Marode Elektrik im Altbau: Update für Steckdosen und Leitungen

Marode Elektrik im Altbau: Update für Steckdosen und Leitungen

Bei einem Brand im Eigenheim ist nicht immer Fahrlässigkeit der Grund für das Unheil. Viele Feuer entstehen aufgrund von veralteter oder defekter Elektrik. Gerade in älteren Gebäuden, wo meist noch die originale Elektroinstallation in Betrieb ist, fliegen häufig die Funken und sorgen für gefährliche Situationen. Viele der alten Installationen entsparen den Standards ihrer Zeit. Die heutigen Standards sehen allerdings anders aus. Eine Renovierung ist also dringend notwendig.

Laien unterschätzen die Gefahr

In vielen Altbauten sind Jahrzehnte alte Leitungen zu finden, die nicht für den Betrieb moderner Haushaltsgeräte ausgelegt sind. Da wäre die Waschmaschine, der Trockner, die Spülmaschine und Mikrowelle – allein diese Geräte verbrauchen viel Strom, besonders dann, wenn sie gleichzeitig laufen. Hinzu kommen der Computer sowie moderne Soundsysteme, die alleine mehrere Hundert Watt verschlingen. In alten Gebäuden fehlen nicht nur passende Steckdosen, sondern auch leistungsfähige Leitungen. Obwohl es in der Vergangenheit immer wieder Fälle gab, bei denen zum Teil Menschen aufgrund alter Stromleitungen und Steckdosen ums Leben kamen, wird das Problem weiterhin nicht Ernst genug genommen.

Das Problem liegt in erster Linie bei den Laien. Sie können nicht einschätzen, ob die vorhandenen Stromleitungen und Steckdosen sicher sind. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, dass ein Elektrofachmann die Elektrik im Haus von Zeit zu Zeit prüft. Werden Mängel festgestellt, können sie direkt beseitigt werden. Wohnungsbesitzer sollten nicht selbst Hand anlegen. Einerseits ist dies gefährlich, andererseits könnte sie der Eingriff den Versicherungsschutz kosten. Anders als bei der Planung von Steckdosen im Neubau sollte man die Überprüfung der Stromleitungen in einem Altbau einem Profi überlassen.

Wer in einem Altbau mit womöglich veralteter Elektrik wohnt, sollte dafür sorgen, dass er finanziell abgesichert ist. Verbraucher können sich mit einer passenden Hausratversicherung und Wohngebäudeversicherung schützen. Erstere ersetzt unter anderem bei Feuerschäden den gesamten Hausrat. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass die gesamte Elektrik modernisiert werden muss.

Bei Renovierung für die Zukunft planen

Wer heute renoviert, der muss seine Elektrik nicht nur auf den aktuellen Stand der Dinge bringen, sondern auch für die Zukunft planen. Bereits heute sind klare Trends zu erkennen. Wer jetzt mehr investiert, hat einige Jahre Ruhe und muss seine Leitungen und Steckdosen nicht wieder erneuern.

Bei der Planung und Ausstattung müssen Bauherren und Modernisierer regelrecht in die Zukunft blicken. Welche Geräte verwenden sie heute, wie hoch ist der Energieverbrauch und was wird in Zukunft gekauft? Eine Liste mit allen Haushaltsgeräten und deren Energieverbrauch sowie eventuellen zukünftigen Einkäufen hilft, die Modernisierung der Stromleitungen und Steckdosen besser zu handhaben. Ebenfalls wichtig sind Möglichkeiten, Energie zu sparen.

Zum Wohle unserer Umwelt sollte jeder Modernisierer und Bauherr überlegen, wie er Energie sparen kann. In diesem speziellen Fall kann man Dimmer einbauen, mit denen sich die Lichtintensität von Lampen regulieren lässt. Dadurch erstrahlt ein Licht nicht immer mit voller Energie, wodurch Strom und natürlich Geld gespart werden kann.

Ein weiteres typisches Problem bei provisorischen Maßnahmen ist der Zustand von Steckdosenleisten. Wie die Stiftung Warentest in einer Untersuchung feststellte, waren 11 von 19 geprüften Leisten nicht sicher. Bei hohem Stromfluss existiert die Gefahr, dass sie sich erhitzen. Aber auch die Verbraucher tragen zum Teil die Schuld an Problemen: Auf jeder Steckdosenleiste ist ihre individuelle Belastungsgrenze angegeben, die natürlich eingehalten werden muss. Steckdosenleisten sind ohnehin kein Dauerzustand und sollten nur eine Notelösung sein, bis neue Steckdosen installiert werden.

Artikelbild: © LUCARELLI TEMISTOCLE / Shutterstock

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