Kurkuma – Heilpflanze und Superfood

Kurkuma – Heilpflanze und Superfood

Die exotische Safranwurz wird in den Medien als Superfood genannt, gilt als gesundheitsfördernde Heilpflanze und findet in der kreativen Küche als Küchengewürz eine Anwendung. Kurkuma ist auch als indische Gelbwurz bekannt und trägt den Ruf, durch den Inhaltsstoff Curcumin zahlreiche heilsame Auswirkungen auf die Gesundheit zu haben. Die Kurkuma ist auch als Curcuma longa bekannt und kann in 80 unterschiedlichen Arten auftreten. Gängig in der Küche ist hier allerdings nur die Curcuma longa.

Anbau, Aussaat und Pflanzung

Kurkuma trägt viele Namen. Die Pflanze ist ebenfalls als Gelber Ingwer, Safranwurz oder Gelbwurz, als Gilbwurz, Kurkume oder Curcuma bekannt. Es finden sich auch noch allerlei weitere Bezeichnungen. Der Anbau von Kurkuma ist, wie die Namen bereits erkennen lassen, weit verbreitet. Glücklicherweise kann die Kurkuma auch hier gedeihen, wenn der Standort ausreichend gute Bedingungen mit sich bringt.

Ein Gewächshaus wäre optimal für die Ansprüche der Pflanze, ein Beet oder Blumentopf ist an sich ebenso möglich.

Gelber Ingwer ist eine Pflanze, die relativ einfach angepflanzt werden kann. Dies ist über treibende frische Wurzeln, Samen oder gekaufte Pflanzen möglich. Die Kurkuma ist in Europa jedoch schwer zu finden. Im Onlineshop kann die Safranwurz wahrscheinlich gekauft werden. Sie benötigt eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit, wie beispielsweise im Badezimmer oder in der Küche und eine normale Blumenerde. Der Blumenerde sollte ein wenig Kies beigemischt werden. Kurkuma ist eine Wurzelpflanze mit Blättern und Blütenstand, die möglichst viel Platz um sich herum benötigt. Am besten wird die Kurkuma also nicht zu eng gepflanzt.

Das Auspflanzen der Setzlinge erfolgt normal. Die Erde muss dann möglichst feucht gehalten werden. Die Kurkuma darf aber nicht nass stehen, da sonst eine Fäulnis eintritt. Die Pflanze benötigt zuerst noch keinen Dünger. Sie kann dann alle 4 Monate etwa mit Flüssigdünger gedüngt werden. In Herbst und Winter benötigt die Kurkuma keinen Dünger.

Merkmale, Aussehen und Wuchs

Die Kurkuma ist eine recht unverkennbare Pflanze. Ihr Wuchs ist kräftig und ausdauernd. Die Größe der Kurkuma erreicht etwa einen Meter insgesamt. Interessant an dieser Pflanze ist aber nicht der Teil oberhalb der Erde, sondern nur das Wurzelwerk unterhalb der Erde. Die Wurzeln der Kurkuma weisen eine orangene bis gelbe Farbe auf. Äußerlich ähnelt die Wurzel dem Ingwer. Die Rhizome wachsen zylindrisch und bilden innerhalb ihr Aroma und ihre Wirkstoffe aus. Die stark verzweigten Rhizome der Kurkuma nehmen ein Gewicht von etwa 3 Kilogramm an.

Die Laubblätter und der Blütenstand der Kurkuma sind schnell erkannt. Die großen Laubblätter sind zweizeilig angeordnet und stehen wechselständig. Die Form der Blätter ist lanzettförmig bis rundlich. Der Blattstiel kann eine Länge von bis zu 45 cm erreichen und eine Breite von vielleicht 18 cm.

Die Kurkuma trägt auffällige, wunderschöne Blüten. Diese stehen wie Dolden nahe am Stamm der Pflanze. Sie blühen üblicherweise im August, doch kann es auch leichte Abweichungen geben. Der Schaft des Blütenstandes nimmt eine Länge von höchstens 20 cm ein. Ährige Blütenstände mit zylinderförmigen Blüten sitzen entlang dieses kleinen Blütenstammes. Die Kurkuma verfügt sogar über Tragblätter, die unterhalb der Blüten angeordnet sein können. Ihre Farbe ist Hellgrün. Die Tragblätter sind an der Oberseite stumpf abgerundet.

