Lilienhähnchen im Garten bekämpfen: So sollten Sie vorgehen

Lilienhähnchen im Garten bekämpfen: So sollten Sie vorgehen

Es hat einen niedlichen Namen und sieht dank seiner leuchtend roten Farbe auch noch äußerst schön aus. Dennoch erfreut das Lilienhähnchen Gärtner nicht – ganz im Gegenteil. Der rote Käfer ist ein Schädling, der unansehnliche Löcher in die Blätter von Kaiserkronen und Lilien frisst. Auch der Kräutergarten ist nicht sicher vor dem Käfer, denn er ernährt sich gerne von Schnittlauch. Da die Plage schon Ende März bis Anfang April beginnt, sollten Sie schon jetzt auf Hinweise achten, die auf einen Befall hindeuten könnten und im Zweifel schnell reagieren.

Den Schädling erkennen und rechtzeitig vernichten

Zum Glück ist der Käfer, der sechs bis acht Millimeter groß ist, gut erkennbar:

  • Sein Körper ist auf der Rückseite glänzend und knallrot.
  • Beine, Fühler, Kopf und Bauch sind schwarz.
  • Die Larven sind bräunlich bis gelb und mit schleimigem Kot bedeckt.

In Deutschland gibt es in einem Jahr meist zwei Generation. Deshalb lohnt es sich, die Schädlinge frühzeitig zu vernichten.

Manchmal wird das Lilienhähnchen mit dem Maiglöckchenhähnchen verwechselt, weil dieses ebenfalls rot ist. Allerdings haben die Beine und der Kopf bei diesem Käfer auch eine rote Farbe.

Das Maiglöckchenhähnchen frisst neben Maiglöckchen auch gern Knoblauch und Zwiebeln.

Das Lilienhähnchen liebt Schnittlauch, Lilien und Kaiserkronen

Wenn Gärtner das erste Mal ein Lilienhähnchen erblicken, sind sie meist noch begeistert. Allerdings hält die Freude nicht lange an, weil die kleinen Käfer enorme Fraßspuren anrichten können. In der Regel bleiben von Lilien nur noch die reinen Stängel übrig und auch Kaiserkronen und Schnittlauch stehen auf dem Speiseplan. Dabei sind alle gängigen Lilienarten betroffen.

Bilden Ihre Lilien jedes Jahr schöne Knospen, die aber nicht zum Blühen kommen, sondern nach und nach verfaulen? Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Pflanzen vom Lilienhähnchen befallen sind.

Ein Befall äußert sich zudem durch deutliche Fraßspuren am Stängel und an den Blättern. Das Käferweibchen legt die Eier an der Unterseite der Blätter ab. Die schlüpfenden Larven fressen das Blattgewebe. Je nach Witterung sollten Sie Ende März bis Anfang April damit beginnen, die Blattunterseiten auf Käferlarven zu untersuchen. Insbesondere bodennahe Blätter sind gefährdet. Allerdings sind die Larven oft nicht so einfach zu erkennen, weil sie sich mit ihrem eigenen Kot tarnen.

Wie Sie dem Schädling den Kampf ansagen

Leider gibt es nicht viele Mittel, die gegen den Schädling helfen. Am wirksamsten und gleichzeitig am besten für die Umwelt ist es, die Käfer und Larven in regelmäßigen Abständen per Hand abzusammeln.

Sobald Sie sich den Käfern mit Ihren Fingern nähern, werden sie sich fallen lassen und mit dem Rücken auf der Erde landen. Dann präsentieren sie ihre schwarze Unterseite und sind kaum noch erkennbar.

Sammeln Sie die Käfer daher am besten am frühen Morgen ab, denn dann sind sie noch unbeweglich. Außerdem können Sie beim Absammeln eine Zeitung zu Hilfe nehmen, die Sie zu einem Trichter formen. Bei frei stehenden Pflanzen ist es auch möglich, ein Netz darunter auszulegen und die Käfer mitsamt deren Larven abzuschütteln. Bei einem starken Befall hilft es, die Pflanzen mit dem scharfen Wasserstrahl abzuspritzen. Dann können sie nicht mehr zur Pflanze zurückkriechen und gehen ein. Von Schädlingsbekämpfungsmitteln raten Experten bei einem Befall mit dem Lilienhähnchen aber eher ab, weil sie meist nicht effektiv sind und der Umwelt schaden.

Zusammenfassung

Obwohl das Lilienhähnchen schön aussieht, ist es im Garten nicht erwünscht, weil es Lilien, Kaiserkronen und Schnittlauch frisst. Am wirksamsten gegen den Schädling ist das Absammeln von Hand.

Artikelbild: paulbroad / Bigstock.com

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