden, aber auch im Landhausstil macht die Farbe eine gute Figur. Sie ist optimal im Mix zu hellen oder dunklen Holztönen, ebenso wie zu Stein- und Betondekoren. Blau wird matt und hochglänzend in den Küchen von morgen zu sehen sein – in alle Nuancen, die die Farbe zu bieten hat.

Funktionen, die versteckt bleiben

Ein weiterer Trend für 2017 ist es, einen nahtlosen Look zu bieten. Die Küche soll Gemütlichkeit und Komfort ausstrahlen, aber dennoch Funktionalität beinhalten. Das bedeutet das Verstecken der notwendigen Küchengeräte. Ofen, Kühlschrank und Spülmaschine werden hinter gleichen Fassaden untergebracht oder gar in anderen Möbelstücken versteckt.

Schiebetüren verbergen die Mikrowelle und Co, die Dunstabzugshaube verschwindet hinter dem Kochfeld. Diese ist ebenfalls kaum sichtbar in die Küchenarbeitsplatte eingefügt. Displays sind innerhalb der Geräte zu finden. Dieser Trend unterstützt den Wunsch nach offenen Küchen. So kann der Kochbereich nahtlos in den Wohnbereich übergehen – Möbel besser miteinander kombiniert werden.

Musik für die Küche

Dabei hält auch neue Technik in der Küche Einzug – zum Wohlfühlen, statt zum Kochen. So wird der Wunsch nach Musik im Kochbereich immer häufiger geäußert. Doch das alte Küchenradio hat ausgedient, Smartphones oder Tablets gilt es, anzuschließen. Der Sound wird in den Sockelleisten integriert – unsichtbar. Über Bluetooth ist eine Verbindung kinderleicht hergestellt, um die Lieblingslieder beim Kochen abspielen zu können. Notwendiges Zubehör gehört bald ebenso zum Standardausstattung – der Tablethalter an der Arbeitsfläche beispielsweise.

Gerade Holz ist für Soundsysteme ein guter Klangpartner. In einen vorhandenen Hohlraum integriert, wird dieser direkt als Schallkörper benutzt. Somit entsteht ein idealer Klang.

Zusammenfassung

Die Küche 2017 wird offen und alles andere als langweilig sein. Mut zur Farbe ist ebenso gefragt, wie Materialmix. So finden sich neben dem beliebten Holz auch Stein, Marmor und Granit in den Küchentrends für das kommende Jahr. Technik hingegen soll nicht zu sehen sein. Die Funktionalität der Küche wird ebenso versteckt, wie Soundsysteme, die das Kochen unterhaltsamer machen.

Artikelbild: © Artazum LLC / Bigstock.com

1 Kommentar

  1. Neeltje Forkenbrock 11.02.2019 16:08 Uhr

    Ich finde auch, dass Holzelemente in der Küche eine unvergleichliche Lebendigkeit erzeugen. Ich habe in meiner Küche ebenfalls fast alles aus Holz. Außer die Küchenrückwand aus Glas. Sie setzt, wie ich finde einen schönen Kontrast zu dem Holz.

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