Steckbrief der Curcuma
Bezeichnung Curcuma longa
Herkunft Südasien
Verbreitung Südasien, Tropen und Subtropen
Inhaltsstoffe Curcumin, Demethoxycurcumin, Sesquiterpenen, Bisdemethoxycurcumin
Heilwirkung Entzündungshemmend, antioxidativ, antidepressiv
Einsatzbereiche Entzündungen, Krebs, Cholesterinspiegel, Gallensaftproduktion, Alzheimer, Arthritis
Anbau Blumentopf, Beet, Gewächshaus
Blütenfarbe Rötlich
Blütezeit (Monat) August
Blütenform Blütendolde
Blattfarbe Grün
Blattform Rundlich, lanzettartig
Zier- oder Nutzwert Dekorativ
Verwendung Wurzel
Winterhärte Im Innenraum noch günstiger
Wuchseigenschaften Benötigt viel Raum für die Wurzel
Licht Viel Licht
Bodenart Topferde
Bodenfeuchte Leicht feucht

Pflanzenfamilie und Sorten

Die Kurkuma zählt zu der Familie der Ingwergewächse. Aus diesem Grund ähnelt auch die Wurzel der Kurkuma so sehr der Wurzel des Ingwers. Diese Pflanzenfamilie ist auch bekannt als Zingiberaceae. Die Kurkuma gibt es in vielen Arten, die allerdings nach einer Recherche nicht genau benennbar sind. Die Kurkuma wird für den Verzehr nur aus einer bestimmten Art genutzt und kultiviert.

Herkunft und Vorkommen der Kurkuma

Die Kurkuma oder Curcuma longa ist eine Pflanze, die insbesondere in den Tropen kultiviert wird. Die Kurkuma fühlt sich in den Subtropen und Tropen wohl. Ihre Wurzelballen finden in der Natur ausreichend Raum, um sich zu großen Wurzelstöcken zu entwickeln. Die Curcuma wird allerdings auch in Feldern erfolgreich angebaut.

Die Kurkuma kommt vor allem in Südasien vor und ist eine wichtige Kulturpflanze in Indien. Die Wurzel aus dem Handel wird speziell aus Südasien bezogen. In den Tropen   finden sich rund 80 verschiedene Arten, die im Alltag aber soweit unbekannt sind. Es handelt sich um Unterarten der Kurkuma. Im Anbau der Kurkuma ist vor allem die genannte Curcuma longa in Verwendung.

Ernte und Lagerung (Blütezeit)

Die Kurkuma muss nach dem Anbau zunächst über lange Zeit wachsen. Sie bekommt Blätter und gewinnt an Höhe. Auch die Blüte ist dann vielleicht schon eingetreten. Ist die Pflanze groß und stark genug, kann nach mindestens 8 Monaten, besser aber nach 10 Monaten geerntet werden. Im Optimalfall wiegt der Wurzelstock der Curcuma dann bis zu 3 Kilogramm. Am besten wird natürlich nicht die gesamte Wurzel entfernt. Die Pflanze muss sich von der Ernte immerhin auch erholen können.

Die Wurzel der Curcuma wird zunächst zerteilt, vom Erdreich befreit und am besten überbrüht oder gekocht. Die Wurzel kann im Ofen bei 180 Grad Celsius ungefähr 10 Minuten lang getrocknet werden oder in der Sonne. Die Wurzel der Kurkuma kann im Anschluss auch bereits gemahlen werden. Die gemahlene Kurkuma sollte nochmals einige Zeit an der frischen Luft getrocknet werden. Darüber hinaus kann die Kurkuma natürlich auch frisch verwendet werden. Rezepte für die Küche schreiben schreiben nicht vor, dass Curcumin gemahlen und getrocknet sein muss. Die Ernte erfolgt üblicherweise einmal im Jahr.

Pflege, Krankheiten und Schädlinge der Kurkuma

Safranwurz fühlt sich am wohlsten in einem subtropischen oder tropischen Klima. Hierzu gehört viel Feuchtigkeit. Dies bedeutet wiederum, dass die Pflanze am besten ab einer Temperatur von mindestens 18 Grad Celsius und etwa 22 Grad Celsius gedeihen kann. Die Pflanze benötigt für ein aktives und schnelles Wachstum ausreichend Dünger.

Die Curcuma kann in unseren Breiten einige der heimischen Schädlinge anziehen. Aus diesem Grund kann es nötig werden, dass eine biologische Schädlingsbkämpfung zum Einsatz kommt. Die Curcuma sollte sonst allerdings nicht von typischen Erkrankungen oder Schädlingen heimgesucht werden.

Anwendungsgebiete und -beispiele, Nutzung und Heilwirkung

Beliebt ist die frische Wurzel oder getrocknete und gemahlene Wurzel als Gewürz. Insbesondere im Orient oder in Indien wird das gelbe Pulver Curcumin verwendet. In Indien ist das Gewürz bereits tief in der Kultur verwurzelt und ist Teil von Hochzeitszeremonien oder wird zum Einfärben von Kleidung genutzt. Kurkuma ist ein wichtiger Bestandteil im Ayurveda und darf in vielen orientalischen Speisen nicht fehlen. Es wird genutzt, damit der Körper gesund bleibt. Für eine bessere Hygiene eignet sich das entzündungshemmende Curcumin in der Ernährung gut. Viele gesunde Rezepte werden hierdurch ergänzt.

Es finden sich zahlreiche Rezepte für das Gewürz und Möglichkeiten, Curcumin in Form von Kapseln, Kurkumaöl oder Pulver einzunehmen. Kurkume hilft laut Studien bei vielen Behandlungsarten, wie beispielsweise gegen Depressionen. Sie hilft dem Körper gesund zu bleiben. Die Kurkume ist bekannt in der Ernährung als eine Unterstützung für Diäten.
Bekannte Wirkungen, die die Gelbwurz zugesprochen werden, helfen gegen oder bei:

  • Entzündungen
  • hohem Cholesterinspiegel
  • der Anregung der Magensaftproduktion
  • der Anregung der Gallensaftproduktion
  • Alzheimer
  • Herzerkrankungen
  • Arthritis
  • Krebs

Das Rhizom wirkt verdauungsanregend und ist deswegen bekömmlich und heilsam für den Magen. Eine Verminderung von Entzündungen kann hier helfen, aber auch in anderen Bereichen des Körpers, wie etwa bei Arthrose. Die Gelbwurz hellt darüber hinaus die Zähne auf und ist gut für ein gesundes Zahnfleisch. Sie kann Keime im Mundraum töten, wenn das Curcuma einige Munden im Mundraum verteilt wird. Curcuma wirkt außerdem antioxidativ. Ein Wirkstoff konnte in Studien eine vergleichbare Wirkung, wie bei Antidepressiva belegen.

Curcuma ist sonst ein schmackhaftes Gewürz, das zum Einfärben von Speisen oder für einen herb-würzigen Geschmack zum Einsatz kommt. Das Binden von Cholesterin ist eine Heilwirkung von Curcuma, die aber nur bei einer Anwendung über einen langen Zeitraum zu beobachten ist. Wird Curcuma regelmäßig in der Küche eingesetzt, werden ihm nahezu Heilkräfte zugesagt. Eine medizinische Wirkung wurde für die Curcuma jedoch noch nicht in jeder Hinsicht belegt. Manch zugesprochene Wirkungen sind also nicht vollständig objektiv in wissenschaftlichen Versuchen belegt worden.

Curcumin kommt gern ergänzend in der Behandlung zum Einsatz. Es ist gesund für den Körper, so haben Studien belegt. In der Ernährung sollte Gelber Ingwer nicht fehlen. Köstliche Rezepte finden sich zahlreich. Eine Wirkung gegen Alzheimer oder Krebs ist wahrscheinlich aber eher vorbeugend oder vielleicht auch begleitend zu einer medizinischen Therapie gemeint. Es ist weiterhin nicht klar, ob Curcumin der Wirkstoff ist, der Alzheimer bekämpfen kann. Für die Gesundheit ist es in jedem Fall förderlich.

Die Bioverfügbarkeit von Curcumin erhöht sich in Kombination mit Öl. In Verbindung mit Wasser ist Curcumin weniger nützlich, weil es nicht wasserlöslich ist. Der Magen kann es so nicht gut absorbieren.

Inhaltsstoffe der Kurkuma

Es handelt sich bei Gilbwurz um eine Art von Lebensmittel. Die Kurkuma ist eine Wurzel, die sehr reich an Inhaltsstoffen ist. Immerhin enthält die Wurzel

  • viele Kohlenhydrate
  • viele Ballaststoffe
  • etwas Protein
  • ein wenig Zucker
  • Natrium
  • Kalium
  • Magnesium
  • Vitamin B6
  • Vitamin A
  • Vitamin C
  • Kalzium oder auch
  • Eisen.

Die Curcuma ist darüber hinaus reich an heilsamen Inhaltsstoffen, die der Gesundheit förderlich sein sollen. Eine Behandlung von Leiden mit Curcuma kann also erfolgreich sein. Die Wurzel beinhaltet etwa 5 % ätherische Öle und viel Curcumin. Curcumin ist der wichtigste Inhaltsstoff in der Wurzel. Weitere Wirkstoffe, außer Curcumin, heißen

  • Demethoxycurcumin
  • Bisdemethoxycurcumin
  • Sesquiterpenen.

Curcuma wirkt folglich als eine Naturarznei mit zahlreichen Inhaltsstoffen. Diese können Mängel ausgleichen oder der Wirkstoff kann eine heilende Wirkung zeigen.

Infos zur Giftigkeit der Kurkuma

Kurkuma kann in Pulverform auch in großen Mengen konsumiert werden. Der Geschmack verhindert wahrscheinlich, dass zu viel des Pulvers konsumiert wird. Am ehesten wird es in Gerichten verarbeitet. Curcuma sollte wie alle Lebensmittel oder Heilmittel nicht im Übermaß eingesetzt werden. Eine Dosierung nach Kochrezept ist sinnvoll und auch eine kosmetische Behandlung ist gut. Sonst ist es jedoch ratsam, dass Kurkuma nicht noch zusätzlich verwendet wird. Eine förderliche Wirkung von Curcumin kann sonst nachlassen oder der Magen kann einen Schaden nehmen.

Wissenswertes zur Kurkuma

Gelber Ingwer ist beliebt für einen milden und doch würzigen Geschmack. Das Gewürz kann leicht brennen und auch harzig oder herb wirken. Eine leichte Bitterkeit ist förderlich für die Verdauung. Curcumin ist auch der Stoff, der die Farbe und den Geschmack mit beeinflusst.

Die Kurkuma ist so weit auf der Welt verbreitet, dass die würzige Pflanze noch eine Vielfalt an Namen trägt. Sie ist weiterhin bekannt als Tumerik und Turmarik, Gilbwurzimber, Gurkume, Gurkumey, Mülleringwer, Babylonischer Safran, Gelbsuchtswurz oder auch Indianischer Safran. Sucht man nach dieser Pflanze sind auch die weiteren Trivialnamen hilfreich.

Zusammenfassung

Kurkuma ist ein Naturheilmittel, dem eine heilende Wirkung für die Zahngesundheit, bei Magenbeschwerden, gegen ein Gefühl von Depression, Arthrose oder Entzündungen und etwa auch gegen Krebs oder Alzheimer zugesagt wird. Die Gilbwurz ist eine Pflanze aus dem südasiatischen Raum und Indien. Kurkuma ist ein beliebtes Gewürz im Ayurveda und in der indischen Küche, wobei Kurkuma auch eine kulturelle Bedeutung trägt. 

Artikelbild: Madeleine Steinbach / Bigstock.com

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